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: FC Energie: Ist das wirklich schon der Tiefpunkt?

Für Energie-Kapitän Marc Andre Kruska war die bittere 0:2-Heimniederlage der Cottbuser am Sonntag gegen den SC Paderborn der „Tiefpunkt“. Doch ist sie das wirklich? Energie droht nun nämlich sogar, in den Tabellenkeller abzurutschen.
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Cottbus
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Beim Blick auf den Spielplan kann es den Energie-Fans durchaus schwindlig werden. Vor der Winterpause stehen für Cottbus noch die allesamt schwierigen Auswärtsspiele in Bochum, Berlin und Dresden an. Zudem gibt es noch zwei knifflige Heimpartien gegen Ingolstadt und Duisburg. In der aktuellen Verfassung dürfte der FCE in allen fünf Partien erhebliche Probleme bekommen.

Droht Energie also ab dem Winter ein nervenaufreibender Abstiegskampf? „Wir sprechen noch nicht von Abstiegskampf“, betont FCE-Präsident Ulrich Lepsch. Dass er allerdings überhaupt dieses heikle Wort in den Mund nehmen muss, zeigt, wie es um den Club steht. „18 Punkte sind nicht unser Anspruch“, wiederholt Lepsch das, was Trainer Claus-Dieter Wollitz schon vor dem Sonntagsspiel erklärt hat.

Tatsächlich hatte man den FCE besser als nur auf Rang 9 erwartet. Bei nicht wenigen Zweitliga-Trainern standen die Cottbuser sogar auf dem Aufstiegszettel. Doch dieses Thema ist abgehakt: „Nach oben geht nichts mehr, das ist ja wohl klar“, sagt Uwe Hünemeier. Und warnt: „Deshalb müssen wir nach unten schauen.“ Nein, Abstiegsangst sei das nicht, wiegelt der 25-Jährige ab, man müsse aber auf der Hut sein.

Beim FCE ist man vorsichtiger geworden. Einerseits, weil alle Teams im Tabellenkeller noch einmal angreifen könnten: Bochum hat sich berappelt, Karlsruhe hat in Trainer Andersen einen neuen Hoffnungsträger, Duisburg und Ingolstadt sind besser besetzt als es die Tabellenplätze aussagen, selbst Aachen punktet. Und andererseits, weil Energie in eine besorgniserregende Krise geschlittert ist. Aus den letzten neun Begegnungen haben die Cottbuser nur einen Sieg geholt – den späten 1:0-Erfolg beim FSV Frankfurt.

Zum Vergleich: In der Vorsaison war Energie mit 27 Punkten Vierter und hatte am 14. Spieltag gerade Erzgebirge Aue mit 6:0 aus dem Stadion der Freundschaft gefegt. Doch von solchen Schützenfesten sind die Cottbuser weit entfernt: „Wir haben aktuell nicht so viele Spieler, die selbstbewusst Torgefahr ausstrahlen“, erklärt Uwe Hünemeier. Eigentlich sei allein Dimitar Rangelov mit solch unerschütterlichem Selbstvertrauen gesegnet. Hünemeier glaubt: „Der Mitko könnte zehn schlechte Spiele machen und hätte trotzdem den Kopf oben.“

Doch nun ist die personifizierte breite Brust des FCE auch noch verletzt – am Oberschenkel. Am heutigen Dienstag hat der Bulgare einen MRT-Termin. Beim FCE hofft man, dass sich bei der Untersuchung die Diagnose Zerrung bestätigt und nicht doch noch ein Muskelfaserriss festgestellt wird. Allerdings tut man im Verein ohnehin gut daran, die Ursache für die Negativserie nicht allein im Verletzungspech zu suchen. So weist Präsident Lepsch darauf hin, dass die Startelf am Sonntag trotz aller Ausfälle eine namhafte Truppe gewesen sei „Sie bringt ihre Qualität allerdings nicht auf den Platz“, so Lepsch.

Das ist gefährlich, deswegen soll jetzt Plan B greifen: „Wenn wir vorn keine Tore schießen können, muss hinten wenigstens die Null stehen“, gibt Torhüter Thorsten Kirschbaum die Denkweise für die kommenden Wochen vor. Bis zur Winterpause müssen die Cottbuser den Laden halbwegs dicht bekommen, dann kann auch im Angriff nachgelegt werden. Weil die Rückkehr von Martin Fenin ungewiss ist, soll ein neuer Stürmer kommen. Ein Hoffnungsträger, der die Fans von den Schwindelgefühlen befreit und dafür sorgt, dass Kapitän Kruska Recht behält. Damit, dass dieses 0:2 tatsächlich der Tiefpunkt der Saison war.

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und muss 2000 Euro zahlen. www.lr-online.de/fcenergie