Energie Cottbus: Der FCE steht unter Strom – Bolles Blick ist zurück

Energie Cottbus hat schon Mitte Februar den Klassenerhalt in der 3. Liga geschafft. Deshalb feiert Erich Bollermann das Comeback seiner Kult-Kolumne „Bolles Blick“.
Fotostand / WeilandEs musste schon richtig was passieren, damit Erich Bollermann hier noch mal in die Tasten greift. So furios wie Energie nun über das Saisonziel bretterte, kann ich gar nicht anders! Denn eins dürfen wir nicht vergessen: Der letzte Cottbuser Klassenerhalt im Profifußball ist geschlagene zehn Jahre her.
Zur Erinnerung: Von 2001 an habe ich in der Kolumne „Bolles Blick“ 15 Jahre lang jede Woche kommentiert, was der FCE so ablieferte. 2016 war mit dem Abstieg in die Regionalliga Schicht im Schacht. Die Zeit danach fühlte sich an wie, wenn am Abendbrottisch einer fehlt. Klar kann man versuchen sich einzureden, dass es noch andere Sachen gibt. Meine Frau Waltraud nahm mich mit zum Hausfrauensport. In Gertruds Kneipe hab ich gemischten Salat statt Eisbein bestellt. Sogar alkoholfreies Bier hab ich probiert – da war ich wirklich ganz weit unten.
Vermisst habe ich gar nicht mal so sehr den Profifußball. Sondern den rot-weißen Willen mitzuhalten. Mehr rauszuholen als eigentlich drin ist. Cottbus mit Energie. Genau das haben die Herren Lemke, Wollitz und alle drumherum jetzt wieder hingekriegt: Der FCE steht unter Strom.
In jeder einzelnen Spielsekunde riecht man: Hier geht doch was! Und ganz ehrlich: Wenn sich alle weiter so reinhängen ist gar nicht entscheidend, ob die Truppe am Ende aufsteigt. Dann bleibt das Stadion in jedem Fall eine Ladestation in der die Lausitz einfach gerne auftankt. Euer Erich Bollermann
