Energie Cottbus
: Fans protestieren gemeinsam mit Dresden und Babelsberg

Für die Reform des Aufstiegs zur 3. Liga ziehen rivalisierende Fanszenen von Energie Cottbus, Dynamo Dresden und SV Babelsberg an einem Strang. Es gibt erste Ergebnisse.
Von
Jan Lehmann
Cottbus
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Fussball 3. Liga 2024/2025 FC Energie Cottbus - FC Erzgebirge Aue: Spruchband der Energiefans: Meister müssen aufsteigen!

Die Fans von Energie Cottbus zeigten im Heimspiel in der 3. Liga gegen den FC Erzgebirge Aue das schon öfter verwendete Banner mit der Forderung „Meister müssen aufsteigen!“.

Steffen Beyer
  • Fans von Energie Cottbus, Dynamo Dresden und SV Babelsberg fordern gemeinsam den Aufstieg von Meistern in die 3. Liga.
  • Banner mit der Forderung „Meister müssen aufsteigen!“ bei Spielen in Cottbus, Dresden und anderen ostdeutschen Clubs.
  • Zwei Lösungsvorschläge für die Aufstiegsregelung werden diskutiert.
  • Unterstützung anderer Regionen notwendig, Antrag bis 9. September 2025.
  • Reform frühestens zur Saison 2026/27 möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Fans von Energie Cottbus machen gemeinsame Sache mit den Anhängern von Dynamo Dresden oder SV Babelsberg? Was angesichts der heftigen Rivalitäten zwischen Teilen dieser Fanszenen in einigen Situationen nur schwer vorstellbar ist, ist in einer Frage offenbar kein Problem: „Meister müssen aufsteigen!“ – dieses Banner zeigten am Wochenende nicht nur die Fans von Energie Cottbus auf der Nordwand beim Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue. Auch auf der Gegenseite im Gästeblock wurde ein entsprechendes Plakat hochgehalten.

Der gleiche Spruch war am Sonntag (30. März) dann auch beim Heimspiel von Dynamo Dresden gegen den SV Wehen Wiesbaden zu lesen. Weitere Fanlager von ostdeutschen Fußballclubs machten am Wochenende mit. Die Anhänger von SV Babelsberg (auswärts in Eilenburg), FC Rot-Weiß Erfurt (gegen den BFC Dynamo), sowie beide Lager beim Duell Hallescher FC gegen den FSV Zwickau protestierten in der Regionalliga Nordost mit der „Meister müssen aufsteigen!“-Forderung gegen die aktuelle Aufstiegsregelung zur 3. Liga.

In einer Arbeitsgruppe, in der auch Energie Cottbus beteiligt ist, gibt es nun erste Fortschritte. Nachdem sich 17 Klubs aus der Regionalliga Nordost im Februar für eine Aufstiegsreform zur 3. Liga eingesetzt hatten, sind zwei Lösungsvorschläge erarbeitet worden. Diese sollen zuerst mit Clubs aus anderen Staffeln besprochen werden, hieß es am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV).

NOFV ist zur Grenzverschiebung der Regionalliga bereit

Der Grundsatz „Meister müssen aufsteigen!“ steht im Fokus der geplanten Interessensgemeinschaft. NOFV-Präsident Hermann Winkler hatte die aktuelle Regelung als „ungerecht und wettbewerbsverzerrend“ bezeichnet. Daniel Meyer vom Halleschen FC erwähnte, dass eine Lösung die Regionalligen und die andere die 3. Liga betreffe. Eine Aufstockung der 3. Liga auf 22 Teams war jedoch bereits vom DFB abgelehnt worden. Um den Antrag auf dem DFB-Bundestag am 9. November 2025 durchzubringen, sei der Nordosten auf die Unterstützung von anderen Regionen angewiesen. Der NOFV sei bereit zu Kompromissen, um die Reform zu ermöglichen, einschließlich möglicher Grenzverschiebungen der Nordost-Staffel, hieß es.

Die Anhänger vom FC Erzgebirge Aue entrollten im Gästeblock in Cottbus ebenfalls ein Banner mit dieser Forderung für eine Reform der Aufstiegsregelung zur 3. Liga.

Die Anhänger vom FC Erzgebirge Aue entrollten im Gästeblock in Cottbus ebenfalls ein Banner mit dieser Forderung für eine Reform der Aufstiegsregelung zur 3. Liga.

Jan Lehmann

Chemnitz-Geschäftsführer Tommy Haeder betonte die Bedeutung der Nordost-Staffel. Bis zum 9. September 2025 muss der Antrag eingereicht werden. Haeder setzt auf Solidarität, aber der Westen und Norden hatten keinen Bedarf für Veränderungen signalisiert. Sollte keine Mehrheit gefunden werden, will die Interessensgemeinschaft rechtliche Schritte prüfen. Eine Umsetzung der Reform könnte frühestens zur Saison 2026/27 erfolgen.

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