Energie Cottbus
: Platzverweis für Awortwie-Grant – so schätzt das Babak Rafati ein

Energie-Innenverteidiger Nyameke Awortwie-Grant sieht gegen den SC Verl die Gelb-Rote Karte. Für Schiri-Experte Babak Rafati eine korrekte Entscheidung.
Von
Peter Mertes
Verl
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v.l. Chilohem Onuoha (SC Verl, #27), Nyamekye Awortwie-Grant (FC Energie Cottbus, #23) 

GER, SC Verl vs. FC Energie Cottbus, Fussball, 3. Liga, 7. Spieltag, Spielzeit 2025/2026, 21.09.2025

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Foto: Eibner-Pressefoto/Jan Rollinger

Nyamekye Awortwie-Grant (r.) bestritt für Energie Cottbus gegen den SC Verl (Chilohem Onuoha, l.) viele Zweikämpfe. Nur einen führte der Innenverteidiger unfair mit einem Foul, das hatte allerdings schwerwiegende Folgen.

Eibner-Pressefoto/Jan Rollinger
  • Energie Cottbus verliert beim SC Verl 1:2, Awortwie-Grant erhält Gelb-Rot in der Schlussphase.
  • Das Foul stoppte einen Konter, war sein erstes Vergehen, doch er war bereits verwarnt.
  • Trainer Wollitz kritisiert fehlendes Fingerspitzengefühl, erkennt aber die Regelkonformität an.
  • Schiedsrichterexperte Rafati bestätigt die Gelb-Rote Karte als korrekte Entscheidung.
  • „Rabattierung“ der Gelben Karte war laut Rafati regeltechnisch nicht anwendbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es waren drei ganz bittere Minuten für Energie Cottbus beim Auswärtsspiel gegen den SC Verl (1:2). In der 79. und 81. Minute kassierten die Lausitzer die beiden Gegentore, unmittelbar nach ihrem Anstoß nach dem zweiten Gegentor verloren die Lausitzer dann den Ball und Innenverteidiger Nyamekye Awortwie-Grant unterband den Verler Konter mit einem Foulspiel.

Es war zwar sein erstes in der Partie, aber bedeutete gleich die Gelbe Karte. Und weil er knapp eine Viertelstunde zuvor für ein Ballwegschlagen bei einer Spielunterbrechung bereits Gelb gesehen hatte, zückte Schiedsrichter Wolfgang Haslberger die Gelb-Rote Karte. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hätte sich vom Unparteiischen Gnade vor Recht gewünscht und sagte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Der Innenverteidiger macht ein Foulspiel im ganzen Spiel. Er haut aber vorher den Ball weg, das sollte er nicht machen. Ich glaube, da kann man trotzdem ein bisschen Fingerspitzengefühl haben.“

Allerdings gestand der Cottbuser Coach auch ein: „Ich weiß, regeltechnisch wird es wahrscheinlich richtig sein. Dadurch, dass es auch für die Schiedsrichter immer nach Punkten geht, ist es wahrscheinlich nachvollziehbar, dass er so entscheiden musste.“

War die Entscheidung tatsächlich korrekt? Ja, sagt Schiedsrichterexperte Babak Rafati. Es gebe auch nicht die Möglichkeit einer sogenannten „Rabattierung“. Diese besagt, dass der Schiedsrichter auf eine Verwarnung verzichten kann, wenn trotz des Foulspiels ein Vorteil für die gegnerische Mannschaft entsteht. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter analysiert für das Internetportal Liga3-Online.de einmal pro Woche immer am Montag die strittigen Entscheidungen des zurückliegenden Wochenendes in der 3. Liga. Rafati (54) leitete insgesamt 84 Bundesliga-Partien und zahlreiche internationale Spiele.

Der Platzverweis für Nyameke Awortwie-Grant

Die Sicht von Babak Rafati auf die Szene: „Bei diesem Zweikampf laufen Arweiler und Awortwie-Grant zum Ball, und Arweiler ist früher am Spielgerät, sodass der Verteidiger zu spät kommt und in Kauf nimmt zu foulen, was er dann auch tut. Der Schiedsrichter lässt zunächst Vorteil laufen, und als er sieht, dass dieser doch nicht eintritt, pfeift er nach und zeigt dem bereits verwarnten Verteidiger die gelb-rote Karte.“

Das Urteil von Babak Rafati: „Das Vergehen ist gelbwürdig, sodass eine richtige Entscheidung vorliegt. Es gibt auch nicht die Möglichkeit die sogenannte ‚Rabattierung‘ anzuwenden, bei der regeltechnisch die gelbe Karte weggelassen wird, weil kein taktisches Foulspiel vorliegt.“

Video: Highlights von SC Verl – Energie Cottbus

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