Energie Cottbus: Deshalb bedauert Wollitz den Wechsel von Maris Schößler zu Hertha BSC

Maris Schößler (links) wechselt von Energie Cottbus zur U23 von Hertha BSC. Er unterschrieb den Vertrag im Beisein von Sasan Ghouari, Leiter der Hertha-Nachwuchsakademie.
Hertha BSC / Nikita Schleicher- Maris Schößler wechselt von Energie Cottbus aus der U19 zur U23 von Hertha BSC.
- Cottbus wollte verlängern und dann verleihen – finanziell gab es keine Einigung.
- Trainer Claus-Dieter Wollitz bedauert den Abschied und lobt Technik und Dribbling.
- Schößler erzielte wettbewerbsübergreifend elf Tore und sieben Vorlagen in 29 Einsätzen.
- Mehrere U19-Leistungsträger verließen Cottbus, teils in die Regionalliga Nordost.
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Energie Cottbus muss das nächste Talent aus dem eigenen Nachwuchs ziehen lassen. Mittelfeldspieler Maris Schößler (19) wechselt aus der U19 des FCE zur U23 von Hertha BSC.
In der vergangenen Spielzeit gehörte Maris Schößler zu den Leistungsträgern in der erfolgreichen U19-Mannschaft von Energie Cottbus, die bis ins Viertelfinale der Bundesliga-Endrunde vorstieß. Wettbewerbsübergreifend gelangen Schößler elf Tore und sieben Vorlagen in 29 Einsätzen. Im Brandenburger Landespokal kam das Talent auch in der Profimannschaft zum Einsatz.
Die Stärken von Maris Schößler – eine starke Technik und sein Mut im Dribbling – hätte Energie Cottbus gern weiter für sich genutzt. Der FCE wollte mit Schößler verlängern und ihn dann verleihen, aber die Vorstellungen lagen offenbar finanziell auseinander. 2020 war das Talent vom FSV Bernau in die Lausitz gewechselt.
Trainer Claus-Dieter Wollitz bedauert den Abschied des Mittelfeld-Talents. „Er ist ein sehr interessanter Spieler und war häufig bei uns im Training. Er ist ein Spielertyp, den ich mag“, sagt Wollitz über Schößler. „Wir hätten seinen Vertrag gern verlängert – auch mit der Möglichkeit, ihn anschließend auszuleihen. Leider ist es nicht gelungen, eine Einigung zu erzielen.“
Hintergrund ist, dass die finanziellen Vorstellungen beider Seiten dem Vernehmen nach einfach zu weit auseinanderlagen. Wollitz: „Eine Möglichkeit hätte es grundsätzlich gegeben, aber wir haben gesagt: Das ist nicht unser Preis. Das ist sehr schade. Er ist ein toller Fußballer.“
Unterschiedliche finanzielle Vorstellungen
Energie Cottbus hat in den vergangenen Wochen fast alle Leistungsträger der U19-Mannschaft verloren. Joel Awuah, Michael Sternberg, Musa Alkan und Felix Schubart sind zum Greifswalder FC in die Regionalliga Nordost gewechselt. Edwin Kracht zog es zur U23 des 1. FC Nürnberg. Julien Gründker schloss sich dem Lüneburger SK Hansa (Oberliga Niedersachsen) an.
Zumindest die vier Neu-Greifswalder werden in der kommenden Saison ein Wiedersehen mit Maris Schößler feiern – dann aber in der Regionalliga Nordost.

Maris Schößler (links) machte in der U19-Bundesliga auf sich aufmerksam – nicht nur im Spiel gegen Hertha BSC (hier im Zweikampf mit Diart Gashi).
Sebastian Räppold/Matthias Koch
