Energie Cottbus Stadion
: FCE setzt auf Erfahrungen aus Dresden, Aue und Magdeburg

Energie Cottbus hat die Konzeptstudie zur Entwicklung des Leag Energie Stadions an eine Agentur aus Dresden vergeben. Die Experten haben schon Großprojekte realisiert.
Von
Jan Lehmann
Cottbus
Luft FCE Leag Stadion: Luftaufnahme vom 10. Mai 2026 
Blick auf das Leag Energie Stadion der Freundschaft
Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann hat am Sonnabend, 9. Mai 2026, dem FC Energie Cottbus die Landesförderung zur Modernisierung des LEAG Energie Stadions überbracht.
Mit dem Zuwendungsbescheid erhält der FC Energie Cottbus eine Förderung über 1,67 Millionen Euro und damit den größten Teil der zugesicherten zwei Millionen Euro Landesförderung. Mit dem weiterhin noch zur Verfügung stehenden Restbetrag kann der Verein flexibel auf weitere Modernisierungserfordernisse reagieren, die erst im Zuge des Lizenzierungsverfahren für die 2. Bundesliga deutlich werden sollten. Im Vordergrund der Förderung stehen die Modernisierungen der Flutlichtanlage, der Infrastruktur für die mediale Übertragung, Verbesserungen im Besucherbereich sowie der Umbau einer Sporthalle für den Trainingsbetrieb. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf knapp 2,1 Millionen Euro.

Eine Studie soll ein neues Konzept für das Leag Energie Stadion von Energie Cottbus bringen. Eine Agentur aus Dresden bringt dafür Erfahrungen von Großprojekten mit.

Michael Helbig
  • Energie Cottbus vergibt Machbarkeits- und Konzeptstudie zum Leag Energie Stadion an Logsol.
  • Die Agentur aus Dresden bringt Erfahrungen aus Dresden, Aue, Magdeburg und Berlin mit.
  • Studie ist ergebnisoffen – auch ein Stadionneubau an anderem Standort wird geprüft.
  • Stadt, Landkreis und Verein planen eine Betreibergesellschaft für nachhaltigen Betrieb.
  • Finanzierung der Studie aus Bundesmitteln, zuvor war von etwa 200.000 Euro die Rede.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie geht es weiter mit dem Leag Energie Stadion von Energie Cottbus? Nach dem großen Jubel über den sensationellen Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga hatte der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick weitere Schritte angekündigt. So soll gemeinsam mit dem Landkreis Spree-Neiße und dem FCE eine Betreibergesellschaft entwickelt werden, mit der nachhaltig das künftige Stadion bewirtschaftet werden kann.

Passend dazu hat der FC Energie zudem am Mittwoch mitgeteilt, dass die Vergabe der ergebnisoffenen Machbarkeits- und Konzeptstudie abgeschlossen sei. Den Zuschlag erhielt demnach die Logsol GmbH aus Dresden. Der FCE teilte dazu mit: „Besonders überzeugt hat Logsol durch die Kombination aus strategischer Infrastrukturkompetenz, stadionspezifischem Fachwissen sowie umfangreichen Referenzen im Bereich Sportstätten- und Großprojekte.“

Das Projektteam verfüge über Erfahrungen unter anderem aus der Realisierung des Heinz-Steyer-Stadions in Dresden, des Erzgebirgsstadions in Aue, der heutigen Avnet Arena in Magdeburg und des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks in Berlin sowie weiteren Stadion- und Machbarkeitsprojekten.

Neues Stadion an neuem Standort ist auch möglich

Präsident Sebastian Lemke verdeutlichte in der Pressemitteilung des Vereins: „Gerade die vergangenen Tage haben gezeigt, welche enorme Bedeutung das Leag Energie Stadion sportlich, gesellschaftlich und infrastrukturell für die gesamte Region besitzt. Durch die sportliche Entwicklung und die Themen rund um den Aufstieg sind die Anforderungen an den Standort nochmals deutlich gestiegen. Umso wichtiger ist es jetzt, eine professionelle, nachhaltige und langfristig tragfähige Entscheidungsgrundlage für die Zukunft des Stadions zu schaffen.“

Die Kosten für die Studie werden nicht benannt. Im Vorfeld war aber immer von einem niedrigen sechsstelligen Betrag um die 200.000 Euro die Rede. Der wird aus Bundesmitteln finanziert. Die Studie soll laut Ausschreibung ausdrücklich ergebnisoffen erfolgen und unterschiedliche Szenarien und Entwicklungsoptionen untersuchen. Ziel sei es, gemeinsam ein realistisches Zukunftsbild für das Leag Energie Stadion als multifunktionalen und kulturell nutzbaren Sport-, Veranstaltungs- und Begegnungsort im Rahmen des Strukturwandels in der Lausitz zu entwickeln, hieß es.

Ergebnisoffen heißt auch, dass auch ein möglicher Stadionneubau an einem anderen Standort erörtert werden soll. FCE-Präsident Lemke hatte erläutert: „Emotional hänge ich natürlich sehr an diesem Standort hier im Eliaspark. Aber wenn eine Studie sagt, dass langfristig eine andere Lösung besser wäre, dann muss man sich das zumindest ernsthaft anschauen und prüfen.“

Doppelsechs – der Energie-Cottbus-Podcast

Die Sportredaktion der Lausitzer Rundschau recherchiert viele Themen rund um den FC Energie Cottbus in der 3. Fußball-Liga. Einmal in der Woche gibt es alle wichtigen Nachrichten rund um den FCE nun auch zum Hören. Doppelsechs – der Energie-Cottbus-Podcast gibt es auf allen gängigen Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify oder Amazon Music.

Gemeinsam mit BosePark Productions verantworten die Sportredakteure Jan Lehmann und Frank Noack diesen Podcast, der mithilfe neuester KI-Möglichkeiten produziert wird. Dafür wurden die Stimmen der beiden Energie-Reporter synthetisiert. Aus den Recherchen der FCE-Experten und dem Tempo der künstlichen Intelligenz entsteht ein flottes Zusammenspiel, das so schnell auf die Audio-Spielfelder der Podcast-Welt gebracht werden kann.

Dieser Podcast ist zudem ein spannendes Experiment für unsere Redaktion, um weiter zu prüfen: Wie können Journalismus und KI gemeinsam in die Zukunft gehen. Fest steht jetzt schon: Bei Doppelsechs haben immer die Reporter das Sagen – die künstliche Stimme steht ihnen dabei hilfreich zur Seite.

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