Energie Cottbus: Rote Karte für Alemannia Aachen? Rafati sieht Fehlentscheidung

Laut Schiedsrichter-Experte Babak Rafati hätte Joel da Silva Kiala von Alemannia Aachen früh im Spiel gegen Energie Cottbus die Rote Karte sehen müssen.
Justin Derondeau/Eibner- Aachen schlägt Energie Cottbus 4:1 – erste Rückrunden-Niederlage für Cottbus.
- Zwei Eckball-Gegentore zerstörten Cottbuser Auswärtshoffnung auf schwerem Rasen.
- Rafati: Da Silva Kiala hätte in Minute 32 für Foul an Straudi Rot sehen müssen.
- Begründung: offener Fuß, Treffer oberhalb Knöchels – gelb sei Fehlentscheidung.
- Schiri Weisbach bekam „Kicker“-Note 3; Assistenten: Bandurski, Ventzke.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei widrigen Bedingungen auf dem schwer bespielbaren Rasen hat Energie Cottbus am Freitag bei Alemannia Aachen die erste Niederlage der Rückrunde der Saison 2025/26 in der 3. Liga kassiert. Nach der deutlichen 1:4-Pleite ärgerten sich die Cottbuser vor allem über die Gegentore. Zwei Eckbälle machten die Cottbuser Hoffnungen auf einen Auswärtssieg zunichte.
Schiedsrichter Eric Weisbach musste am Freitag am Aachener Tivoli eine intensive Partie im Griff behalten. Dabei zückte der Referee bereits früh im Spiel die ersten Karten. Allerdings: Eine Entscheidung wird im Nachgang vom ehemaligen Fifa-Schiedsrichter Babak Rafati als falsch bewertet.
In seiner Kolumne bei Liga3-Online.de macht Rafati deutlich, dass Weisbach den Aachener Joel da Silva Kiala für ein Foul an Simon Straudi bereits in der 32. Spielminute beim Stand von 0:0 hätte vom Platz stellen müssen.
Aachen gegen Energie Cottbus: Die Szene in der 32. Spielminute
Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Da Silva Kiala legt sich den Ball zu weit vor und will dann zum Ball grätschen, damit sein Gegenspieler Straudi den Ball nicht bekommt. Dabei springt er im vollen Lauf und mit offener Sohle in den Zweikampf und trifft Straudi klar oberhalb des Knöchels. Das ist ein brutaler Tritt und gefährdet die Gesundheit des Gegenspielers. In dieser Szene gibt es keine zwei Meinungen.“
Das Urteil von Babak Rafati: „Das ist eine rote Karte und somit liegt eine Fehlentscheidung vor, es nur bei der gelben Karte zu belassen. Aus der Position des Schiedsrichters kann dieser die Szene nicht sehen, weil ihm der foulende Spieler die Sicht versperrt.“
Die Erklärung von Babak Rafati: „Hier muss man mit Erfahrung agieren und ein paar Informationen einholen, bevor man eine Karte zeigt. Wie stark ist der gefoulte Spieler verletzt? Kann man einen Abdruck an einer Stelle erkennen? Wie reagieren die Spieler in unmittelbarer Nähe? Den Assistenten, der einen freien Blick auf die Szene hatte, fragen? Bei der Behandlung des verletzten Spielers zusehen, um die verletzte Stelle zu sehen usw. Das alles hätte geholfen, um zu einer richtigen Entscheidung zu kommen, auch wenn man die Szene nicht genau gesehen hat, was aber auch nicht möglich war. Der Schiedsrichter stand schon da, wo er üblicherweise stehen muss. Oft hilft es auch, wenn ein Spieler den Ball zu weit vorlegt, vorher ins Headset zu rufen, ,Alarm und Vorsicht', damit eben alle Teammitglieder höchste Konzentration walten lassen.“
Schiedsrichter Eric Weisbach aus Halle bekam vom Fachmagazin „Kicker“ für die Spielleitung die Note 3. Seine Assistenten waren Christian Bandurski (Schwermbeck) und Hannes Ventzke (Schwerin). Als vierter Offizieller war Felix Weller (Neunkirchen) im Einsatz.


