Ausverkauftes Stadion, lautstarke Kulisse – eine solche Atmosphäre wie beim DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Energie und Werder Bremen (1:2) gab es im Stadion der Freundschaft schon lange nicht mehr. Zum ersten Mal seit 2019 war das Stadion wieder ausverkauft. Damals gastierte ebenfalls im DFB-Pokal der deutsche Rekordmeister Bayern München in der Lausitz.
Energie-Neuzugang Eric Hottmann staunte am Montagabend: „Unfassbar, was hier los ist in Cottbus. Das hat mit Regionalliga absolut nichts zu tun. Das haut einen wirklich um.“

Warum geht die Kapazität zurück?

20 078 Zuschauer lautete die offizielle Angabe der Zuschauerzahl – ausverkauft. Viele Fans fühlten sich an die gute, alte Bundesliga-Zeit mit Energie Cottbus erinnert. Allerdings wird unter den Anhängern auch die Frage diskutiert: Warum geht eigentlich die Kapazität im Stadion der Freundschaft immer weiter zurück? Zur Erinnerung: Vor drei Jahren gegen Bayern München war das Stadion noch mit 20 602 Zuschauern ausverkauft.
Zumal selbst Energie Cottbus auf seiner Internetseite eine maximale Auslastung mit insgesamt 22 528 Plätzen angibt (10 949 Sitzplätze, 11 425 Stehplätze sowie Plätze im Rollstuhl- und Handicapbereich).

Die Stimmen der Energie-Spieler

Empfohlener Inhalt der Redaktion

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Youtube, der den Artikel ergänzt. Sie können sich diesen mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt

Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihnen externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Allerdings ist das der Stand nach dem vorerst letzten Umbau mit der Errichtung der Südtribüne im Jahr 2008. Deshalb schränkt der FCE ein: „Nach heutigen Sicherheitsstandards und infrastrukturellen Voraussetzungen liegt die tatsächliche Stadionkapazität je nach spieltagsspezifischen Anforderungen zwischen 20 000 und 20 600 Plätzen.“
Was das konkret bedeutet, erläutert Vereinssprecher Stefan Scharfenberg-Hecht am Dienstag in einem Fanforum im Internet. Die Bemessungsgrundlage für die Stehplatzbereiche, zum Beispiel auf der Nordwand, stamme aus dem Jahr 2008. „Die Menschen sind insgesamt seither tatsächlich dicker geworden, darüber gibt es Studien, sodass man da auch ganz einfach im Sinne der Zuschauer nicht so viele reinlassen kann. Kein Witz“, erklärt er.

Energie Cottbus sorgt für Rekord

Außerdem seien einige Plätze sichtbehindert, andere Plätze nicht mehr vorhanden. Sodass laut Stefan Scharfenberg-Hecht „die 20 602 gegen Bayern im Prinzip die tatsächlich maximale Auslastung ist. Mit Puffern und allem Drum und Dran waren wir gestern also mit den 20 078 komplett ausverkauft“.
Die größte Kulisse in der Vereinsgeschichte gab es am 15. März 2008 mit 22 743 Zuschauern beim 2:0-Sieg gegen Bayern München.
Übrigens: Energie Cottbus vermeldete mit den 20 078 Besuchern am Montagabend gegen Werder Bremen die viertgrößte Kulisse aller 30 Partien in der 1. DFB-Pokalrunde. Nur bei den Partien 1. FC Kaiserslautern – SC Freiburg (38 317), 1. FC Magdeburg – Eintracht Frankfurt (26 350) und Dynamo Dresden – VfB Stuttgart (22 644) wurden mehr Zuschauer gezählt. Der FCE war also der Viertligist mit der größten Kulisse.