Energie Cottbus
: Schock für Ex-Torhüter Georg Koch ‒ „ich werde sterben“

Georg Koch spielte in der Saison 2003/04 für Energie Cottbus. Jetzt ist der Ex-Torhüter schwer erkrankt und spricht über den Tod.
Von
Frank Noack
Cottbus
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Georg Koch am Boden: Der Ex-Torhüter spielte in der Saison 2003/04 für Energie Cottbus. Jetzt ist Koch schwer erkrankt und spricht über den Tod.

Georg Koch am Boden: Der Ex-Torhüter spielte in der Saison 2003/04 für Energie Cottbus. Jetzt ist Koch schwer erkrankt und spricht über den Tod.

Imago

Das ist ein Schock für Georg Koch! Der ehemalige Torwart von Energie Cottbus ist laut seiner Aussagen in einem Interview unheilbar an Krebs erkrankt. „Ich werde sterben. Aber wann mich der liebe Gott holen wird, hat er noch nicht entschieden“, sagte der 52-Jährige der „Bild am Sonntag“. Festgestellt worden sei „der ganze Mist bei einer Routine-Untersuchung. Mir ging es zuvor schon nicht so gut, und meine Blutwerte waren auffällig schlecht“, sagte der einstige Profi-Fußballer.

Georg Koch hatte während seiner Karriere bei Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, dem 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus und dem MSV Duisburg sowie im Ausland bei der PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb und Rapid Wien gespielt. Das FCE-Trikot trug in der Zweitliga-Saison 2003/04. Als Stammtorhüter absolvierte er in dieser Saison insgesamt 26 Spiele.

Koch präsentierte sich damals als meinungsstarker Keeper. Legendär ist beispielsweise sein Wortgefecht mit Trainer Eduard Geyer nach der 1:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld am 8. April 2004. Hintergrund für den Streit: Energie war in diesem Spiel schon auf der Siegerstraße. Nach dem 1:0 durch Zsolt Löw (72.) kassierte der FCE aber durch Zeljko Radovic (81.) und Isaac Boakye (90., Elfmeter) noch zweite späte Gegentore, an denen Koch zumindest nicht schuldlos war. In dieser Phase der Saison verspielte Cottbus als Tabellenführer den Aufstieg in die Bundesliga.

Georg Koch spricht über seine Krankheit

Im Interview berichtete Georg Koch nun offen über die Folgen seiner Krankheit. „Das ist schon bitter, wenn Du Dir durch die Haare gehst und plötzlich ein ganzes Büschel Haare in den Händen hältst“, sagte er. „Für Dinge, die Du früher in fünf Sekunden erledigt hast, brauche ich inzwischen eine halbe Minute. Aber ich muss mich ja mit der Krankheit arrangieren. Jammern bringt nichts und war noch nie mein Ding!“

Es gebe zwar „diese Phasen“, in denen er sich frage, warum es ihn erwischt habe. „Aber wenn man mal selbst auf einer Krebsstation gewesen ist und man sieht, wie viel Elend es gibt und dass es auch kleine Kinder trifft und junge Menschen, dann kann ich das auch anders einordnen und zu dem Entschluss kommen: Ich hatte ein tolles Leben!“, sagte Koch, der angab, sich „aktuell mit Medikamenten aus den USA“ behandeln zu lassen: „Ich konnte das Elend auf den Krebsstationen einfach nicht mehr ertragen, das hat mich fertig gemacht.“

Zuletzt hatte Koch im Fußball als Torwart–Trainer sowie später als Teammanager bei Viktoria Köln gearbeitet. Im vergangenen Jahr hatte der Club mitgeteilt, dass sich Koch aus privaten Gründen zurückziehe.