Energie Cottbus: Hohe Geldstrafe wegen Pyrotechnik ‒ weitere Bußgelder absehbar

Geldstrafe: Diese Aktion der FCE-Fans beim Auswärtsspiel gegen Chemie Leipzig kostet Energie Cottbus wieder viel Geld. Mit weiteren Strafen kann der Verein bereits jetzt rechnen, FCE-Präsident Sebastian Lemke appelliert an die Fans.
Gabor KriegDie Meldungen sind für Energie Cottbus zu einer unschönen Routine geworden: Erneut wird der Verein vom Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) zu einer Geldstrafe verurteilt, weil seine Fans Pyrotechnik abgebrannt haben.
Dieses Mal muss der Verein 17.160 Euro Strafe zahlen, weil beim Auswärtsspiel gegen Chemie Leipzig am 27. März im Gästeblock Pyrotechnik gezündet wurde und das Spiel für zwei Minuten unterbrochen werden musste. 5600 Euro davon können für „sicherheitsrelevante Maßnahmen“ genutzt werden.
Die Höhe der Strafe kommt auch dadurch zustande, dass es ein wiederholter Verstoß der Energie-Fans ist. „Vor diesem Hintergrund, dem sechsten Sportrechtsverstoß bis zum 26. Ligaspieltag, erachtet das Sportgericht die weitere Erhöhung der Strafe um 20 %, mithin um weitere 1.960,00 € für angemessen“, heißt es im NOFV-Sportgerichtsurteil.
Zudem sei es dem Gericht nicht ersichtlich, „dass der Verein selbst erforderliche präventive Maßnahmen im Hinblick auf die wiederholten Unsportlichkeiten“ ergriffen habe.
Energie Cottbus musste über 30.000 Euro zahlen
Durch die erneute Verurteilung summieren sich die Geldstrafen gegen den FCE in dieser Saison bislang auf 31.035 Euro, wie der Verein in einer Mitteilung auf seiner Homepage schreibt. Dabei seien die Vorkommnisse bei den Spielen in Zwickau, Jena und Babelsberg sowie dem Heimspiel gegen Greifswald noch nicht beinhaltet. „Diese Urteile werden diesen Betrag mit Gewissheit noch deutlich nach oben schrauben“, ist der Klub sicher. Zudem tritt der FCE am 32. Spieltag noch im Hochsicherheitsspiel beim BFC Dynamo an.
Entsprechend appelliert Präsident Sebastian Lemke an die Fans: „Verhaltet Euch vor und im Stadion so, dass es bei aller Emotionalität zu keinen Vorkommnissen mit Pyrotechnik oder Ausschreitungen und damit zu keinen Strafen für unseren Verein kommt. Das ist einfach zu viel!“ Man habe ein großes Ziel, auf das sich alle gemeinsam und ohne Nebengeräusche konzentrieren wollten.
„Jeder muss begreifen, dass diese fortwährenden Strafen den Verein so belasten, dass das Geld am Ende an notwendigen Stellen fehlen wird“, wird Lemke in der Vereinsmitteilung weiter zitiert und schließt sein Statement mit einem Dank für friedliche Fanunterstützung: „Wir alle hoffen auf Euer aktives Mittun und möchten uns bereits an dieser Stelle für eine friedliche und stimmgewaltige Unterstützung bedanken.“


