Das Halbfinale im Fußball-Landespokal Brandenburg steht fest. Beide Lausitzer Vertreter hatten Losglück und dürfen zu Hause spielen. Im Duell der beiden verbliebenen Regionalligisten trifft Energie Cottbus auf den Pokalverteidiger SV Babelsberg. Damit kommt es zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinales. Damals hatte der FCE gegen Babelsberg eine 0:3-Niederlage.
Oberliga-Süd-Tabellenführer VfB Krieschow erwartet den MSV Neuruppin aus der Oberliga Nord. VfB-Trainer Toni Lempke spricht von einem „Wunschlos“ für seine Mannschaft.
Am Freitagmittag wurden die Paarungen ausgelost. Der neue Staffelleiter Mirko Wittig zog die Lose. Stefan Götz, Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB), begleitete das Verfahren.

Die Ansetzungen im Viertelfinale für das Viertelfinale im Landespokal

VfB Krieschow (Oberliga Süd) – MSV Neuruppin (Oberliga Nord)
FC Energie Cottbus (Regionalliga) – SV Babelsberg 03 (Regionalliga)

Der Termin für das Halbfinale im Landespokal

Das Halbfinale ist für 26. März  terminiert. Die Spiele können allerdings auch noch geringfügig verlegt werden. Als Anstoßzeit wird 15 Uhr angepeilt. Gespielt wird voraussichtlich unter 2G-Bedingungen. „Wir hoffen, dass wir beide Halbfinals durchkriegen, damit wir den Endspiel-Termin halten können“, sagte Staffelleiter Mirko Wittig am Rande der Auslosung.

Die Reaktionen zur Pokalauslosung

Claus-Dieter Wollitz (Trainer von Energie Cottbus): „Wir wollen unbedingt den Pokal holen. Deshalb müssen wir gegen jeden Kontrahenten gewinnen. Und wenn wir so spielen wie zuletzt, dann dürfen wir uns Hoffnungen machen. Aber auch nur dann. Ich denke, im Halbfinale ist der Heimvorteil nicht mehr so entscheidend. Zumal wir heute noch nicht wissen, ob und wie viele Zuschauer dann zugelassen sind.“
Toni Lempke (Trainer des VfB Krieschow): „Ich sage es ganz ehrlich: Der MSV Neuruppin ist für uns das Wunschlos. Wir spielen gegen den Kontrahenten aus unserer Liga, noch dazu zu Hause. Trotzdem wird das natürlich kein Selbstläufer. Es ist Pokal-Halbfinale – da kann alles passieren. Wir werden Neuruppin total ernst nehmen.“
Stefan Prüfer (Abteilungsleiter Fußball beim MSV Neuruppin): „Wir hätten natürlich lieber ein Heimspiel gehabt. Aber wir freuen uns trotzdem riesig auf diese Aufgabe in Krieschow. Unsere Elf wird alles raushauen.“

Die Prämien – das können die Vereine im Landespokal verdienen

Wie viel Geld die noch im Pokal vertretenen Vereine aus dem Landespokal erhalten, hängt davon ab, wie viel der Deutsche Fußball-Bund für die Teilnehmer an der 1. Runde des DFB-Pokals in der Saison 2022/23 auslobt. Dort ist der Landespokalsieger startberechtigt und muss dann 25 Prozent der Summe an den Fußball-Landesverband (FLB) abtreten.
In der laufenden Saison 2021/22 bekamen die Vereine in der 1. Runde des DFB-Pokals jeweils 128 757 Euro ausgezahlt. 75 Prozent davon blieben beim SV Babelsberg als Landespokalsieger. 25 Prozent (rund 32 000 Euro) gingen an den FLB und wurden anschließend unter den Vereinen ab dem Achtelfinale ausgeschüttet. Nach dem vom Verband festgesetzten Verteilungsschüssel erhalten die beiden Halbfinalverlierer 15 Prozent (rund 5000 Euro) und der im Endspiel unterlegene Verein 30 Prozent (rund 10 000 Euro) der Summe. Für die beiden Oberligisten im Halbfinale, aber auch die beiden Regionalliga-Vertreter winkt also – im Idealfall mit dem Pokalsieg – viel Geld.
Ab der Saison 2022/23 sollen die Prämien aus der Vermarktung aufgrund des neuen TV-Vertrags um mehr als 20 Prozent steigen.
Knappe Kiste: Der 1:0-Erfolg in Altllüdersdorf bedeutete für den MSV Neuruppin das Erreichen des Halbfinales. Um Maximilian Janke bildete sich nach dem Abpfiff der Spielerkreis.
Knappe Kiste: Der 1:0-Erfolg in Altllüdersdorf bedeutete für den MSV Neuruppin das Erreichen des Halbfinales. Um Maximilian Janke bildete sich nach dem Abpfiff der Spielerkreis.
© Foto: Matthias Haack

Finale am 21. Mai in Luckenwalde

Das Endspiel soll im Rahmen des Finaltags der Amateure am 21. Mai stattfinden. Als Finalort ist bereits das Werner-Seelenbinder-Stadion in Luckenwalde festgelegt. Weil der Regionalligist bereits im Viertelfinale gescheitert ist, wird das letzte Duell in diesem Wettbewerb also auf neutraler Anlage ausgerichtet.

Der Pokalwettbewerb der vorigen Saison

Zu einer ungewöhnlichen Entscheidung hatte sich der FLB in der vergangenen Saison durchgerungen. Wegen der ungleichen Voraussetzungen der acht Mannschaften wurde das Viertelfinale nicht austragen. Der Grund: Die höherklassigen Teams durften damals unter Pandemie-Bedingungen spielen und trainieren, die unterklassigen Teams nicht. Daher wurden die Regionalligisten ins Halbfinale gesetzt, während der Oberligist und die drei Brandenburgligisten auf der Strecke blieben. Das waren der Ludwigsfelder FC, 1. FC Frankfurt (Oder), MSV Neuruppin sowie Frankonia Wernsdorf.
Pokalsieger wurde der SV Babelsberg mit dem 2:0 gegen Union Fürstenwalde. In der ersten Runde des DFB-Pokals traf der Vertreter aus Brandenburg dann auf RB Leipzig und unterlag 0:1.