Energie Cottbus: Pelivan mit Eigentor erneut für das Kacktor des Monats nominiert

Ballsicher: Dominik Pelivan spielt bei Energie Cottbus eine starke Saison. Mit einem kuriosen Eigentor ist er jetzt aber für das Kacktor des Monats nominiert.
Steffen BeyerIm August 2024 hatten sich die Spieler von Energie Cottbus einige Mühe gegeben, für das Tor des Monats in der ARD-Sportschau nominiert zu werden. Doch ob Tolcay Cigerci mit seinem 40 Meter-Heber gegen Dynamo Dresden, Axel Borgmann mit seinem Last-Minute-Kracher gegen Alemannia Aachen oder Henry Rorig mit seinem Freistoß gegen Werder Bremen – nominiert wurden sie alle nicht.
Dafür kommt Mittelfeldspieler Dominik Pelivan die zweifelhafte Ehre zu, quasi für das Gegenteil nominiert zu sein: Das Kacktor des Monats. Das wird jeden Monat in der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ gekürt, in der sich Moderator Arnd Zeigler mit allerlei Kuriositäten aus dem Fußball beschäftigt. Wie beim Tor des Monats werden auch hier fünf Tore nominiert. Diese sind allerdings nicht besonders schön, sondern besonders kurios anzusehen.
Energie Cottbus siegt trotz Pelivan-Eigentor
Pelivan hat sich mit seinem Eigentor im Landespokal gegen den SV Babelsberg (3:2) qualifiziert. Dabei wollte der Mittelfeldspieler einen Rückpass zu seinem Torwart Elias Bethke spielen, der sich allerdings neben dem Tor postiert hatte. Pelivan spielte genau aufs Tor, sodass der Ball über die Linie rollte. Für den FCE-Profi ist es die zweite Nominierung, nachdem es bereits im August 2023 sein Eigentor im DFB-Pokalspiel gegen den SC Paderborn in die Auswahl geschafft hatte.
Während der Treffer damals – Pelivan war vom eigenen Mitspieler angeschossen worden – der Auftakt zu einer 0:7-Niederlage war, blieb Pelivans Fauxpas dieses Mal ohne große Auswirkungen. Das Eigentor war zwar der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich in dem Zweitrundenspiel, nach 90 Minuten setzte sich Energie aber hochverdient durch.
Entsprechend erleichtert war der 28-Jährige und sagte nach der Partie: „Dafür haben wir dann zwei schnelle Tore gemacht und uns als Mannschaft zurückgekämpft.“ Auch persönlich hat der defensive Mittelfeldspieler den Treffer schnell abgeschüttelt, Pelivan spielt eine starke Saison und überzeugt normalerweise mit sicherem Passspiel.
Konkurrenz bekommt Pelivan aus der Regionalliga Nordost
Für den Rückpass in Babelsberg muss er sich jetzt aber noch einmal ironische Worte anhören. „Grundsätzlich freut man sich ja über einen mitspielenden und mitdenkenden Torwart. Hier übersieht der Cottbuser Mittelfeldspieler aber seinen sich kurz anbietenden Schnapper und so geht der Schuss im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los“, kommentiert Zeigler den Treffer.
Allerdings darf Pelivan hoffen, dass die augenzwinkernde Auszeichnung an ihm vorbeigeht, denn besonders von Regionalligist VFC Plauen kommt harte Konkurrenz. Dort hat Daniel Heinrich im Spiel gegen den BFC Dynamo ein Eigentor geschossen, für das er gar nichts konnte: Ein Mitspieler schoss ihm den Ball beim Klärungsversuch an die Schulter, von dort flog der Ball aus sechs Metern im hohen Bogen über den Torwart hinweg genau in den Winkel.
Abgestimmt werden kann per Mail an zeigler@wdr.de.


