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: Energie holt Auswärtspunkt – aber was ist er wert?

Der FC Energie Cottbus hat gestern Abend mit dem 1:1 (0:0)-Remis im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC einen weiteren Punkt im Kampf um den Klassenerhalt geholt und liegt mit vier Punkten Vorsprung zur Abstiegszone weiterhin auf Rang 14. Was dieser
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Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zum 0:2 im Auswärtsspiel am Samstag bei Werder Bremen mussten sich die Lausitzer am Ende mit einem Remis begnügen. Sie haderten jedoch auch mit Schiedsrichter Günter Perl aus München. Nach der Cottbuser Führung durch Stiven Rivic in der 60. Minute gab er vor den 28 000 Zuschauern im Wildparkstadion einen sehr umstrittenen Freistoß für den KSC, aus dem der 1:1–Ausgleich resultierte. Torschütze war Stefan Buck (65.). Zudem verhängte Perl gleich drei umstrittene gelbe Karten gegen Stanislav Angelov, Daniel Ziebig und Mario Cvitanovic. Alle drei Spieler sind damit im letzten Heimspiel der Saison am Samstag gegen den Hamburger SV gesperrt.

Beim FCE war von der ersten Minute an das Bemühen zu spüren, in der Offensive deutlich couragierter aufzutreten als in Bremen, wo nach vorn kaum etwas zusammenlief. Michal Papadopulos rückte als einzige Spitze für Branko Jelic ins Team. Ursprünglich hatte Trainer Bojan Prasnikar auch einen Einsatz von Dimitar Rangelov in der Startformation erwogen. Der Torjäger saß jedoch zunächst als Joker auf der Bank, weil ihm nach seiner Zwangspause wegen einer Rückenverletzung noch die Wettkampfpraxis fehlt. Immer wieder wurden die Aktionen der Gastgeber früh gestört, so dass sich Karlsruhe zunächst sehr schwer tat. Erst nach etwa 20 Minuten kamen die Badener, die als Aufsteiger eine überaus starke Hinrunde gespielt haben und längst vor dem Abstieg gerettet sind, besser ins Spiel. Alexander Iashvili hatte in der 22. Minute die Führung für Karlsruhe auf dem Fuß. Seinen Schuss parierte jedoch Gerhard Tremmel wieder einmal in großer Manier.

Doch auch Energie spielte gefällig nach vorn und kam zu mehreren Möglichkeiten, bei denen allerdings die letzte Präzision im Abschluss fehlte, so dass der 0:0–Pausenstand dem Spielverlauf durchaus gerecht wurde.

Mit Beginn der 2. Halbzeit brachte Trainer Bojan Prasnikar wie angekündigt Dimitar Rangelov für den wirkungslosen Michal Papadopulos ins Spiel und signalisierte: Energie wollte hier mehr als nur einen Punkt. Zwölf Minuten nach seiner Einwechslung zeigte Rangelov zum ersten Mal seine Qualitäten. Nach einem tollen Pass von Rivic lief er allein auf KSC–Torhüter Markus Miller zu, schob den Ball aber um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Die Gäste übernahmen nun mehr und mehr die Spielkontrolle. Das 1:0 durch Rivic war deshalb völlig verdient, auch wenn sein Schuss durch KSC–Kapitän Mario Eggimann leicht abgefälscht wurde.
Danach wachte jedoch auch der KSC wieder auf und machte mächtig Druck. In der 62. Minute konnte Tremmel den Flachschuss von Christian Eichner noch abwehren. Beim 1:1 durch Stefan Buck war er dann jedoch machtlos. Kurz danach hatte Energie großes Glück, dass Sebastian Freis (74.) nur den Pfosten traf.

Heute Abend geht der Blick zu den Konkurrenten im Abstiegskampf. Arminia Bielefeld tritt beim neuen Deutschen Meister Bayern München an. Im direkten Duell der Kellerkinder stehen sich der 1. FC Nürnberg und der MSV Duisburg gegenüber.