Energie Cottbus: Piplicas Erben - dieser Aufstieg prägt eine neue Generation


Die Fans von Energie Cottbus feiern gemeinsam mit den Fans den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Sebastian Räppold / Matthias KochAufstiege gehören zu den prägendsten Erlebnissen im Leben eines Fußballfans. Genau wie Abstiege – nur eben viel schöner. Wer so einen Tag erlebt, vergisst ihn nicht mehr. Insofern hat Energie Cottbus mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga viele Menschen in der Lausitz sehr glücklich gemacht.
So viel kollektive Freude, so viele Freudentränen, so viel Gänsehaut wie am Samstag beim Sieg in Regensburg hat die Lausitz lange nicht mehr erlebt. Energie Cottbus wurde zum Herzschlag einer ganzen Region. Die Aufstiegsparty nach dem Spiel und der Empfang der Mannschaft einen Tag später vor der Stadthalle in Cottbus sind der Lohn für fünf Jahre harte Arbeit. Der Verein stand damals in der Regionalliga, also der 4. Liga, am wirtschaftlichen Abgrund. Heute gehört Energie Cottbus wieder zu den besten 36 Vereinen in Deutschland. Den größten Anteil daran haben Präsident Sebastian Lemke und Trainer Claus-Dieter Wollitz. Lemke sorgt für wirtschaftliche Stabilität, Wollitz für den sportlichen Erfolg.
Der erste Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2000 hat Energie Cottbus bundesweit bekannt gemacht und eine ganze Fan-Generation geprägt. Die Fans trugen damals die Namen ihrer Helden auf dem Trikot: Piplica, Miriuta, Irrgang. Viele von ihnen stehen heute noch im Stadion. Vor allem aber haben sie diese Leidenschaft an die nächste Generation weitergegeben.
Heute tragen junge Fans die Namen der Cigerci-Brüder oder von Borgmann auf dem Rücken. Sie haben nun ihren eigenen Aufstiegshelden, ihre eigenen Bilder für die Ewigkeit. Genau darin liegt die große Kraft dieses Moments. Energie Cottbus hat mit der Rückkehr in die 2. Bundesliga die Chance, wieder prägend zu werden – für eine neue Generation und für eine ganze Region. Im Idealfall kann dieser Aufstieg der Anfang einer neuen Ära sein.
