LR+LR+Energie
: Fünf Geschichten aus Berlin

Gestern im letzten Training ballerten sich die Energie-Profis noch einmal die Füße heiß. Ohne Abwehr ließ Trainer Prasnikar die Offensive auf Torhüter Tremmel zustürmen. Der praktische Ansatz des Trainers: Selbstbewusstsein holen für das heutige
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Niederlage mit Trompeten: Als frische Bayern-München-Besieger reiste das Geyer-Team am 21. Oktober 2000 zum ersten Mal zum Bundesliga-Spiel nach Berlin. Vor dem Stadion spielte eine Cottbuser Kapelle, 10 000 Lausitzer Fans feierten eine fröhliche Party. Erst im Spiel verging den Rot-Weißen das Lachen. Trotz des frühen Führungstores von Antun „Pistolero“ Labak (20.) gab es eine 1:3-Pleite. Traumtor mit Knurreinlage: Dieses Tor hat sich Andrzej Kobylanski sicher eingerahmt: Nach einer Reghecampf-Flanke köpfte er am 19. August 2001 den Ball aus 13 Metern ins Netz. Das war das 2:1 für Energie, zuvor hatte schon Vragel da Silva getroffen. Und als Brasilia auch noch das dritte Tor machte, war es klar: Auswärtssieg! Doch Trainer Eduard Geyer war nicht sonderlich zufrieden. Er knurrte bloß: „Wer jetzt von Uefa-Cup spricht, hat keine Ahnung von Fußball.“ Gebhards schwarzer Tag: Wunderbar hatte Marco Gebhardt am 23. März 2003 die Hertha-Abwehr ausgetrickst. Sogar Keeper Kiraly hatte der Energie-Flügelmann umspielt. Jetzt musste er den Ball nur noch vor das leere Tor schieben. Dort warteten Robert Vagner und Marko Topic völlig frei. Doch Gebhardt flankte über die beiden Angreifer hinweg ins Nichts. Das wäre das sichere 2:0 nach 22 Minuten gewesen. Zuvor hatte Vagner getroffen (10.). Noch vor der Halbzeit fast eine Kopie der Szene: Wieder war Gebhardt durch. Wieder stand Vagner frei. Wieder kam der Ball nicht an. Bis zur 72. Minute hielt die Führung, dann machte Hertha noch drei Tore.