Energie Cottbus: Darum hätte Maximilian Beier in der FCE-Jugend fast seine Karriere beendet

Torjubel: Sogar gegen Bayer Leverkusen durfte Maximilian Beier (m.) einen weiteren Bundesliga-Treffer bejubeln. Beinahe wäre der Stürmer aber nie im Profifußball gelandet und hätte seine Karriere bereits in der Jugend von Energie Cottbus beendet.
Marius Becker/dpaMit 13 Toren und sieben Vorlagen in 26 Bundesliga-Spielen sorgt Maximilian Beier aktuell für einiges Aufsehen. Der 21-Jährige könnte zur neuen deutschen Sturm-Hoffnung werden. Dabei hatte der EM-Kandidat von der TSG 1899 Hoffenheim in seiner Jugend eine Karriere als Fußballprofi eigentlich schon als erledigt betrachtet.
Während seiner Zeit im Jugendinternat von Energie Cottbus plagte ihn als Teenager einst das Heimweh, erzählte der 21 Jahre alte Stürmer im TSG-Magazin „Spielfeld“. „In dieser Phase kamen mir damals auch Gedanken, vielleicht ganz mit dem Fußball aufzuhören“, sagte Beier. „Die Distanz zu meinen Eltern und das Alleinsein in Cottbus haben mich extrem belastet, es ging teilweise nicht mehr.“
Maximilian Beier war in der Jugend von Energie Cottbus schon abgemeldet
Beier stand zuletzt im Nationalmannschaftskader von Bundestrainer Julian Nagelsmann, hat aber noch kein Länderspiel bestritten. „Es kam irgendwann dazu, dass mich mein Vater aus reiner Fürsorge in Cottbus von allem abgemeldet hatte. Es war alles organisiert, dass ich mit dem Leistungssport aufhöre. Ich war sogar schon wieder auf einer Schule in der Heimat angemeldet“, erklärte Beier.
Der gebürtige Brandenburger spielte von 2015 bis 2018 bei Energie, ehe er sich den Hoffenheimern anschloss. Sein früherer Cottbus-Trainer Patrick Schrade überzeugte das Talent, damals weiterzumachen. Beier berichtete auch, dass er früher sehr schüchtern gewesen sei. „Ich bin selbstbewusster geworden, das ist mir zuletzt auch im Alltag aufgefallen“, sagte er. Er habe „zum Beispiel im Supermarkt immer mit meiner Freundin diskutiert, wer von uns die Verkäuferin fragen soll, wo wir bestimmte Artikel finden.“ (mit dpa)

Im Zweikampf: Maximilian Beier (l.) spielte von 2015 bis 2018 im Nachwuchs beim FC Energie Cottbus. Dort wäre sein Weg in den Profifußball beinahe schon geendet.
Frank LyttkoMaximilian Beier – gebürtiger Brandenburger, drei Jahre beim FCE
- Maximilian Beier wurde am 17. Oktober 2002 in Brandenburg an der Havel geboren.
- Über seine Jugendvereine ESV Kirchmöser und Brandenburger SC Süd landete Beier beim FC Energie Cottbus.
- Dort zeichnete er sich von der U14 bis zur U17 als Mittelstürmer aus.
- 2018 wechselte Beier zum Erstligisten 1899 Hoffenheim.
- Im März 2023 feierte Beier das Debüt im Nationalelf-Kader, kam gegen Frankreich und die Niederlande aber nicht zum Einsatz
- In der Bundesliga-Saison 2023/24 steht Maximilian Beier bei 13 Toren und sieben Vorlagen (Stand 4. April 2024)


