Energie Cottbus: Ungewöhnliche Bitte um Spende – Fans können Geldstrafe abzahlen

Mit einem Platzsturm feierten die Fans von Energie Cottbus im Mai den Zweitliga-Aufstieg ihres Vereins in Regensburg. Nun können sie für die Begleichung der unter anderem deswegen verhängten Geldstrafe spenden.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Energie Cottbus bittet Fans um Spenden zur Begleichung einer DFB-Geldstrafe.
- Grund sind Platzsturm und Pyrotechnik beim Aufstiegsspiel in Regensburg am 16. Mai.
- Der DFB verhängte 59.750 Euro, davon entfallen 50.750 Euro auf Pyrotechnik.
- Spenden über den Onlineshop: Optionen mit 10, 15 oder 25 Euro – inklusive Postkarte.
- Ein Drittel früherer Strafen darf der Verein für Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen nutzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einem Platzsturm nach Abpfiff feierten die Fans von Energie Cottbus am 16. Mai bei Jahn Regensburg den Aufstieg ihres Vereins in die 2. Fußball-Bundesliga, zudem zündeten die Anhänger bei einer Choreografie vor dem Anpfiff und vereinzelt auch während der Partie Pyrotechnik. In der vergangenen Woche verurteilte der Deutsche Fußball Bund (DFB) den FCE zu einer Geldstrafe von 59.750 Euro.
Nun bietet der Verein seinen Fans an, sich mit einer Spende an den durch die Strafe entstandenen Kosten zu beteiligen. Unter dem Motto „gemeinsam aufsteigen, gemeinsam Einstehen“ bewirbt der Club auf seinen Socia Media-Kanälen die Möglichkeit zur Unterstützung. Bei drei verschiedenen Optionen können 10, 15 oder 25 Euro gespendet werden.
Abgewickelt wird die Aktion über den Onlineshop des FC Energie wie beim Kauf von Trikots oder Merchandising-Artikeln. Tatsächlich gibt es auch einen Fanartikel für die Spender. „Bei jedem Kauf wird eine exklusive Postkarte mit dem Motiv vom Aufstiegsspiel versandt“, verspricht der Verein.
Platzsturm macht nur kleinen Teil der Strafe aus
Insgesamt zählte der DFB bei der Partie in Regensburg den Einsatz von 145 pyrotechnischen Gegenständen, was mit 50.750 Euro für den Großteil der Geldstrafe verantwortlich ist. Der Platzsturm wurde hingegen nur mit 9.000 Euro geahndet. Diese niedrigere Strafe begründete der DFB in seinem Urteil damit, dass der Platzsturm „nicht in aggressiver Art und Weise“ geschehen sei und dabei auch keine Person verletzt wurde.
Insgesamt wurden gegen Energie Cottbus in der abgelaufenen Saison 124.150 Euro Geldstrafen verhängt, ein Drittel davon (41.250 Euro) darf der Verein für eigene sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen nutzen. Ligaübergreifender Spitzenreiter in der Strafentabelle ist Bundesligist Hamburger SV, der in der Saison 2025/26 zu insgesamt 1.256.400 Euro Strafen verurteilt wurde.
