Von Jan Lehmann

Zwei machbare Aufgaben und ein Kracher. Die Auslosung des brandenburgischen Pokal-Viertelfinals sorgt bei den Lausitzer Vertretern für unterschiedliche Gefühle. Besonders bei Brieske Senftenberg ist man angesichts des Duells mit dem SV Babelsberg zwiegespalten. Die ganz große Pokal-Euphorie wurde damit vorerst gedämpft.

Für Energie Cottbus hätte es indes schwierigere Auswärtsaufgaben als bei Oberligist FSV Luckenwalde geben können. Der FCE fährt mit positiven Erinnerungen ins Werner-Seelenbinder-Stadion – im April 2018 feierte Energie dort feucht-fröhlich die vorzeitige Regionalliga-Meisterschaft. Im Pokal gab es zuletzt 2017 ein Aufeinandertreffen – im Finale siegte Cottbus mit 2:0.

Ein Los nach Wunsch gab es auch für Brandenburgligist Grün-Weiß Lübben. Im Heimspiel gegen Ligarivale Preußen Eberswalde haben die Spreewälder alle Chancen, erstmals ins Halbfinale einzuziehen. Den Gegner kennen die Lübbener, vor drei Wochen verloren sie in Eberswalde mit 1:3. Trainer Vragel da Silva hatte betont, dass er sich entweder ein Duell mit seinem Ex-Club Energie oder eben ein Spiel auf Augenhöhe wünsche.

Der Brasilianer ist seit Juli Trainer in Lübben und steht mit seinem Team derzeit auf Rang drei. Der Coach sagt: „Das ist zwar nur eine Momentaufnahme, doch ich bin froh, dass die Mannschaft sich gut entwickelt.“ Er betont, dass die Arbeit im taktischen Bereich das Team voranbringe. „Ich sage meinen Spielern immer wieder, dass wir in dieser Liga vor allem durch eine gute Ordnung bestehen können.“

Das Viertelfinale im Pokal sei nun ein Highlight, so da Silva. Zuvor steht aber erst einmal das Liga-Topspiel am Samstag beim Tabellenführer RSV Eintracht Stahnsdorf an.

Beim Landesligisten FSV Brieske Senftenberg ist man indes nicht gerade vor Freude außer sich, obwohl dem Außenseiter mit Babelsberg 03 ein traditionsreicher Regionalligist zugelost wurde. Trainer Steffen Rietschel hadert: „Ich tue mich etwas schwer mit diesem Los. Ich hätte mir einen Brandenburgligisten gewünscht, gegen den unsere Chancen höher gewesen wären.“

Aus Vereinssicht solle man sich aber über diesen Gegner freuen, betont Rietschel, der auch Vize-Präsident beim FSV ist: „Das wird bestimmt ein tolles Erlebnis für unsere Spieler und unsere Zuschauer. Besonders die Älteren werden sich bestimmt an die Duelle mit Babelsberg in der DDR-Liga erinnern.“

Was auf Brieske, das am Samstag in der Landesliga den VfB Hohenleipisch empfängt, nun organisatorisch zukommt, müsse man abwarten, so Rietschel.  Er gehe zwar nicht davon aus, dass die Polizei die Partie als Hochsicherheitsspiel einstufe. Dennoch rechnet er mit etlichen Zuschauern aus Potsdam. „Wir haben da im Vorfeld sicher einiges zu tun“, so der Trainer der allerdings abschließt: „Und dennoch, die Vorfreude überwiegt.“

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