Energie Cottbus: Konkurrenz um den Aufstieg nutzt FCE-Niederlage und feiert Siege

Hansa Rostock mit Torjäger Emil Holten jubelt gegen den MSV Duisburg über einen deutlichen Sieg in der 3. Liga und verkürzt den Rückstand auf Energie Cottbus. Das Aufstiegsrennen bleibt extrem eng.
IMAGO/Andy Buenning- Nach Cottbus’ 1:4 in Aachen siegen Essen, Osnabrück, Rostock; Aufstiegsrennen eng.
- Rostock – Duisburg 5:1: Holten (2 Tore, 1 Vorlage), Lebeau trifft per direkter Ecke.
- Essen – Aue 4:2: Müsel per Hacke, Hofmann aus 30 m; Aue weiter tief im Abstiegskampf.
- Osnabrück – Mannheim 4:1: Meißner Doppelpack; VfL mit bester Defensive der Liga.
- Tabelle: Osnabrück enteilt; Cottbus 2., Rostock 5. – drei Zähler zwischen beiden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach der 1:4-Niederlage von Energie Cottbus am Freitagabend gegen Alemannia Aachen, wollte am Tag darauf die Konkurrenz der Lausitzer im Aufstiegsrennen die erste FCE-Niederlage des Jahres 2026 ausnutzen. Mit Rot-Weiss Essen, dem VfL Osnabrück, Hansa Rostock und dem MSV Duisburg waren gleich mehrere Spitzenteams der 3. Liga gefordert – Rostock und Duisburg trafen sogar im direkten Duell aufeinander.
Die Konkurrenten rücken im Aufstiegsrennen immer enger beisammen, Energie Cottbus auf Platz 2 und Hansa Rostock auf Platz 5 trennen nur noch drei Zähler. Lediglich der Tabellenführer VfL Osnabrück ist bereits ein wenig enteilt.
In den spektakulären Partien der Aufstiegsaspiranten fallen am Sonnabend viele Tore, darunter sind einige denkwürdige. Gleichzeitig gibt es im Abstiegskampf schlechte Nachrichten für Erzgebirge Aue.
Hansa Rostock – MSV Duisburg 5:1 (4:1)
Das Spektakel im Duell der beiden Aufstiegskandidaten eröffnete Hansas Emil Holten mit seinem Führungstreffer nach nicht einmal 120 Sekunden. Adrien Lebeau erhöhte mit einer schnell ausgeführten und direkt (!) verwandelten Ecke auf 2:0 (21.). „Ich habe gesehen, dass der Torwart nicht bereit war“, erklärte der Torschütze nach Abpfiff bei Magentasport. „Ich muss den Ball nur Emil Holten auf den Kopf schießen und mal sehen, was passiert.“
Für Holten war die Hereingabe zu hoch, aber für den überraschten Keeper eben auch. Zwar verkürzten die Gäste nur wenige Sekunden nach dem überraschenden Treffer (22.), noch vor der Pause entschieden die Rostocker die Partie aber für sich: Benno Dietze versenkte eine Holten-Ablage (34.) und Holten selbst besorgte das 4:1 (43.).
Nach dem Abgang von Ryan Naderi zu den Glasgow Rangers hat sich Holten zum neuen Torjäger vom Dienst entwickelt: Zwei Tore und eine Vorlage im Spitzenspiel gegen Duisburg unterstreichen seine Bedeutung für Hansa. Insgesamt steht der Däne jetzt schon bei zehn Saisontoren – sieben davon in der Rückrunde. In der zweiten Hälfte sorgte der eingewechselte Cedric Harenbrock auf Vorlage des ebenfalls eingewechselten David Konsombi für den 5:1-Endstand (75.).
Durch den Kantersieg, den die Rostocker Fans schon während der Partie mit einer La Ola-Welle feierten, rückt Hansa bis auf drei Punkte an Energie Cottbus heran und hat das um neun Tore bessere Torverhältnis in der Hinterhand. „Jetzt ist wichtig, dass wir im Flow bleiben und dann schauen wir mal, was passiert“, fasste Trainer Daniel Brinkmann zusammen.
Rot-Weiss Essen – Erzgebirge Aue 4:2 (3:1)
Spektakuläre Tore gab es auch in Essen zu bewundern! Torben Müsel per Hacke (28.) und Jannik Hofmann mit einem fulminanten Strahl aus 30 Metern (33.) brachten RWE gegen den Abstiegskandidaten aus dem Erzgebirge in Führung, Marek Janssen schien mit dem 3:0 schon vor der Pause alles klar zu machen (37.). Aus dem Weg zu einem deutlichen Heimsieg an der Hafenstraße wurde aber noch eine ganz schön heikle Angelegenheit.
Die Sachsen kämpften sich durch Jannic Ehlers (45.+2) und Marcel Bär (61.) zurück. Julian Günther-Schmidt verpasste den 3:3-Ausgleich dann nur um Millimeter und traf den Pfosten (73.). Erst Kaito Mizuta erlöste die zitternden Essener mit seinem Treffer zum 4:2 (82.). Essen springt mit den drei Punkten auf Rang drei und bis auf einen Punkt an Energie Cottbus heran. Aue hingegen scheint bereits für die Regionalliga Nordost planen zu können: Neun Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand aufs rettende Ufer schon neun Punkte.
VfL Osnabrück – Waldhof Mannheim 4:1 (1:0)
Die beste Defensive der 3. Liga zeigt sich weiter stabil: Der VfL Osnabrück stellt zwar auch nach dem souveränen 4:1-Heimsieg gegen Waldhof Mannheim weiterhin eine der schwächsten Offensiven im Aufstiegsrennen, mit nur 26 kassierten Toren aber mit Abstand die beste Defensive der gesamten Liga. Lohn sind fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Energie Cottbus, sechs auf den Relegationsplatz (Rot-Weiss Essen) und sieben auf einen Nichtaufstiegsplatz.
Gegen Mannheim machte Robin Meißner, Leihspieler von Dynamo Dresden, in der zweiten Hälfte mit einem Doppelpack (54./69.) den 17. Saisonsieg perfekt, nachdem David Kopacz die Mannschaft an der Bremer Brücke früh in Führung geschossen hatte (12.). Robin Fabinski besorgte das vierte Osnabrücker Tor (84.), ehe Felix Lohkemper dem VfL noch eines der seltenen Gegentore zufügte (90.+4).



