Energie Cottbus: Krasse Fehlentscheidung gegen Essen? Schiri-Experte urteilt

Energie Cottbus gewinnt das Topspiel der 3. Liga. Hier feiert Erik Engelhardt (Mitte) sein Tor gemeinsam mit Axel Borgmann (links) und Nyamekye Awortwie-Grant. Essens Klaus Gjasula ist dagegen bedient.
Imago/Fotostand/Weiland- Energie Cottbus gewinnt in der 3. Liga 5:3 gegen Rot-Weiss Essen – Topspiel mit vielen strittigen Szenen.
- Schiri-Experte Babak Rafati sieht klares Handspiel von Awortwie-Grant und fordert Elfmeter plus Rot.
- Der gegebene Elfmeter für Cottbus zum 2:3 durch Tolcay Cigerci war laut Rafati korrekt.
- Vor dem 3:3 lag nach Rafati kein Foul vor, der Freistoß für Cottbus war daher falsch.
- Ellenbogentreffer von Ben Hüning gegen Can Moustfa: Rafati hätte erneut Elfmeter für Cottbus gegeben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Energie Cottbus feiert in der 3. Liga einen wichtigen 5:3-Sieg gegen Rot-Weiss Essen. Es war ein Topspiel mit vielen kniffligen Szenen für Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen im Allgäu.
Eine Szene, die zunächst im Stadion nicht groß auffiel: Energie-Innenverteidiger Nyamekye Awortwie-Grant bekam im Strafraum einen Ball an die Hand. Der Bundesliga-erfahrene Robert Hartmann ließ weiterlaufen und entschied nicht auf Elfmeter für Essen. Sichtbar wurde die Szene erst durch die TV-Bilder, die Hartmann wiederum nicht vorlagen.
Trotzdem eine Fehlentscheidung? Ja, sagt Schiedsrichterexperte Babak Rafati. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter analysiert für das Internetportal Liga3-Online.de einmal pro Woche immer am Montag die strittigen Entscheidungen des zurückliegenden Wochenendes in der 3. Liga. Rafati (55) leitete insgesamt 84 Bundesliga-Partien und zahlreiche internationale Spiele.
Babak Rafati über den möglichen Elfmeter gegen Energie Cottbus
Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Bei einem Schuss von Mizuta auf das Tor springt Awortwie-Grant leicht hoch und nimmt dann plötzlich den Arm heraus, sodass der Arm abgespreizt vom Körper ist. Damit blockt er das Spielgerät dann absichtlich. Somit liegt ein strafbares Handspiel vor. Dadurch, dass der Ball ins Tor gegangen wäre, liegt zudem eine Torverhinderung vor, sodass es obendrein eine Rote Karte gegen den Verteidiger hätte geben müssen.“
Das Urteil von Babak Rafati: „Eine Fehlentscheidung, dieses Vergehen ungeahndet zu lassen.“
Der Schiedsrichterexperte listet in seiner Analyse des Spiels zwischen Energie Cottbus und Rot-Weiss Essen noch weitere knifflige Szenen auf. Die wichtigste ist zweifellos der Elfmeter für Energie Cottbus, den Tolcay Cigerci zum 2:3-Anschlusstreffer verwandelte und damit das Spiel kippte. Der Elfmeter für den FCE sei korrekt, denn: „Beim ersten Zweikampf fädelt Moustfa selbst ein, sodass kein Foulspiel vorliegt. Anschließend läuft Engelhardt zum Ball. Dabei kommt Schultz angelaufen und will das Spielgerät aus der Gefahrenzone befördern, trifft allerdings nur seinem Gegenspieler Engelhardt von hinten in die Beine und bringt ihn dadurch zu Fall. Das ist ein Foulspiel und somit liegt eine richtige Entscheidung vor, einen Elfmeter zu geben.“
Falsch sei dagegen die Freistoß-Entscheidung vor dem 3:3 für Energie Cottbus gewesen. Beim Zweikampf zwischen Dickson Abiama (Essen) und Henry Rorig habe nach Ansicht von Rafati kein Foulspiel vorgelegen. Und noch eine Fehlentscheidung vermerkt er in seiner Analyse: Beim Ellenbogentreffer des Esseners Ben Hüning ins Gesicht von Can Moustfa hätte es Elfmeter für den FCE geben müssen.
Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen im Allgäu bekam vom Fachmagazin Kicker die Note 3,5 für seine Leistung in diesem Spiel. Seine Assistenten waren Eduard Beitinger (Bad Abbach) und Christian Dietz (Altdorf bei Nürnberg). Vierter Offizieller: Lennart Kernchen (Hannover).



Energie Cottbus:
Warum auch Trainer Wollitz den Erfolg genießen sollte
Energie Cottbus spielt um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Trotz des Höhenfluges ist die Laune von Claus-Dieter Wollitz im Keller. Sein Presse-Boykott ist ein Problem: für den FCE und für Wollitz.