Fußball-Regionalligist FC Energie Cottbus hofft nach einem tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter des SV Babelsberg 03 am vergangenen Sonntag auf schnelle Ermittlungserfolge. „Wir stehen im engen Austausch mit den zuständigen Beamten und hoffen, dass es schnelle Ergebnisse bei der Ermittlung der Person geben wird“, sagte Energie-Pressesprecher Stefan Scharfenberg-Hecht, „wenn diese vorliegen, werden wir als Verein aktiv vorgehen. Wir gehen davon aus, dass die Person relativ schnell ermittelt wird. Grundsätzlich verurteilen wir jedwede Form von Gewalt.“
Nach dem 2:0 von Cottbus im Brandenburg-Derby gegen Babelsberg war ein Mitarbeiter der Babelsberger Geschäftsstelle gewalttätig angegriffen worden. Der Vereinsmitarbeiter hatte Fotoaufnahmen gemacht und war nach dem Spiel auf der Haupttribüne von einem Mann angesprochen worden, ob er aus Babelsberg komme, und danach mit mehreren Faustschlägen verletzt worden.
Der mutmaßliche Täter soll bereits zuvor im Stadion negativ aufgefallen sein, wie die „Märkische Allgemeine“ (Dienstag) berichtete. Der 27 Jahre Mitarbeiter der Babelsberger wurde dabei an der Hand verletzt.
Mehrere Ordnungskräfte versuchten danach, den Unbekannten auf der Tribüne zu verfolgen, er konnte das Stadioninnere jedoch verlassen und wurde bisher noch nicht identifiziert. Inzwischen hat die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen übernommen.
Außerdem berichtet der SV Babelsberg auf seiner Internetseite, dass sich die Abreise des Mannschaftsbusses durch eine Gruppe von etwa 50 FCE-Anhängern, welche die Bus-Zufahrt blockiert haben sollen. Zuvor seien bereits einige der Personen in den abgesicherten Aktivenbereich und damit in unmittelbare Nähe des Busses gelangt.
Babelsberg will nun zeitnah Gespräche mit dem FC Energie Cottbus und dem Nordostdeutschen Fußballverband führen, da der Verein laut Vorstandsmitglied Peter Könnicke „in den zurückliegenden Wochen auch in der Regionalliga eine zunehmende Aggression bis hin zur Gewaltbereitschaft“ wahrgenommen habe: „Wir als Vereine sind gut beraten, diese nicht zu verharmlosen oder gar zu rechtfertigen. Vielmehr brauchen wir ein Klima, welches dem entgegenwirkt.“