Energie Cottbus: Nagelsmann holt Ex-Cottbuser Tim Kleindienst ins Nationalteam

Der Ex-Cottbuser Tim Kleindienst von Borussia Mönchengladbach steht ist für den Kader deutschen Nationalmannschaft. Kleindienst stammt aus Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming).
David Inderlied/dpaNach Maximilian Beier ist der nächste Ex-Spieler von Energie Cottbus in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft berufen worden. Das hatte sich tags zuvor schon angedeutet. Jetzt ist es offiziell. Bundestrainer Julian Nagelsmann reagiert auf die Verletzungen von Stammtorwart Marc-André ter Stegen und Torjäger Niclas Füllkrug mit den Nominierungen von Schlussmann Janis Blaswich von Red Bull Salzburg und Angreifer Tim Kleindienst.
Der 29 Jahre alte Gladbacher wird bei den anstehenden Nations-League-Spielen am 11. Oktober in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina und drei Tage darauf in München erstmals zum DFB-Kader gehören. Der zuletzt geschonte Abwehrchef Antonio Rüdiger und auch der in der vergangenen Saison von Verletzungen geplagte Münchner Angreifer Serge Gnabry kehren zurück.
Angreifer Tim Kleindienst war im Sommer vom 1. FC Heidenheim nach Mönchengladbach gewechselt. In bislang fünf Bundesligaspielen für seinen neuen Club erzielte er zwei Tore. In der vergangenen Spielzeit traf er für Heidenheim in der Liga zwölfmal. DFB-Mittelstürmer Niclas Füllkrug von West Ham United war zuletzt wegen einer Wadenverletzung ausgefallen.
Kleindienst habe „es sich verdient“, nominiert zu werden, äußerte Nagelsmann zum einzigen echten Neuling im Aufgebot. „Die Verletzung von Niclas Füllkrug ist eine gute Gelegenheit, Tim zu testen, er kann sich jetzt beweisen.“
Nächster Ex-Spieler von Energie Cottbus im DFB-Team
„Natürlich ist das ein Traum eines jeden Fußballers, der lebt auch bei mir weiter“, sagte Tim Kleindienst, der aus Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming) stammt, kürzlich der Rheinischen Post: „Das Einzige, was ich tun kann, ist Leistung zu bringen – so gut wie möglich. Und dann entscheidet der Bundestrainer, ob er mich in der Mannschaft haben möchte oder nicht.“ Der Traum hat sich nun erfüllt.
Tim Kleindienst hatte von 2008 bis 2015 bei Energie Cottbus im Nachwuchs sowie im damaligen Drittliga–Team gespielt. Seine Karriere hat der Angreifer bei Viktoria Jüterbog begonnen. Im Sommer 2008 wechselte er nach Cottbus und kam in der 7. Klasse an die Lausitzer Sportschule. Kürzlich besuchte Kleindienst seine ehemalige Schule und trug sich in die Ehrenchronik ein. Außerdem nahm er sich Zeit, um Fragen der Sportschüler zu beantworten.
Zur Saison 2015/16 war Tim Kleindienst von Energie Cottbus zum SC Freiburg gewechselt, damals noch in die 2. Liga. Energie Cottbus verdiente an seinem Karriere-Aufschwung indirekt mit: Als der groß gewachsene Stürmer im Jahr 2020 vom 1. FC Heidenheim zum belgischen Erstligisten KAA Gent wechselte, kassierte der FCE rund 100.000 Euro an Ausbildungsentschädigung. Nun gehört Tim Kleindienst zum Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft und folgt damit dem Ex-Cottbuser Maximilian Beyer. Der Stürmer von Borussia Dortmund kann bereits auf vier Einsätze im DFB-Team zurückblicken. (mit dpa, SID)


