Energie Cottbus: Schiri-Experte Rafati sieht zwei Fehlentscheidungen gegen Aue

Schiedsrichter Lars Erbst leitete das Derby zwischen Energie Cottbus und Erzgebirge Aue am 30. Spieltag der 3. Liga.
Frank Hammerschmidt- Schiri-Experte Babak Rafati kritisiert zwei Fehlentscheidungen im Spiel Energie Cottbus gegen Erzgebirge Aue.
- Der Elfmeterpfiff in der 88. Minute sei ungerechtfertigt, da kein Foul vorlag.
- Rafati kritisiert auch, dass Slamar für ein hohes Bein gegen Tashchy keine gelbe Karte erhielt.
- Aues Trainer Jens Härtel bezeichnete die Entscheidungen als „schmutzig“.
- Rafati kommentiert regelmäßig für Liga3-Online.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der umstrittene Elfmeter, der Energie Cottbus den 1:0-Sieg im Derby gegen Erzgebirge Aue brachte, sorgte für heftige Diskussionen. Nun beschäftigt sich auch Schiedsrichter-Experte Babak Rafati mit der entscheidenden Szene in der 88. Spielminute.
In seiner Kolumne bei Liga3-Online erklärt der ehemalige Fifa-Referee, warum für ihn der Pfiff von Schiedsrichter Lars Erbst eine Fehlentscheidung war. Tolcay Cigerci war nach einem Zweikampf mit Aues Linus Rosenlöcher zu Boden gegangen. Referee Erbst, der unweit des Strafraums direkten Blick auf die Szene hatte, zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt.
Rafati aber meint: „Der Verteidiger ist eher am Ball und spielt das Spielgerät, Cigerci geht dennoch zu Boden. Dabei liegt aber keinesfalls ein Foulspiel vor.“ Der 54-Jährige, der aktuell in der Baller League als Unparteiischer aktiv ist, fügte an: „Ein mögliches Argument, dass nachdem der Ball gespielt wurde, noch ein Fußtreffer erfolgt sein könnte, mag zutreffen, aber das ist nicht mehr relevant. Da entscheidend der Ball gespielt wurde und anschließend im natürlichen Bewegungsablauf auch ein Treffer zustande kommen kann, ist ein natürlicher Teil des Fußballsports und somit regelkonform.“
Energie Cottbus gegen Erzgebirge Aue: Spiel-Highlights im Video
Babak Rafati kritisiert Entscheidung beim Foul von Slamar
Aues Trainer Jens Härtel hatte die Entscheidung als „schmutzig“ bewertet. Der gefoulte Tolcay Cigerci indes verwandelte den Ball nervenstark vor der Nordwand.
Der Elfmeterpfiff war laut Rafati am Samstag nicht der einzige Fehler von Schiedsrichter Erbst, von dem Energie Cottbus profitierte. In der ersten Halbzeit hatte Dennis Slamar den Auer Stürmer Boris Tashchy mit hohem Bein am Oberkörper getroffen. Erbst hatte es bei einer Ermahnung belassen. Rafati erinnerte daran: „Auch, wenn die Aktion zum Ball gerichtet ist und zuerst das Spielgerät gespielt wird, liegt ein rücksichtsloser Einsatz vor, sodass es in dieser Aktion die gelbe Karte hätte geben müssen.“
Glück für Energie Cottbus, zumal Dennis Slamar einer von drei Spielern ist, die aktuell mit vier Gelben Karten vorbelastet sind. Tolcay Cigerci und Phil Halbauer geht es ebenfalls so. Eine weitere Verwarnung bedeutet für sie ein Spiel Sperre.
