Energie Cottbus gegen Köln
: So bewertet Experte Babak Rafati die drei Elfmeter

Am 16. Spieltag feierte Energie Cottbus einen 3:2-Sieg gegen Viktoria Köln. An allen drei Elfmetern war Moritz Hannemann beteiligt. So urteilt Babak Rafati.
Von
Brian Schmidt
Cottbus
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Fussball 3. Liga 2025/2026 FC Energie Cottbus - FC Viktoria Köln: 11 Moritz Hannemann (Energie Cottbus)

Moritz Hannemann (in rot) verschuldete einen Elfmeter gegen Viktoria Köln in der 3. Liga. Gleichzeitig holte er zwei Elfmeter für Energie Cottbus heraus und hatte damit großen Anteil am 3:2-Sieg.

Steffen Beyer
  • Energie Cottbus siegt 3:2 gegen Viktoria Köln – drei Elfmeter stehen im Fokus.
  • Schiedsrichter-Experte Babak Rafati bewertet die Strafraumszenen unterschiedlich.
  • Hannemann verursacht einen Elfmeter, holt zwei heraus – seine Aktionen prägen das Spiel.
  • Rafati: Zwei Elfmeter korrekt, der dritte (inkl. Rot für Köln) war eine Fehlentscheidung.
  • Trainer kritisieren fehlenden VAR in der 3. Liga – Fehler bleiben ohne Nachprüfung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der Partie zwischen Energie Cottbus und Viktoria Köln am vergangenen Wochenende ging es turbulent zu. Beide Teams lieferten sich ein umkämpftes Duell, das mit intensiven Zweikämpfen und mehreren strittigen Szenen im Strafraum versehen war.

Energie Cottbus sicherte sich am Ende einen wichtigen 3:2-Heimsieg, doch gleich mehrere Entscheidungen von Schiedsrichter Timon Schulz standen im Fokus. Besonders brisant: Gleich drei Strafraumsituationen wurden bewertet – und in allen spielte Energie-Profi Moritz Hannemann eine direkte Rolle.

Wie in jeder Woche nahm Schiedsrichter-Experte Babak Rafati die kritischen Szenen unter die Lupe und ordnete sie bei Liga3-online fachlich ein.

Elfmeter für Viktoria Köln nach Tritt auf den Fuß

In der 25. Minute kommt Kölns Simon Handle im Strafraum zu Fall. Der Unparteiische entscheidet sofort auf Elfmeter. Die Einschätzung von Babak Rafati: „Im Zweikampf steigt Hannemann zwar unbeabsichtigt auf den Fuß von Gegenspieler Handle, aber die Absicht ist beim Foulspiel irrelevant. Dieses sogenannte ‚Stempeln‘ ist ein Foulspiel – die Entscheidung, Elfmeter zu geben, ist korrekt.“

Foul von Keeper Dudu: Elfmeter und Gelb nach Notbremse

Wenig später unterläuft Kölns Torwart Dudu ein folgenschwerer Fehler: Nach einem Fehlpass von Mitspieler Meiko Sponsel will er per Grätsche retten, trifft jedoch nur Hannemann – erneut Strafstoß für Cottbus. Schulz zeigt Gelb.

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Babak Rafati bewertet die Szene so: „Dass ein Foulspiel von Keeper Dudu vorliegt, ist unumstritten. Es wird zwar eine klare Torchance vereitelt, also eine Notbremse. Da die Aktion aber ballorientiert ist und im Kampf um den Ball erfolgt, wird die Strafe von Rot auf Gelb reduziert. Die gelbe Karte ist deshalb eine richtige Entscheidung.“

Dritter Strafstoß: Cottbus bekommt Elfmeter und Köln sieht Rot

In der zweiten Hälfte kommt es erneut zu einer heiklen Situation. Moritz Hannemann geht im Strafraum gegen Florian Engelhardt zu Boden, Schulz entscheidet auf Elfmeter und zeigt dem Kölner Verteidiger Rot.

Rafatis Urteil fällt hier deutlich aus: „Die Laufwege kreuzen sich, es kommt zu einem Positionsgerangel. Engelhardt bearbeitet seinen Gegenspieler zwar, aber ein strafwürdiges Vergehen ist nicht zweifelsfrei auszumachen. Hannemann dreht sich zum Ball, tritt leicht in den Boden und verliert ein wenig die Bodenhaftung. Für mich liegt kein Foulspiel vor – die Entscheidung auf Strafstoß ist falsch. Die rote Karte unterstreicht, dass der Schiedsrichter ein Halten geahndet haben muss. Ein Fußtreffer wäre ballorientiert und hätte Gelb bedeutet. Aber wie gesagt: Für mich liegt gar kein Foul vor.“

Hannemann und die Trainer über die Elfmeter-Entscheidungen

Moritz Hannemann ordnete die turbulenten Szenen nach Abpfiff so ein: „Es ist viel passiert, vor allem für mich“, sagte der FCE-Profi. Beim ersten Elfmeter habe er seinen Gegenspieler wohl unglücklich am Fuß getroffen, „ärgerlich, aber nicht mit Absicht“. Kurz darauf holte er selbst den nächsten Strafstoß heraus – ein Moment, der Cottbus trotz des verschossenen Elfmeters im Spiel hielt. „Wir hatten extrem viele Rückschläge, aber jedes Mal eine Antwort.“ Auch an der dritten Szene war er beteiligt: Nach einem Zuspiel auf Cigerci spekulierte Hannemann auf einen möglichen Abpraller, „weil unser Torwarttrainer gesagt hat, dass man gegen den Keeper nachgehen muss“. In der Folge sei er gezogen worden, dennoch zum Abschluss gekommen. „Der Torwart hält überragend, aber weil es auch ein Foul war, kam die rote Karte und wir machen den Elfer – perfekt für uns.“

Auch die beiden Trainer äußerten sich zu den strittigen Entscheidungen. Viktoria-Coach Marian Wilhelm sprach von einer „spielentscheidenden Szene“, die man unterschiedlich auslegen könne, betonte aber, dass die Situation zugunsten seines Teams „nur in eine Richtung“ zu bewerten sei. Schiedsrichter Timon Schulz werde mit dieser Entscheidung „sicherlich nicht ganz glücklich“ sein. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz ordnete die Debatte grundsätzlich ein: Die 3. Liga werde „nicht mehr passend begleitet“, sagte er und verwies auf die fehlende Unterstützung durch den VAR. Fehler seien menschlich und kämen auch in der Bundesliga vor – dort habe man jedoch zumindest die Möglichkeit, kritische Szenen noch einmal zu überprüfen.

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