Energie Cottbus: Kein Training beim FCE - Brooks wechselt zur VSG Altglienicke

Transfer: Wegen Verletzungen kam John Anthony Brooks in den vergangenen beiden Jahren bei Hertha BSC kaum zum Einsatz. Der Innenverteidiger bleibt aber in Berlin und wechselt in die Regionalliga Nordost.
IMAGO/nordphoto GmbH/Engler- John Anthony Brooks wechselt in die Regionalliga Nordost zur VSG Altglienicke.
- Ein Probetraining bei Energie Cottbus findet nicht statt – der Wechsel steht fest.
- Der Innenverteidiger unterschreibt einen Zweijahresvertrag bis 2028 und bleibt in Berlin.
- Wegen Verletzungen spielte er zuletzt kaum für Hertha BSC, bringt aber große Erfahrung mit.
- Persönliche Verbindung zur VSG und der Wunsch, in Berlin zu bleiben, gaben den Ausschlag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dass Energie Cottbus einen weiteren Innenverteidiger sucht, ist kein Geheimnis. Dass Trainer Claus-Dieter Wollitz dem ehemaligen Bundesliga-Profi John Anthony Brooks ein Probetraining angeboten hat, ebenfalls nicht. Das hatte der Coach im Rahmen des Trainingsauftakts selbst mitgeteilt. Nun steht endgültig fest, dass daraus nichts wird, denn der 33-jährige Innenverteidiger wechselt zur VSG Altglienicke. Das gab der Nordost-Regionalligist einen Tag nach dem Testspiel gegen den FCE (1:1) bekannt.
Der Routinier unterschreibt bei der VSG einen Zweijahresvertrag bis 2028, teilt der Verein mit. Für den gebürtigen Berliner ist es eine Rückkehr in seine Heimatstadt, in der er für Hertha BSC in der Bundesliga und 2. Liga spielte. In den vergangenen beiden Jahren absolvierte er wegen Verletzungen aber nur einen einzigen Kurzeinsatz und wechselt ohne Spielpraxis zur VSG.
Angesichts der Erfahrung von 252 Bundesligaspielen und 45 Einsätzen für die A-Nationalmannschaft der USA kann der Transfer dennoch getrost als Coup für den Regionalligisten bezeichnet werden. Persönliche Beziehungen nach Altglienicke halfen dabei. „Durch seine enge Freundschaft mit unserem Teammanager Mauricio Marin begleitet er den Verein bereits seit Jahren“, erklärt der Verein in der Mitteilung zum Transfer. Aus dieser Verbindung sei der Wunsch entstanden, auch sportlich zusammenzuarbeiten.
Brooks wollte unbedingt in Berlin bleiben
„Wir haben für die Innenverteidigung ein klares Profil gesucht, und Jay erfüllt es: kopfballstark, zweikampfstark, gute Spieleröffnung, bewiesen auf höchstem Niveau“, erläutert Michael Steiner aus der sportlichen Leitung der VSG Altglienicke. Zudem betont er, dass nicht nur die sportliche Komponente eine Rolle gespielt habe: „Zugehörigkeit kann man sich bei uns nicht kaufen und nicht mitbringen, die verdient man sich. Jay war über Monate hier, hat Spiele gesehen, die Menschen kennengelernt, und wusste genau, was er will: in seiner Stadt bleiben, Teil von etwas Echtem sein, wieder mit Freude Fußball spielen.“
Ähnliches betont auch Sportchef Torsten Mattuschka, der sagt: „Ich habe in meiner Karriere gelernt: Die besten Transfers sind die, bei denen einer kommt, weil er hier sein will. Bei Jay ging es von der ersten Sekunde an nur um Fußball und um seine Stadt. Das spürst du sofort.“ Hinter Bundesligist Union Berlin und Zweitligist Hertha BSC ist die VSG Altglienicke zumindest tabellarisch die Nummer 3 in Berlin, die vergangene Saison beendete man auf Rang 6 der Regionalliga Nordost. Die Heimspiele trägt der Klub aber in Ermangelung eines viertligatauglichen Stadions in Fürstenwalde aus.
Dennoch war Brooks die Verbundenheit mit der Hauptstadt bei dem Wechsel wichtig. „Ich bin in Berlin geboren, hier hat für mich alles angefangen, und hier wollte ich bleiben“, wird der Innenverteidiger zitiert. Die letzte Zeit in seiner Karriere sei nicht einfach gewesen, aber daraus habe er gelernt, warum er Fußball spiele: „wegen der Freude am Spiel.“

