Energie Cottbus gegen Saarbrücken: Rot und Elfmeter – Schiri-Experte sieht Fehlentscheidungen

Viele umkämpfte Szenen beim 4:1-Sieg von Energie Cottbus gegen den 1. FC Saarbrücken. Hier behauptet sich FCE-Profi Maximilian Pronichev (links) im Duell mit 27 Joel Bichsel.
Steffen Beyer- Energie Cottbus besiegt 1. FC Saarbrücken 4:1.
- Schiri-Experte Babak Rafati sieht Fehlentscheidungen.
- Saarbrücken hätte Elfmeter und Cottbus Rotkarte bekommen sollen.
- Auch Pronichev hätte einen Elfmeter erhalten sollen.
- Trainer Wollitz bleibt trotz Sieg bescheiden und demütig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wäre das Heimspiel von Energie Cottbus am Samstag gegen den 1. FC Saarbrücken anders verlaufen, wenn die Gäste früh im Spiel einen Elfmeter zugesprochen bekommen hätten – und der FCE die Partie in Unterzahl hätte weiterspielen müssen? Diese Frage zu beantworten, fällt im Nachhinein schwer. Der fulminante Auftritt der Cottbuser mit dem Viererpack von Angreifer Timmy Thiele wirkt immer noch nach. Aktuell ist die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz die Attraktion der Liga.
Allerdings: Die Cottbuser haben aktuell auch etwas das Glück des Tüchtigen. Die Szene in der 11. Minute, in der Saarbrückens Richard Neudecker im Cottbuser Strafraum gefallen war, hätte nämlich durchaus einen Elfmeter-Pfiff zur Folge haben können.
Schiedsrichter-Experte sieht rotwürdiges Foul von Slamar
Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Babak Rafati konstatiert in seiner Analyse bei Liga3-Online: „Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen und das Vergehen erst gar nicht zu ahnden.“ Der 54-Jährige begründet: „Im Zweikampf wird Neudecker von Gegenspieler Slamar klar am Trikot gehalten, sodass dieser in Rückenlage kommt und den Ball nur noch unkontrolliert schießen kann. Das ist ein Foulspiel, und es hätte aufgrunddessen einen Elfmeter geben müssen. Zudem ist das Foul nur gegnerorientiert und nicht ballorientiert.“
Er fügt zudem an: „Und da Neudecker eine sehr gute Torchance hat, die beiden weiteren Verteidiger nicht mehr entscheidend eingreifen können und Neudecker nur noch den Torwart vor sich hat, wäre regeltechnisch die rote Karte zwingend vorgeschrieben.“
Zweikampf von Pronichev war elfmeterreif
Das hätte der Partie durchaus einen anderen Verlauf geben können. FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte ohnehin zugegeben: „Ich habe ein enges Match gesehen, auch wenn es am Ende 4:1 ausgegangen ist. Wir sind glücklich über den Sieg. Aber wir bleiben bescheiden und demütig und wissen dieses Spiel genau einzuordnen.“
Schiedsrichter-Experte Rafati sah zudem auch noch eine weitere Elfmeter-würdige Szene – dieses Mal auf der anderen Seite: In der 53. Minute hatte sich Maximilian Pronichev nach wuchtigem Antritt auf der rechten Seite in den Saarbrücker Strafraum gekämpft. Er kam nach einem Zweikampf mit Richard Neudecker zu Fall. Schiri-Experte Rafati urteilt: „Im Laufduell im Strafraum trifft Neudecker mit seinem Schienbein seinen Gegenspieler Pronichev gegen die Wade und bringt ihn dadurch zu Fall. Das ist, auch wenn unbeabsichtigt, ein Foulspiel, und es hätte einen Elfmeter geben müssen. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen und das Vergehen ungeahndet zu lassen.“
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