Energie Cottbus
: Ervin Skela schwärmt von Piplica und Zigaretten in der Halbzeitpause

Ex-Profi Ervin Skela hat viele gute Erinnerungen an seine Zeit bei Energie Cottbus. Aber auch Union Berlin und sein damaliger Trainer Hans Meyer haben bleibenden Eindruck bei Skela hinterlassen.
Von
Frank Noack
Cottbus
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Bildnummer: 03082606  Datum: 19.08.2007  Copyright: imago/Contrast
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Ervin Skela (rechts) schwärmt von der Zeit bei Energie Cottbus und speziell von Torhüter Tomislav Piplica.

Imago
  • Ex-Profi Ervin Skela erinnert sich gern an seine Zeit bei Energie Cottbus (2007–2009).
  • Torhüter Tomislav Piplica beeindruckte Skela mit Fitness und Zigaretten in der Halbzeitpause.
  • Union Berlin und Trainer Hans Meyer prägten Skelas Karrierebeginn ab 1995.
  • Skela lobt den Teamzusammenhalt sowie Trainer Steffen Baumgart als Motivator in Cottbus.
  • Aktuell arbeitet Skela als Techniktrainer im Nachwuchsbereich von Eintracht Frankfurt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ervin Skela (49) hat in seiner langen Karriere als Fußballprofi viele spannende Dinge erlebt. An seine Zeit bei Energie Cottbus erinnert sich der gebürtige Albaner besonders gern. Skela spielte von 2007 bis 2009 beim FCE in der Bundesliga sowie in der 2. Liga.

„Neben der Zeit in Frankfurt blicke ich sehr gern auf die Zeit in Cottbus zurück. Was auch daran liegt, dass ich mit einem Haufen positiv verrückter Jungs zusammenspielen durfte. Es gab keine Grüppchen, jeder war für den anderen da“, berichtet Skela im Interview mit dem Internetportal transfermarkt.de.

Ervin Skela hat 92 Spiele für Eintracht Frankfurt absolviert und 72 Spiele für Energie Cottbus. Beim FCE schwärmt er vor allem von Tomislav Piplica. „Der hatte eine Fitness wie ein 18-Jähriger – in der Halbzeit rauchte er aber genüsslich seine Zigarette auf der Toilette“, berichtet Skela.

Und auch Steffen Baumgart – derzeit Trainer bei Union Berlin in der Bundesliga – hat bleibenden Eindruck beim einstigen Mittelfeld-Techniker hinterlassen. „Er war ein unglaublicher Motivator. Er hat uns, positiv gesagt, immer wieder in den Arsch getreten“, erzählt Skela. „Wir hatten einen wirklich guten Zusammenhalt in der Mannschaft. Wenn es schlecht lief, flogen auch mal Medizinkoffer oder Getränkeflaschen gegen die Wand, aber auf dem Platz hat man sich zerrissen füreinander, und am Ende saß man bei einem Hefeweizen zusammen.“

Ervin Skela wechselte nach der Zeit bei Energie Cottbus zur TuS Koblenz. 2011 beendete er seine Profi-Karriere. Derzeit arbeitet Skela als Techniktrainer im Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt.

Seine erste Station in Deutschland war Union Berlin (1995 bis 1997). Damals spielten die Eisernen aus Köpenick noch in der drittklassigen Regionalliga Nord. Mit 18 Jahren und ohne Deutschkenntnisse sei er an die Alte Försterei gekommen, so Skela. Sein erster Monatslohn: 1200 DM. Für albanische Verhältnisse und speziell seine Eltern sei das „eine unvorstellbar hohe Summe“ gewesen: „Mir ging es aber nie darum, mit dem Fußball reich zu werden, ich wollte einfach nur Fußball spielen und mit dem Geld meine Eltern unterstützen.“

21.02.2009 - 1. Bundesliga Saison 2008/09 - Rückrunde - 21. Spieltag - FC Energie Cottbus gegen SV Werder Bremen: Frank Baumann und Ervin Skela

Ervin Skela spielte von 2007 bis 2009 bei Energie Cottbus. Hier ist er im Bundesligaspiel gegen Werder Bremen vor Frank Baumann am Ball.

Peter Aswendt

Bei Union Berlin habe ihm vor allem Mitspieler Sergej Barbarez sehr geholfen. „Er hat mir vieles gezeigt, was für mich komplett fremd war. Man mag schon schmunzeln, aber weder wusste ich, was eine Telefonzelle ist, noch wusste ich, wie man S- oder U-Bahn fährt. Was ich aber schnell lernte, war die Tatsache, dass Currywurst durchaus gut schmeckt“, verrät Skela.

Der erste Trainer von Ervin Skela in Deutschland war übrigens Hans Meyer. „Er war wie ein Vater für mich. Bei einer der ersten Trainingseinheiten lobte er mich mit den Worten: ,Das war ausgezeichnet.' Darauf sagte ich bei jeder Gelegenheit, ob in der Kabine oder beim Mittagessen: ,das war ausgezeichnet, das war ausgezeichnet‘“, blickt Skela lachend auf die Zeit in Berlin-Köpenick zurück.