Fußball 3. Liga
: Erzgebirge Aue verliert doppelt – „hat uns das Genick gebrochen“

Erzgebirge Aue verliert in der 3. Liga gegen Arminia Bielefeld – und damit auch die Tabellenführung. Dynamo geht mit Rückenwind ins Derby gegen Hansa Rostock.
Von
Josephine Japke
Dresden
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Marvin Stefaniak von FC Erzgebirge Aue: ARCHIV - 17.08.2024, Sachsen, Aue: Fußball: DFB-Pokal, FC Erzgebirge Aue - Borussia Mönchengladbach, 1. Runde, Erzgebirgsstadion, Aues Marvin Stefaniak steht auf dem Feld. Aue verliert gegen Arminia Bielefeld - Stefaniak trifft. (zu dpa: «Aue kassiert erste Niederlage - Tabellenführung futsch») Foto: Robert Michael/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Marvin Stefaniak verwandelt gegen Arminia Bielefeld zwar einen Elfmeter – zum Sieg für Erzgebirge Aue reicht das nicht. Sein team verliert die Tabellenführung in der 3. Liga.

Robert Michael/dpa

War das ein gutes Omen für das nächste Ost-Derby in der 3. Fußball-Liga? Am Wochenende empfängt Dynamo Dresden den FC Hansa Rostock im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Und während die Sachsen mit einem Sieg im Rücken und der Tabellenführung in die Partie gehen, muss das Team von der Ostsee zusehen, schleunigst aus dem Tabellenkeller rauszukommen.

Halbwegs egal ist das Erzgebirge Aue: Nach vier Siegen in Folge muss sich das Team um Trainer Pavel Dotchev am vorigen Wochenende Arminia Bielefeld geschlagen geben. Die Erzgebirgler sind zwar punktgleich mit Tabellenführer Dresden, müssen aber mit Platz 2 erst einmal vorliebnehmen. Hier ist die Zusammenfassung mit Blick auf Hansa Rostock, Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden.

Zwei Standards von Arminia Bielefeld bringen Aue aus dem Tritt

Eine gute erste Halbzeit hat Aue nicht gereicht, um den fünften Saisonsieg einzufahren und auch nicht, um die Tabellenführung zu verteidigen. Die 1:3-Heimpleite gegen Arminia Bielefeld war aber hausgemacht, weil man mit den eigenen Chancen in Halbzeit eins viel zu fahrlässig umging und den Gästen nach der Pause zwei Standard-Tore gestattete, bei denen nicht gut verteidigt wurde.

„Zwei Standards haben uns das Genick gebrochen“, sagte Aue-Trainer Pavel Dotchev. Nach der Halbzeitführung durch einen von Marvin Stefaniak verwandelten Foulelfmeter – das Foul geschah aber außerhalb des Sechzehnmeter-Raumes – drehten die Gäste auf. Stefano Russo verwandelte einen Freistoß direkt, bei dem in der Mauer wohl ein Spieler zu wenig stand, Mael Corboz köpfte nach Eckball unbedrängt gedankenschnell im Fünfmeterraum stehend ein. Tor Nummer drei war ein klassischer Konter von Marius Wörl.

„Wir hätten die Serie gern ausgebaut. Es ist schon bitter, dass die Niederlage im eigenen Wohnzimmer passiert, aber wir wussten auch, dass sie irgendwann kommt“, bemerkte Kapitän Martin Männel bei „MagentaSport“. Am kommenden Spieltag reist Aue zur SpVgg Unterhaching.

Dynamo Dresden siegt, Trainer Stamm übt dennoch Kritik

Dynamo Dresden gewinnt vor allem dank Tony Menzel 3:2 beim TSV 1860 München und zieht am Erzrivalen Erzgebirge Aue in der Tabelle der 3. Liga vorbei. Zwei Tore schoss Menzel in München, rettete zudem kurz vor Schluss auf der Linie.

Der Trainer war dennoch leicht sauer – aber nicht auf Mittelfeldmann Menzel. „Wir haben das Spiel 92 Minuten im Griff, haben es auch in der ersten Halbzeit im Griff. Das schenken wir dann auch schon her“, monierte Thomas Stamm bei „MagentaSport“. „Sie waren gar nicht im Spiel, wir müssen höher führen. In Summe darf uns das nicht passieren, dass es zu solchen Situationen kommt. Da müssen wir die Standards besser verteidigen.“

Was er meint: Die Führung von Menzel wurde nur zehn Minuten später durch Tugay Deniz egalisiert. Und auch als Robin Meißner und Menzel nachlegten, kam keine Ruhe rein. Im Gegenteil: 1860 gelang durch Julian Guttau der Anschluss und es wurde unnötig spannend. „Da dürfen wir nicht zwei Tore kassieren, in so einem Spiel, in dem wir so viel Kontrolle haben, so viele Chancen haben und auch wenig zulassen“, sagte Stamm.

Hansa Rostock steckt im Tabellenkeller der 3. Liga fest

Bei Hansa Rostock steht weiterhin die Null. Allerdings bei den Siegen. Beim 1:1 gegen Waldhof Mannheim gelang Damian Roßbach immerhin spät der Ausgleich. An der Situation des Zweitliga-Absteigers, der nach fünf Spielen in der Abstiegszone steckt, ändert dies trotzdem wenig. „Man muss es ehrlich analysieren. Es ist einfach zu wenig. Gerade im dritten Heimspiel in Folge 1:1 zu spielen und dann ohne Sieg vor der Kulisse rauszugehen“, sagte Roßbach. Mannheim habe in der zweiten Halbzeit eine Aktion gereicht, und das „macht es in der 3. Liga einfach aus, dass du auf einmal hinten liegst“.

„Wir haben uns nicht belohnt, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Dann musst du am Ende froh sein, dass du noch einen Punkt holst“, meinte Hansa-Trainer Bernd Hollerbach. Leichter wird es für Rostock nicht. Am Samstag kommt es zum Ost-Duell bei Dynamo Dresden. (dpa)

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