Energie Cottbus
: Elfmeter für 1. FC Saarbrücken? So urteilt Schiri-Experte Rafati

Beim Spiel von Energie Cottbus gegen den 1. FC Saarbrücken gibt es drei diskussionswürdige Situationen. Schiri-Experte Babak Rafati analysiert die Szenen.
Von
Peter Mertes
Cottbus
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Schiedsrichter Leonidas Exzuzidis zeigt Manuel Zeitz (l.) vom 1. FC Saarbrücken die Gelbe Karte. Lag der Unparteiische bei allen Entscheidungen im Spiel gegen Energie Cottbus richtig?

Schiedsrichter Leonidas Exuzidis zeigt Manuel Zeitz (l., am Boden) vom 1. FC Saarbrücken die Gelbe Karte. Lag der Unparteiische bei allen Entscheidungen im Spiel gegen Energie Cottbus richtig?

Steve Seiffert
  • Schiri-Experte Babak Rafati bewertet drei strittige Szenen aus dem Spiel Cottbus gegen Saarbrücken.
  • Kein Elfmeter: Rafati erkennt bei Brünkers Sturz im Strafraum kein Foul und bestätigt die Entscheidung.
  • Zurückgepfiffenes Tor: Freistoß von Vasiliadis korrekt wiederholt, da der Schiri noch nicht freigegeben hatte.
  • Gelbe Karte gegen Zeitz: Rafati hält den Pfiff für korrekt, die Verwarnung jedoch für überzogen.
  • Das Spiel sorgte für Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen in der 3. Liga.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war eine Szene, die beim Spiel zwischen Energie Cottbus und dem 1. FC Saarbrücken in der 3. Liga live beinahe unterging: Saarbrückens Stürmer Kai Brünker fiel in der 57. Minute im Cottbuser Fünfmeterraum zu Boden und reklamierte gestenreich bei Schiedsrichter Leonidas Exuzidis. Hätte es tatsächlich Elfmeter geben müssen?

Schiedsrichtexperte Babak Rafati blickt auf die strittige Szene.

Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter analysiert für das Internetportal Liga3-Online.de einmal pro Woche immer am Montag die strittigen Entscheidungen des zurückliegenden Wochenendes in der 3. Liga. Rafati (55) leitete insgesamt 84 Bundesliga-Partien und zahlreiche internationale Spiele.

Zudem analysiert Rafati zwei weitere strittige Entscheidungen: ein zurückgepfiffenes Saarbrücker Tor durch einen schnell ausgeführten Freistoß von Sebastian Vasiliadis und eine mögliche Rote Karte gegen Saarbrückens Manuel Zeitz.

Babak Rafati über den möglichen Elfmeter für Saarbrücken

In einem Zweikampf mit Erik Engelhardt lagen die beiden Stürmer am Boden und wollten aufstehen, Brünker ging bei der Bewegung erneut zu Boden. Die Beine Brünkers und Engelhardts hatten sich leicht verhakt. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bekannten die Trainer beider Mannschaften, die Szene gar nicht wahrgenommen zu haben und verzichteten entsprechend auf eine Einschätzung.

Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Brünker steht nach einem Kopfball im Strafraum wieder auf und lässt sich dann im Zweikampf mit Engelhardt theatralisch fallen. Dabei ist kein Vergehen des Verteidigers zu sehen.“

Das Urteil von Babak Rafati: „Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, weiterspielen zu lassen und keinen Elfmeter zu geben.“

Babak Rafati über zurückgepfiffenes Tor für Saarbrücken

Saarbrücken-Mittelfeldspieler Sebastian Vasiliadis wird knapp 19 Meter vor dem Energie-Tor von Dominik Pelivan gefoult, der Schiedsrichter entscheidet auf Freistoß. Daraufhin steht Vasiliadis schnell auf und schießt den Ball direkt ins Tor, der Unparteiische pfeift ihn daraufhin zurück.

Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Für eine Freistoßausführung ist ein Pfiff nicht vorgeschrieben. Allerdings stellt der Schiedsrichter gerade am Strafraum immer eine Mauer auf die korrekte Entfernung von 9,15 Meter und gibt erst dann den Freistoß per Pfiff oder Zeichen frei.

Das Urteil von Babak Rafati: „Somit liegt der Schiedsrichter richtig, in dieser Szene zurückzupfeifen und den Freistoß wiederholen zu lassen sowie den Treffer nicht anzuerkennen.“

Beim vermeintlichen Torschützen sorgte die Entscheidung nach dem Spiel für Irritationen, da Verls Berkan Taz beim 5:2-Sieg gegen Waldhof Mannheim einen Freistoß ähnlich schnell ausgeführt hatte, noch bevor die Mauer stand – jener Treffer zählte allerdings.

Babak Rafti über mögliche Rote Karte für Manuel Zeitz

Ex-Cottbuser Manuel Zeitz grätscht im Mittelfeld mit gestrecktem Bein gegen Erik Engelhardt. Der Routinier spielt zwar zunächst den Ball, aber räumt danach den Stürmer in hohem Tempo ab.

Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Zeitz spielt zunächst einmal klar und sauber den Ball. Beim Bewegungsablauf zum Ball kommt es anschließend zu einem Abräumen, sodass ein Freistoßpfiff richtig ist. Allerdings gibt es keinen Treffer, der eine Gelbe Karte rechtfertigen würde.“

Das Urteil von Babak Rafati: „Der Pfiff ist eine richtige, aber die Gelbe Karte eine falsche Entscheidung. Das Abräumen ist nicht so schlimm, und dass sich Engelhardt an den Fuss fasst, ist nicht nachvollziehbar.“

Im Video: Highlights 1. FC Saarbrücken gegen Energie Cottbus

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