Energie Cottbus: Fehlentscheidung beim Sieg gegen Aachen? Schiri-Experte urteilt

Schiedsrichterexperte Babak Rafati urteilt: Hat Innenverteidiger King Manu von Energie Cottbus im Spiel gegen Alemania Aachen einen Elfmeter verursacht?
Steffen Beyer- Energie Cottbus gewinnt 3:2 gegen Alemannia Aachen – Schiedsrichterleistung stark diskutiert.
- Schiri Sager gab umstrittenen Elfmeter für Aachen – Experte Rafati sieht klare Fehlentscheidung.
- Rafati: Foul von Aachens Elekwa, Freistoß für Cottbus wäre korrekt gewesen.
- Zweiter Elfmeter für Cottbus laut Rafati regelkonform, Foul an Butler bestätigt.
- Aachens Bentley Bahn entging Gelb-Rot – Rafati hält Entscheidung für vertretbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Energie Cottbus gewann in der 3. Liga das Heimspiel gegen Alemannia Aachen mit 3:2 (1:2) gewonnen. Ende gut, alles gut für den FCE? Nicht ganz: Denn auch nach dem Schlusspfiff wurde über die Leistung von Schiedsrichter Yannick Sager aus Dortmund heftig diskutiert.
In der Kritik stand der Schiri vor allem wegen des Elfmeters für die Gäste aus Aachen. Dabei kam Emmanuel Elekwa im Zweikampf mit King Manu im Cottbuser Strafraum zu Fall – Sager entschied auf Elfmeter.
Eine Fehlentscheidung? Ja, sagt Schiedsrichterexperte Babak Rafati. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter analysiert für das Internetportal Liga3-Online.de einmal pro Woche immer am Montag die strittigen Entscheidungen des zurückliegenden Wochenendes in der 3. Liga. Rafati (55) leitete insgesamt 84 Bundesliga-Partien und zahlreiche internationale Spiele.
Babak Rafati über den Elfmeter für Aachen
Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Bei diesem Zweikampf kommen sowohl Elekwa als auch Manu ins Straucheln. Dabei hat der Verteidiger den Arm ein wenig auf der Schulter des Angreifers, was aber regelgerecht ist. Der Angreifer wiederum zieht entscheidend an der Hose des Verteidigers, was dazu führt, dass dieser aus der Balance kommt und zu Fall geht. Dabei geht der Angreifer auch zu Fall. Vielleicht gibt es dabei auch einen leichten Kontakt im Fußbereich mit dem Verteidiger, was aber kein Foulspiel darstellt. Das Foul geht von Elekwa aus, sodass in dieser Szene ein Stürmerfoul vorliegt. Es hätte somit anstatt einen Elfmeter einen Freistoß für Cottbus geben müssen“
Das Urteil von Babak Rafati: „Eine Fehlentscheidung, andersherum zu entscheiden und obendrein Manu die gelbe Karte zu zeigen.“
Der Schiedsrichterexperte listet in seiner Analyse des Spiels zwischen Energie Cottbus und Alemannia Aachen noch zwei weitere Szenen auf. Der Elfmeter für den FCE sei korrekt, denn: „Im Strafraum kommt es zu einem Zweikampf, bei dem Butler seinen Gegenspieler Strujic ausspielen will. Dabei trifft der Verteidiger dem Angreifer mit dem Fuß in die Beine und bringt ihn zu Fall. Das ist ein Foulspiel, sodass eine richtige Entscheidung vorliegt, diesen Elfmeter zu geben.“
Richtig entschieden hat der Schiri laut Rafati auch, indem er Aachens Bentley Baxter Bahn für sein Foul an Can Moustfa nicht Gelb-Rot gezeigt hat. Es liege zwar ein Foulspiel vor. Zum Zeitpunkt des Foulspiels ist nach Ansicht von Rafati unmittelbar daneben aber ein weiterer Verteidiger, der sofort da ist und klären kann – also keine Gelbe Karte.
Schiedsrichter Yannick Sager aus Dortmund bekam vom Fachmagazin Kicker die Note 4,5 für seine Leistung in diesem Spiel. Seine Assistenten waren Roy Dingler (Birkenfeld/Enzkreis) und Dominic Stock (Herzenbrock-Clarholz). Vierter Offizieller: Luis Riedel (Chemnitz).


