Erzgebirge Aue 3. Liga: Ärger wegen Weinhauer – so wurde er von Jena nach Aue gelotst

Strahlender Neuzugang: Erik Weinhauer im Shirt von Erzgebirge Aue. Dieses Foto sorgte für Verärgerung bei Carl Zeiss Jena.
Erzgebirge Aue/Dennis Hambeck- Erik Weinhauer wechselt von Carl Zeiss Jena zu Erzgebirge Aue in die 3. Liga.
- Jena ist verärgert über ein Foto von Weinhauer im Aue-Trikot.
- Weinhauer erzielte 16 Tore und 3 Vorlagen für Jena in der aktuellen Saison.
- Ablösesumme beträgt 40.000 bis 50.000 Euro; Wechsel wurde am Sonntag öffentlich.
- Nächstes Spiel von Aue gegen Energie Cottbus am Samstag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erzgebirge Aue und Sport-Geschäftsführer Matthias Heidrich dürfen sich über einen Transfer-Coup in der 3. Liga freuen: Mit Erik Weinhauer (24) von Carl Zeiss Jena wurde der Toptorjäger der Regionalliga Nordost ins Lößnitztal geholt. In der laufenden Saison hat er schon 16 Tore in 23 Partien für Jena erzielt. Dazu kommen drei Vorlagen von Weinhauer.
Ab der kommenden Saison will Erik Weinhauer seine Tore für Erzgebirge Aue schießen. „Nach den Gesprächen mit Matthias Heidrich und dem Trainer-Team war für mich klar, wohin mein Weg gehen wird. Ich habe in dieser Saison zwei Heimspiele live im Erzgebirgsstadion gesehen, war von der Atmosphäre sehr beeindruckt und bin jetzt schon gespannt, sie bald auch auf dem Platz zu erleben“, erklärt der in Quedlinburg geborene Stürmer.
In der Tat war der Vorort-Termin ein entscheidender Grund für den Wechsel von Weinhauer nach Aue. „Am Ende ging es auch ein Stück weit darum zu emotionalisieren“, betont Sport-Geschäftsführer Matthias Heidrich in „Doppelsechs – der Energie-Cottbus-Podcast der Lausitzer Rundschau. Immerhin waren noch weitere Drittligisten an einer Verpflichtung von Erik Weinhauer interessiert. Der Plan von Heidrich und Aue ging auf: „Es hat ihm wohl sehr gut gefallen bei uns. Außerdem tun wir gut dran, die Jungs direkt vor der Haustür auf dem Schirm zu haben und sie dann davon zu überzeugen, dass sie hier bei uns den nächsten Schritt in ihrer Karriere gehen können. Wir freuen uns, dass das geklappt hat.“
Dazu kam, dass Aue-Coach Jens Härtel den Torjäger bereits aus der gemeinsamen Zeit im Nachwuchs des 1. FC Magdeburg kennt. Weinhauer wurde in den Nachwuchsleistungszentren des FCM und von Eintracht Braunschweig ausgebildet.
Ablösesumme für Erik Weinhauer
Laut „Bild“ und „Ostthüringer Zeitung“ überweist Erzgebirge Aue zwischen 40.000 und 50.000 Euro für diesen Transfer an Carl Zeiss Jena. Der Torjäger hat in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel für die 3. Liga und diese fristgemäß aktiviert. Weinhauer war im Sommer 2024 ablösefrei von Erfurt nach Jena gewechselt.
Im am Donnerstag erscheinenden „Doppelsechs“-Podcast verrät Matthias Heidrich zudem, dass er Weinhauer schon lange im Visier hatte. „Wir kannten den Jungen schon, als er noch bei Rot-Weiß Erfurt gespielt hat. Wir hatten ein Freundschaftsspiel gegen Erfurt – da war er sehr auffällig. Seitdem ist er bei uns auf der Agenda. Man schaut dann sich dann natürlich genau an, wie sich die Jungs weiterentwickeln.“
Dass sich Erik Weinhauer am vergangenen Sonntag – also einen Tag nach der Niederlage von Carl Zeiss Jena im Landespokal beim ZFC Meuselwitz – im Shirt von Erzgebirge Aue ablichten ließ und seinen Wechsel öffentlich machte, kam in Jena überhaupt nicht gut an. „Ich bin überrascht, weil ich das weit weg von Professionalität halte“, erklärte Trainer Volkan Uluc gegenüber der „Ostthüringer Zeitung“. Es gehe dabei „nicht um den Wechsel, den ich dem Spieler gönne.“ Uluc vermisst jedoch „Sensibilität und Einfühlsamkeit nur einen Tag nach dem Pokal-Aus“.
Nach Angaben der „Ostthüringer Zeitung“ richtet sich die Kritik an den Berater von Weinhauer und uch die Verantwortlichen bei Erzgebirge Aue. Die Reaktion von Uluc: Am Dienstagabend beim Jenaer 2:1-Sieg im Nachholspiel gegen den VFC Plauen saß Torjäger Weinhauer erstmals in dieser Saison zunächst auf der Bank und wurde erst nach 60 Minuten eingewechselt.
Nächster Gegner für Erzgebirge Aue: Die Veilchen gastieren am Samstag bei Energie Cottbus. Anstoß im Leag Energie Stadion ist um 14 Uhr.


