Der neue Energie-Präsident Werner Fahle hat das Vorgehen des Vereins in der Personalie Marc Stein verteidigt. Der Kapitän hatte aus familiären Gründen um die sofortige Auflösung seines Vertrags gebeten und der Club hatte zugestimmt – obwohl derzeit acht verletzte Spieler fehlen. Kurz vorm Start der Punktspiele am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden ist der Stein-Abschied deshalb ein schwerer Schlag für den FCE im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga. Fahle beschreibt im Interview mit der Lausitzer RUNDSCHAU: „Ja, das ist eine schwierige Situation. Ich habe selbst lange mit Marc Stein gesprochen. Seine familiäre Situation war für mich ein bisschen schwierig zu verstehen. Ich kann mir das zwar ein stückweit vorstellen, aber ich war in meinem Berufsleben ebenfalls viel unterwegs. Dennoch: Wenn dir ein so verdienter Spieler rüberbringt, dass er nicht mehr voll zur Verfügung steht und die gewohnte Leistung bringen kann, weil er sich ausgebrannt fühlt – das Wort hat er nicht gesagt, aber ich habe das so interpretiert – dann kann man nur noch sagen: Okay, wie kommen wir jetzt vernünftig auseinander?“

Stein hat die Lausitz inzwischen in Richtung Stuttgart verlassen. Dort leben seine Frau und sein Sohn. In der Vereinsmitteilung hatte der 33-Jährige erklärt: „Es ist nicht einfach für mich, unsere Mannschaft und den Verein zu verlassen, doch manchmal gibt es wichtigere Dinge im Leben als den Fußball. Ich werde den Jungs und dem Verein in jedem Spiel die Daumen drücken und wünsche uns den Klassenerhalt, auch wenn ich nicht mehr aktiv dabei sein werde. Ich möchte mich bei allen in der Lausitz bedanken, besonders bei den treuen Energiefans und bitte darum, meinen Entschluss zu respektieren, aber ich muss auf mein Herz hören“

Im RUNDSCHAU-Interview spricht Fahle nun darüber, wie Stein ersetzt werden soll und berichtet auch über die zu erwartenden Neuzugänge in dieser Transferperiode sowie den schwierigen Abstiegskampf in der 3. Liga. Zudem nimmt der 66-Jährige, der seit dem 1. Januar im Amt ist, zum Verhältnis zum Hauptsponsor Sparkasse Spree-Neiße sowie den Genussscheinen von Ex-Präsident Michael Wahlich Stellung.

Das Interview gibt es in der Donnerstagausgabe der RUNDSCHAU sowie bei LR-Online.