Seit 19 Jahren war Christian Linke Stadionsprecher von Lok Leipzig, nun endet seine Zeit beim Regionalligisten, der am 8. Oktober auf Energie Cottbus trifft. Grund dafür sei die „Veröffentlichung einer vollkommen inakzeptablen Grafik in den sozialen Medien, die gegen die gelebten Werte des 1. FC Lok verstößt“, teilt der Klub in einer Mitteilung mit.
Das Bild soll Linke in seiner WhatsApp-Story gepostet haben, wie verschiedene Medien berichten. Das Foto hat der Stadionsprecher mittlerweile gelöscht, auf Twitter kursieren aber Screenshots des Bildes, das Linke geteilt haben soll.

Ein Blick aufs Konzentrationslager und Bezug zum Rivalen Chemie Leipzig

Auf dem Bild ist die Werbefigur Meister Proper zu sehen, der eine große verspiegelte Sonnenbrille trägt. In deren Gläsern spiegelt sich die Zufahrt zum NS-Konzentrationslager Auschwitz wider. Darunter steht geschrieben »Good night Green White...« – Grün-Weiß sind unter anderem die Vereinsfarben des Leipziger Stadtrivalen Chemie.
Linke bittet in der Vereinsmitteilung nach seiner Entlassung um Entschuldigung: „Ich habe einen unbeabsichtigten Fehler gemacht und mich in aller Form beim Verein dafür entschuldigt. Ich verstehe und akzeptiere die Entscheidung des Clubs.“

Der Screenshot des Bildes, das Linke geteilt haben soll

Der Verein betont: „Der 1. FC Lokomotive Leipzig vermittelt Werte wie Loyalität, Respekt, Fairness und Toleranz. Wir treten aktiv und konsequent gegen jede Form von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus auf.“ Dem Verein sei es enorm wichtig, dass diese Werte von allen Mitarbeitern, Mitgliedern und Fans und stets gelebt und transportiert werden, heißt es weiter.