
Rudi Bommer: FCE-Trainer Bommer hofft in Köln auf ersten Auswärtssieg
Rudi Bommer kennt die Kölner Szene bestens: Neun Jahre lang hat er auf der anderen Seite des Rheins bei Fortuna Düsseldorf gespielt. Er weiß: „Das Kölner Publikum ist zwar sehr enthusiastisch. Allerdings kann es mit dem eigenen Team auch gnadenlos sein, wenn es merkt, dass es nicht läuft.“ Und derzeit läuft es überhaupt nicht bei den Kölnern. Der FC ist Vorletzter und der neue Trainer Holger Stanislawski muss der von Hysterie nicht abgeneigten Kölner Medienlandschaft den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte erklären.
Für Energie ist das eine echte Chance. Bommer erhofft sich von seinem Team, dass es die angeschlagenen Kölner ähnlich energisch bearbeitet wie in der Vorwoche den FC St. Pauli. Die erste Breitseite feuert er vor der Partie sogar selbst ab - wenngleich es nur eine versteckte Kampfansage ist. Er wünsche sich von seiner Mannschaft, so erklärte es Bommer beiläufig in einem Nebensatz, den ersten Auswärts-Dreier seiner Cottbuser Amtszeit.
Der Beinahe-Absteiger aus der Vorsaison will beim gefühlten Erstligisten gewinnen? Vor wenigen Wochen hätte das noch ziemlich anmaßend geklungen. Doch die Leistungen zum Saisonstart machen Hoffnung. Während die Kölner teils konzept- und harmlos agierten, ist bei Energie nun immer deutlich die Bommer'sche Handschrift zu erkennen.
Börner rückt für Roger nach
Die Defensive steht relativ sicher und in der Offensive ist der FCE so gut aufgestellt, dass immer ein Treffer möglich ist. Hinzu kommt: Die Brust der Spieler ist so breit wie schon lange nicht mehr in der Lausitz. Ivica Banovic bestätigt: „Wann soll man denn selbstbewusst sein, wenn nicht nach diesem Saisonstart?“
Allerdings warnt der Routinier: „Die große Kunst beim Fußball ist es, mit Siegen umzugehen. Man muss aufpassen, dass man sich nicht zu sehr lobt. Nach Niederlagen ist das anders: Da ist man total motiviert, das wieder umzudrehen.“
Deswegen erwartet Banovic die Kölner sehr engagiert: „Die werden laufen und kämpfen wie verrückt“, vermutet er. Trainer Bommer warnt sogar davor: „Die Kölner werden auf alles draufgehen, was sich bewegt. Darauf müssen wir uns einstellen.“
Ein Mann, der für dieses zu erwartende rustikale Spiel prädestiniert gewesen wäre, fehlt dem FC Energie ja nun: Der Brasilianer Roger wechselte am Mittwoch zum FC Ingolstadt. Für ihn rückt Julian Börner in den Kader. Jener Spieler also, dessen Saisonvorbereitung Bommer nicht gefallen hatte. Doch inzwischen lobt der Coach den neuen Ersatzmann für die Innenverteidigung. „Er hat sich stabilisiert, tritt im Training sehr konzentriert auf. Vielleicht gibt ihm der Abgang von Roger ja noch einen Schub.“
Das bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Ein Sieg beim Topfavoriten in Köln würde allemal der gesamten Mannschaft einen Schub versetzen.
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was der FCE-Profi dazu sagt:
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