Fußball 3. Liga: Lob für Kutschke bei Dynamo Dresden – Aue und Rostock wackeln

Auf ihn ist Verlass: Kapitän Stefan Kutschke macht das zwischenzeitliche 2:0 für Dynamo Dresden gegen Viktoria Köln.
Eibner-Pressefoto / Joerg NiebergallDie Ost-Mannschaften in der 3. Liga starten durchwachsen in die neue Saison 2024/25. Dynamo Dresden feiert einen Sieg und legt mit den ersten drei Punkten den Grundstein für die erneute Mission "Aufstieg". Erzgebirge Aue und Hansa Rostock wackeln – doch eines der Teams kann ebenfalls jubeln. Hier die Spiele im Überblick.
Auftaktsieg für neuen Dynamo-Trainer Thomas Stamm
Thomas Stamm hat einen Auftakt nach Maß als neuer Trainer von Dynamo Dresden erlebt. Der 2:1 (0:0)-Sieg bei Viktoria Köln war genau das, was man sich bei den Sachsen zum Drittliga-Saisonstart vorgestellt hatte, womit man aber nicht unbedingt rechnen konnte. Immerhin lief in Köln eine neue Dynamo-Mannschaft auf. Und bei denen, die aus der vergangenen Saison noch dabei waren, dürfte das Trauma des erneut vergebenen Aufstiegs noch nicht bewältigt sein.
Eine Erkenntnis von Stamm dürfte sein, dass seine Stürmer treffen können. Die Nürnberger Leihgabe Christoph Daferner markierte per Elfmeter das 1:0, der für ihn eingewechselte Kapitän Stefan Kutschke traf zum 2:0. „Er hat die Rolle als Reservist vorbildlich angenommen“, sagte Stamm bei Magentasport. In der Summe sei der Erfolg verdient gewesen, weil man vornehmlich nach der Pause das aktivere Team gewesen sei.
In der Abwehr muss sich Dynamo noch finden. Was nach dem Anschlusstreffer, der nach einem Standard fiel, passierte, sollte dem Coach nicht gefallen haben. Da gab es einige gefährliche Situationen zu überstehen, die bereits in der Entstehung nicht gut verteidigt wurden. "Das waren, über 90 Minuten gesehen, zu viele Standardsituationen, die wir nicht gut wegverteidigt haben", sagt Thomas Stamm auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Bereits am Freitag steht für Dynamo das nächste wichtige Spiel auf dem Programm: Die Sachsen empfangen Aufsteiger Energie Cottbus zum Derby.
Erzgebirge Aue lässt viele Chancen liegen
Am Ende musste der FC Erzgebirge Aue noch zittern. Beim 2:1 (2:1)-Auftaktsieg gegen Drittliga-Neuling Hannover 96 II lag das an der Chancenverwertung, die vornehmlich in der ersten Halbzeit zu wünschen übrig ließ. Denn trotz der beiden Treffer von Marvin Stefaniak und Marcel Bär gab es genügend Möglichkeiten zu weiteren Toren, besonders für Bär.
„Es war ein sehr intensives, ein dynamisches Spiel von beiden Seiten“, analysierte Aue-Trainer Pavel Dotchev in der ARD. „Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen müssen, um nicht bis zum Schluss zu zittern.“ Er lobte besonders das Abwehrverhalten seiner Mannschaft, die auch in der Druckphase der Gäste mit kühlem Kopf agiert habe.
Stefaniak gab zu, dass man nach der durchwachsenen Vorbereitung mit teils deutlichen Niederlagen gegen unterklassige Mannschaften mit einem mulmigen Gefühl in die Partie gegangen war. „Wir mussten erst mal sehen, wo wir stehen. Gegen so einen Club muss man erst mal gewinnen. Da werden ganz andere Mannschaften Probleme bekommen“, sagte der erste Saison-Torschütze der Auer.
Hansa Rostock stolpert in die 3. Liga
Nur 1:1 (1:0) gegen Aufsteiger VfB Stuttgart II – der FC Hansa Rostock hat einen Stolperstart in die 3. Liga hingelegt. Dabei zeigte der runderneuerte Zweitliga-Absteiger durchaus eine starke Leistung. Nur belohnen konnte sich Hansa nicht. „Das Einzige, was ich der Mannschaft heute vorwerfen kann, ist die Chancenverwertung“, sagte der neue Trainer Bernd Hollerbach.
Der Coach setzte im Angriff auch wegen fehlender Alternativen überraschend auf den erst 18-jährigen Tim Krohn. Hollerbach betonte, dass er die jungen Leute im Kader aber behutsam aufbauen und heranführen will. Aus diesem Grund soll auch noch ein Angreifer geholt werden, der den französischen Neuzugang und Elfmeterschützen Adrien Lebeau unterstützen soll.
Auffallend: Nach dem Ausgleich in der 70. Minute, der faktisch aus dem Nichts fiel, kam Hansa nicht mehr zurück. Und hatte Glück, das Spiel nicht verloren zu haben. Christian Kinsombi rettete kurz vor dem Ende auf der Linie.



