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: Energies Party-Motto: Rot, weiß – geil!

Als Schiedsrichter Markus Merk im vorletzten Bundesliga-Spiel seiner Schiedsrichter-Karriere um 17.17 Uhr die Partie zwischen dem FC Energie Cottbus und dem HSV beendete, dröhnte ein Urschrei aus 22 746 Kehlen in den Cottbuser Himmel. Denn der
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Der kollektive Jubel auf dem Rasen und auf den Rängen, die Bier- und Sektduschen, von denen die Kollegen der RUNDSCHAU auch nicht verschont blieben, zeigten, wie sehr Spieler und Fans daran geglaubt haben, ein weiteres Wunder zu vollbringen. Mit einer Mannschaft ohne Stars wurde auch in Cottbus manchem Großen der Branche (FC Bayern, Schalke und Hamburg) das Fürchten gelehrt.
Und es gibt neben vielen anderen noch einen weiteren Grund zur Freude. Wie die RUNDSCHAU erfuhr, hat der Cottbuser „Vater des Erfolges“ , Cheftrainer Bojan Prasnikar, still und heimlich seinen ohnehin bis 2009 laufenden Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2010 verlängert.
Energie-Manager Steffen Heidrich bestätigte das. „Er hat für den Verein wirklich Großartiges geleistet und sehr gute Arbeit abgeliefert. Wir sind sehr froh, dass er über das ursprüngliche Vertragsende hinaus auch weiter bei uns bleibt“ , sagte Heidrich.
Prasnikar sprach nach dem Spiel vom „schönsten Tag in meinem Leben“ und fügte hinzu: „Wir hatten einige schwierigen Situationen in der Saison. Aber wir haben immer Ruhe bewahrt. Das ist vor allem ein Erfolg der Zusammenarbeit im Verein.“
Und der Slowene erzählte, was an Energie so Besonderes dran ist: „Glaube und Arbeit waren die Grundlagen für unseren Erfolg. Die Spieler haben in den vergangenen Monaten alles gezeigt, was sie können. Wir haben alles richtig gemacht. Wir haben am Ende sechs von neun Spielen gewonnen, fünf Heimspiele nacheinander. Das ist kein Glück, das ist etwas Besonderes.“
Der Spielfilm ist schnell erzählt: Energie musste ohne die drei gelbgesperrten Stammspieler Daniel Ziebig, Mario Cvitanovic und Stanislav Angelov antreten. Als Gegenmittel der zu erwartenden HSV-Offensive hatte Taktik-Fuchs Prasnikar ein wenig Abwehrbeton angerührt. Mit Erfolg, wie sich zeigte, denn HSV-Trainer Huub Stevens, in seinem vorletzten Spiel für die Hamburger, moserte nach der Partie: „Wir liefen immer durch die Mitte gegen die Wand.“
Der HSV war zwar optisch überlegen, aber meist an der Strafraumgrenze mit seinem Latein am Ende. Was dennoch durchkam, meisterte ein sicherer Gerhard Tremmel im Cottbuser Kasten.
Und die Cottbuser nutzten ihre wenigen Chancen eiskalt. Beim 1:0 knallte Stiven Rivic den Ball HSV-Torhüter Rost um die Ohren und beim 2:0 durch Dennis Sörensen „staubte“ der Däne bei Abstimmungsproblemen zwischen Atouba und HSV-Torhüter Rost ab.
Der Rest war rot-weiße Glückseligkeit. Auch Referee Markus Merk, der in 20 Jahren als Schiedsrichter eine Menge gesehen hatte, freute sich aufrichtig mit den Cottbusern. „Es ist schön, dass Cottbus in der Liga bleibt. Und zwei Episoden bleiben mir mit Energie in besonderer Erinnerung. Der 1:0-Sieg des FCE über Bayern München im Oktober 2000, den ich gepfiffen habe, und auch das heutige Spiel gegen den HSV wird mir im Gedächtnis bleiben.“
Doppelten Grund zum Feiern hatte Reha-Trainer Dirk Keller. Nicht nur, dass er just am Samstag seinen 45. Geburtstag feierte, nein, er hat auch erheblichen Anteil daran, dass die so lange verletzten Stammspieler Dimitar Rangelov und Mariusz Kukielka längst wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind.
Dass die Cottbuser Profis unter Bojan Prasnikar Kondition für mehr als 90 Minuten haben, zeigten sie in der „Verlängerung“ des Nachmittags, die im Cottbuser Lokal „Mosquito“ am Altmarkt stattfand. Fröhlichkeit, Ausgelassenheit, Glückseligkeit gemixt mit lautem Gesang und manchem Gläschen auf den Klassenerhalt prägten die Szene bis weit nach Mitternacht. Mario Cvitanovic, Dimitar Rangelov, Kristjan Ipsa und Steven Rivic zeigten auch ihr Talent beim Tanz auf den Tischen.
Zum Ausschlafen war aber auch genug Zeit für die FCE-Kicker, denn erst heute um 9.30 Uhr treffen sich die Cottbuser Helden wieder zum Training im Eliaspark, um sich auf die letzte Partie der Saison 2007/2008 am kommenden Samstag gegen Hannover 96 vorzubereiten.