Energie Cottbus: Sperre für Thiele – Schiri-Experte Rafati ist zwiegespalten

Timmy Thiele ist für das Spiel am Dienstag gegen Hannover 96 II gesperrt. Seine Gelbe Karte im Spiel beim 1. FC Saarbrücken bewertet Schiedsrichter-Experte Babak Rafati zweischneidig.
Frank Hammerschmidt- Timmy Thiele von Energie Cottbus ist für das Spiel gegen Hannover 96 II gesperrt.
- Schiri-Experte Babak Rafati bewertet die Gelbe Karte für Thiele als gerechtfertigt, aber zweischneidig.
- Thiele kritisiert, dass er nicht ausreichend vom Schiedsrichter geschützt wurde.
- Rafati stimmt der Entscheidung von Nicolas Winter zu und erklärt, warum keine Rote Karte für Saarbrückens Fahrner gegeben wurde.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wegen seiner fünften Gelben Karte kann Timmy Thiele dem FC Energie Cottbus am Dienstag (11. März) im Heimspiel gegen Hannover 96 II (19 Uhr) nicht helfen. Der FCE-Angreifer ärgerte sich sehr über die Verwarnung, die er in der Schlussphase des Auswärtsspiels beim 1. FC Saarbrücken kassiert hatte.
In einer Wutrede bei Magentasport hatte Thiele bekundet: „Versteht mich nicht falsch, deswegen haben wir das Spiel nicht verloren. Aber es sitzt einfach tief, wenn man für so eine Kacke hier eine Gelbe Karte kriegt und ich dadurch am Dienstag nicht für meine Mannschaft kämpfen kann.“ Gleichzeitig verwies er darauf, selbst nicht genügend von Schiedsrichter Nicolas Winter geschützt worden zu sein. „Wenn ich mir meine Schuhe angucke, meine Knöchel – ich bin wieder blutig, meine Schuhe sind kaputt. Ich werde kaputtgetreten, kriege nie ein Foul für mich gepfiffen, das finde ich einfach ein bisschen traurig.“
Zweischneidiges Urteil von Babak Rafati
Nun nahm Schiedsrichter-Experte Babak Rafati in seiner Kolumne bei Liga3-Online die strittige Szene in Augenschein und bewertet die Gelbe Karte als gerechtfertigt an. Thiele hatte in der 80. Minute ein Handspiel von Saarbrückens Joel Bichsel moniert und das beim Linienrichter gestikulierend reklamiert. Rafati schreibt dazu: „Bichsel dreht sich nur und hat den Arm in natürlicher Haltung am Körper, wenn auch angewinkelt, und bekommt den Ball aus kurzer Entfernung an den Arm. Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, kein Handspiel zu pfeifen.“
Und ist damit Gelb für Thiele gerechtfertigt? Rafati fällt ein zweischneidiges Urteil: „Thiele meckert offensichtlich beim Assistenten, dass dieser das Handspiel anzeigen soll. Die neue Regel, dass nur der Kapitän nachfragen darf, lässt dem Schiedsrichter wenig Spielraum, darüber hinweg zu gucken, sodass die gelbe Karte gegen Thiele regeltechnisch eine richtige Entscheidung ist. Was man davon hält, ist eine andere Frage.“
Bei einer weiteren Szene gibt Rafati ebenfalls Schiedsrichter Nicolas Winter recht. Ein heftiges Foul von Philip Fahrner an Axel Borgmann war in der 83. Minute mit Gelb geahndet worden – obwohl durchaus auch eine Rote Karte denkbar gewesen wäre. Rafati befindet aber: „Fahrner kommt mit gestrecktem Bein in den Zweikampf, trifft seinen Gegenspieler Borgmann zum Glück für beide nicht voll, sodass die gelbe Karte ausreicht. Man könnte womöglich argumentieren, dass die Gesundheit des Gegenspielers gefährdet wird, aber das tut es eben nicht.“

