
Alexander Bittroff: FCE-Debütant Bittroff fühlt sich „wie im Traum“, bleibt aber bescheiden
Später stand Bittroff dann zumindest den Zeitungen aber doch Rede und Antwort. So richtig fassen konnte er sein Glück immer noch nicht. „Es ist ein bisschen wie im Traum. Gleich im ersten Spiel das erste Tor und dazu noch einen Treffer vorbereitet so kann es weitergehen. Es hat großen Spaß gemacht“, betonte der Linksverteidiger. Kurz vor der Pause hatte Bittroff den Ball per Kopf zum wichtigen 2:1 ins Netz befördert. Nach dem Wechsel bereitete er mit einem Solo auch das 3:1 vor. Mindestens genauso wichtig: Gemeinsam mit dem ebenfalls erst 19-jährigen Nils Miatke, einem weiteren Debütanten, machte Bittroff die linke Seite gegen den schnellen Augsburger Neuzugang Marcel Ndjeng weitgehend dicht. „Alex hat seine physischen Stärken klasse ausgespielt. An ihm ist keiner vorbeigekommen“, lobte Manager Steffen Heidrich. Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz, der die beiden Talente ins Profiteam geholt hatte, freute sich „riesig“.
Bei so viel Lob sah sich Präsident Ulrich Lepsch prompt zu einer Vorsichtsmaßnahme aufgerufen. „Wir müssen dem Alex sagen, dass er auf dem Boden bleibt“, schmunzelte Lepsch. Bittroff hielt sich übrigens bescheiden an den Ratschlag. Er lehnte sämtliche TV-Interviews ab, denn: „Ich stehe nicht so gern im Mittelpunkt. Ich möchte mit Leistung überzeugen und nicht mit Worten.“ Frühestens „in einem halben Jahr“ will er vor die TV-Kameras treten. Wenn er weiter so stark spielt wie gegen Augsburg, dürften sich die Anfragen jedoch häufen.Eig. Ber./noc