Mit seinen gerade einmal 25 Jahren ist Robert Berger fast schon ein Urgestein der Regionalliga Nordost. 125 Spiele hat der Außenverteidiger in dieser Liga bereits absolviert. In den vergangenen fünf Spielzeiten war der gebürtige Lausitzer nicht aus der Abwehr von Lok Leipzig wegzudenken.
Doch genau darauf müssen sich die Fans der Sachsen in der kommenden Saison einstellen, denn Berger wechselt zum Ligakonkurrenten Chemnitzer FC, der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2024. Die Gründe für den Wechsel seien vor allem familiärer Natur, heißt es in einer Mitteilung von Lok Leipzig.

Für Energie Cottbus spielte Robert Berger früh bei den Profis in der 2. Bundesliga

Der Chemnitzer FC freut sich auf einen „Außenverteidiger mit großem Offensivdrang“, sagt CFC-Geschäftsführer Marc Arnold. „Er kennt die Regionalliga Nordost sehr gut und hat seine Qualitäten in den vergangenen Spielzeiten immer wieder unter Beweis gestellt." Es ist für Berger, der auch beim FSV Zwickau bereits unter Vertrag stand, der dritte Verein in der Regionalliga Nordost.
Sowieso hat der in Bad Muskau geborene Außenverteidiger mit seinen 25 Jahren bereits einiges von der Fußballwelt gesehen. 1995 kamen seine Eltern ein Jahr vor seiner Geburt aus Kasachstan nach Weißwasser, wo Berger das Fußballspielen begann. Für das Heimatland seiner Eltern hat der Lausitzer sogar ein U21-Länderspiel absolviert. Das Talent war dem Rechtsfuß früh anzusehen, 2010 ging es zu Energie Cottbus, wo er unter Rudi Bommer mit gerade einmal 15 Jahren sein erstes Training bei den Profis absolvierte.
Als 17-Jähriger debütierte Berger 2014 in der zweiten Bundesliga. Sein erstes Spiel war dennoch kein Grund zu feiern, denn es war gleichzeitig die bis heute letzte Cottbuser Partie in Liga zwei.

Wechsel von Energie Cottbus in die Regionalliga Nordost zum FSV Zwickau

Eine Liga tiefer war Berger zunächst gesetzt, kam aber mit der Zeit immer weniger zum Einsatz. Der damalige Energie-Trainer Vasile Miriuta drängte ihn im Winter 2016 mehr oder weniger unsanft zu einem Wechsel nach Zwickau.
Mit dem FSV stieg der einsatzfreudige Außenverteidiger in die dritte Liga auf, wurde aber wieder nicht richtig glücklich. Ein möglicher Wechsel in die U23 des 1. FC Köln zerschlug sich, eine Rückkehr nach Cottbus kam ebenfalls nicht zustande.
Also fand Berger im Sommer 2017 seine neue Heimat bei Lok Leipzig, wo er nicht nur auf einige ehemalige Cottbuser traf, sondern sofort unverzichtbar wurde. Bis heute hat der 25-Jährige 124 Pflichtspiele für den Klub mit großer Tradition absolviert. Zwei weitere dürften an den letzten beiden Spieltagen der Regionalliga Nordost noch dazu kommen, ehe für Berger in Chemnitz das nächste Kapitel beginnt.