
Energie: Energie kassiert die nächste bittere Heimpleite
Die Cottbuser begannen druckvoll gegen die Hamburger, ohne allerdings wirkliche Gefahr auf das Tor von St. Pauli erzeugen zu können. Der Aufstiegsanwärter stand hinten bombensicher und machte bereits im Mittelfeld die Räume extrem eng. Energie kam kaum dazu, das eigene Kurzpassspiel aufzuziehen. Und wurde bereits in der 17. Minute für die eigene Passivität berstraft: Nach einer Ecke steht der Hamburger Ralph Gunesch am langen Pfosten ungedeckt und legt per Kopf in die Mitte ab, wo Sebastian Schachten aus drei Metern nur noch einnicken muss.
Wer jetzt auf ein Aufbäumen von Energie gewartet hat, wurde enttäuscht. Bei den Lausitzern wuchs von Minute zu Minute die Unsicherheit. Erst in der 31. Minute hat Rangelov-Ersatz Martin Fenin die erste klare FCE-Chance. Leonardo Bittencourt umkurvt auf Rechts Schachten, zieht in den Strafraum und legt scharf zurück auf Fenin. Der Tscheche schiebt die Kugel mit Rechts aber um Zentimeter am langen Pfosten vorbei ins Toraus.
Besser macht es auf der Gegenseite Max Kruse kurz vor dem Pausenpfiff: Fin Bartels spielt den Ball im richtigen Moment in die Schnittstelle der Abwehr, Kruse läuft in den 16er und zieht ganz trocken mit Links ab. Der Schuss schlägt im linken oberen Energie-Toreck zum 2:0 für St. Pauli ein.
Nach der Halbzeit drücken die Cottbuser kurz, Fenin kommt zwei Mal zum Schuss, aber Paulis-Keeper Philipp Tschauner muss nicht eingreifen. Den Cottbusern fehlen offensiv die Kreativität und Genauigkeit und der letzte Durchsetzungswille. Ähnlich sah es auch Trainer Claus-Dieter Wollitz nach der Partie: „Jede Schlüsselsituation aus unserer Sicht wird bestraft und es wird knallhart aufgedeckt, dass viele Spieler im Moment nicht überzeugt genug von sich sind. Nach dem 0:2 und mit den Problemen durch unsere Verletzten und fehlenden Spieler waren wir noch mehr verunsichert. In so einer Situation hat Energie im Moment nicht die Möglichkeiten, den Schlüssel zum Spiel wieder zu finden. Im Fußball gibt es nicht nur Sonnenschein: Gerade in dieser Phase müssen sich die Spieler zeigen, die höhere Ansprüche haben.Du darfst hinfallen, aber du musst auch wieder aufstehen, und das geht nur mit harter ehrlicher Arbeit.“
Wie man es besser macht, zeigten die Hamburger. Marius Ebbers ist in der Schlussphase zwei Mal eiskalt zur Stelle und nutzt die zunehmenden Unzulänglichkeiten in der FCE-Abwehr. Alexander Ludwig gelingt in der 81. Minute per Kopf nur noch Ergebniskosmetik für Energie. Paulis-Trainer Andre Schubert war entsprechend zufrieden nach dem Schlusspfiff: „Wir freuen uns sehr, dass wir die drei Punkte geholt haben. Der Sieg ist verdient. Das war wichtig nach dem Punktverlust gegen Aue. Wenn wir erstmal in Führung gehen, ist es nicht so einfach gegen uns.“
St. Pauli setzt sich mit dem siebten Sieg im zehnten Spiel in der Spitzengruppe der 2. Liga fest. Cottbus wartet dagegen seit fünf Partien auf einen Erfolg. Mit 21 Gegentreffern in zehn Spielen hat der FCE zurzeit die zweitmeisten Tore in der Liga bislang kassiert.
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