Der Aufschrei im Hause Bittencourt war riesengroß – und die Vorfreude ist es natürlich auch. Der FC Energie Cottbus trifft in der 1. Runde des DFB-Pokals auf Werder Bremen und damit auf Leonardo Bittencourt. Das FCE-Eigengewächs kehrt damit an seine frühere Wirkungsstätte im Stadion der Freundschaft zurück.

„Energie Cottbus ist unser Heimnatverein“

„Ganz ehrlich, wir haben alle laut gefeiert, als Energie Cottbus und Werder Bremen ausgelost worden sind. Wir haben die Auslosung mit der gesamten Familie vor dem Fernseher verfolgt“, berichtet Franklin Bittencourt. „Wir sind sehr glücklich über diese Auslosung. Energie Cottbus ist nach wie vor unser Heimatverein.“
Die Bittencourts prägten den FC Energie und haben gemeinsam mit Vragel da Silva eine brasilianische Ära in der Lausitz geprägt. Franklin Bittencourt gehört zu den Helden der Bundesliga-Zeit von Energie Cottbus. Im Jahr 2000 stieg der gebürtige Brasilianer mit dem FCE in die höchste deutsche Spielklasse auf. Leonardo Bittencourt erlebte diese Zeit als Teenager mit. Später trug er dann selbst das rot-weiße Trikot und machte unter Trainer Claus-Dieter Wollitz die ersten Schritte im Profi-Fußball.
Der heute 28 Jahre alte Offensivspieler wechselte 2012 vom FCE zu Borussia Dortmund. Seit der Saison 2019/20 spielt Leonardo Bittencourt bei Werder Bremen und stieg mit den Norddeutschen jetzt in die Bundesliga auf.

Für Leonardo Bittencourt ist das Spiel in der 1. DFB-Pokalrunde gleichzeitig das erste Duell mit seinem Ex-Verein Energie Cottbus. Gespielt wird am Wochenende, 29. Juli bis 1. August. „Das ist echt ein Highlight für mich. Ich habe jetzt schon Gänsehaut, wenn ich an die Rückkehr denke“, wird er auf der Vereinshomepage von Werder Bremen zitiert: „Da geht ein kleiner Traum in Erfüllung.“

Reise nach Cottbus mit der gesamten Familie

Aber wem drückt Vater Franklin Bittencourt dann die Daumen? Schon jetzt ist klar, dass die Familie mit vielen Freunden und Bekannten auf der Tribüne im Stadion der Freundschaft sitzen wird. „Ich glaube, wir werden rund 30 Karten brauchen“, schmunzelt der Brasilianer.
Lebensmittelpunkt der Familie ist inzwischen Köln. Doch die Reise zum Pokalspiel nach Cottbus haben alle schon fest eingeplant. „Ich bitte um Verständnis – aber wir werden natürlich Werder Bremen die Daumen drücken. In dem Fall geht die Familie vor“, kündigt Franklin Bittencourt an. „Dennoch werde ich auch mit dem halben Herz bei Energie Cottbus sein. Vor allem aber hoffe ich, dass wir alle ein echtes Fußballfest erleben.“

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