Energie Cottbus: Timmy Thiele wendet sich mit emotionaler Botschaft an die Fans

Abschied: Timmy Thiele wendet sich via Social media noch einmal mit emotionalen Worten an die Fans von Energie Cottbus.
Steffen Beyer- Timmy Thiele verabschiedet sich per Instagram emotional von den Fans von Energie Cottbus.
- Er dankt für Unterstützung, erinnert an Kritik, Rückschläge und gemeinsame Erfolge.
- Sportlich prägte er Aufstieg und Drittliga-Saison mit Toren, später meist Joker.
- Sein Vertrag wurde nicht verlängert – er kritisiert die Art des Abschieds.
- An Trainer richtet er keinen Dank, schließt aber mit versöhnlichen Worten an die Fans.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Fans von Energie Cottbus machten ihn erst zum Thieledachs und dann schließlich zum Fußballgott: Mit seinen Leistungen beim FCE spielte sich Timmy Thiele trotz anfänglicher Kritik in die Herzen vieler Anhänger. Weil sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, hat sich der Torjäger zuletzt bereits nach dem Landespokalfinale gegen den VfB Krieschow (1:2) mit emotionalen Worten vom FC Energie verabschiedet.
Drei Tage später fasst der 34-Jährige in einem langen Beitrag auf Instagram noch einmal seine Gedanken, Emotionen und Erinnerungen zusammen. „Ich habe versucht, auf und neben dem Platz ein Leader zu sein – für Jung und Alt. Ein Vorbild, das vorangeht und alles gibt. Für das Team. Für den Verein. Für euch. Immer“, schreibt Thiele.
Der Routinier blickt zurück auf die Entscheidung, im Januar 2023 in die Lausitz zu wechseln. Zu der Zeit war Thieles Karriere ins Stocken geraten, der Mittelstürmer war erstmals in seiner Karriere vereinslos und ging den Schritt in die Regionalliga Nordost. „Ich wollte diesem Verein dabei helfen, die Region und alles drumherum wieder mit neuem Leben und Hoffnung zu entfachen“, erklärt er. „Denn das hier ist ein schlafender Riese – und das wusste ich vom ersten Tag an.“
Energie-Fans widmen Timmy Thiele Fußballgott-Rufe
Es folgten schwierige erste Monate mit nur zwei Toren in 16 Spielen. In der Folgesaison war Thiele aber mit zehn Toren und sieben Vorlagen wesentlicher Bestandteil der Aufstiegsmannschaft. In der darauffolgenden Drittliga-Saison 2024/25 spielte sich der Knipser wie der gesamte FC Energie in einen Rausch – 15 Tore und acht Vorlagen steuerte Thiele bei, darunter den historischen Viererpack gegen den 1. FC Saarbrücken. Lohn waren die „Fußballgott“-Rufe von der Nordwand, die fortan erklangen, sobald Thieles Name verlesen wurde.
Der Stürmer erinnert sich aber auch an die schwierigen Zeiten im FCE-Trikot. „Es gab nicht nur rosige Sonnentage. Es gab Rückschläge. Momente des Zweifels“, schreibt Thiele. Insbesondere seine bitteren Tränen nach dem im Sommer 2025 verpassten Zweitliga-Aufstieg dürften vielen Fans im Gedächtnis bleiben. „Aber jedes Mal habt IHR mich aufgefangen“, wendet sich Thiele an die Anhänger. „Mit eurer Liebe. Mit eurem Support. Und gemeinsam sind wir immer wieder aufgestanden.“
Auch seinen Teamkameraden dankt Thiele „von ganzem Herzen“ und schreibt weiter: „Wir haben gemeinsam mit euch Fans alles erreicht, was ich mir als Traum und Ziel gesetzt hatte. Ihr habt auf ewig einen Platz in meinem Herzen.“
Timmy Thiele übt Kritik an der Art seines Abschiedes
In der nun zurückliegenden Aufstiegssaison 2025/26 konnte Thiele nicht mehr an seine Form der beiden Vorjahre anknüpfen. Wegen einer Knieoperation nach seinem Familienurlaub im Sommer 2025 verpasste er die Vorbereitung und kam größtenteils nur noch als Joker zum Einsatz. Lediglich eine Torvorlage trug der Stürmer zum Cottbuser Aufstieg bei, ab dem 31. Spieltag stand er nicht einmal mehr im Kader.
„Dass dieses Kapitel nun so endet – ehrlich gesagt hatte ich mir das anders vorgestellt“, schreibt Thiele und kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. „Anderes war besprochen. Manches kommt im Leben aber anders, als man es plant. Und das muss man akzeptieren – auch wenn es schwerfällt.“ Weiter heißt es von ihm selbst: „Für mich hat es immer nur Energie Cottbus gegeben.“ Er habe sein Wort nie gebrochen und sei „immer ehrlich, aufrichtig, voller Demut und Respekt“ gewesen.
Das Verhältnis zwischen Thiele und Trainer Claus-Dieter Wollitz und der Vereinsführung soll sich in den vergangenen Monaten abgekühlt haben. In der Vorsaison hatte Wollitz dem in Wandlitz lebenden Familienvater immer wieder große Freiheiten gelassen, die der Stürmer damals mit starken Leistungen zurückzahlte. Einen Dank an den Trainer formuliert Thiele nun in seinem Abschiedsbeitrag nicht.
Trotz der von ihm geäußerten Kritik schließt Thiele das Statement mit versöhnlichen Worten. An die Fans gerichtet, schreibt er: „IHR seid dieser Verein. IHR seid diese Region. Und ich bin so unendlich dankbar für die Liebe, die ihr mir gegeben habt. Ich werde euch immer in meinem Herzen tragen. Danke. Ich werde euch vermissen.“


