Energie Cottbus: Borgmann gibt Einblicke – „bewusst gegen Wechsel entschieden“

Emotional: Axel Borgmann erlebte mit seinem Last-Minute-Siegtreffer gegen Alemannia Aachen die ganze Palette positiver Emotionen. Im Podcast von MagentaSport gibt der Kapitän von Energie Cottbus Einblick in seine Gefühlswelt.
Steffen BeyerNatürlich war Axel Borgmann nach seinem Last-Minute-Siegtreffer am Samstag (24. August) gegen Alemannia Aachen der medial gefragte Mann. Es war fast schon ein Interview-Marathon, den der Kapitän von Energie Cottbus bei seinem Ligacomeback nach zehn Monaten Verletzungspause zu absolvieren hatte. Nun sprach der Linksverteidiger noch einmal ausführlich im Podcast "4zu3" von MagentaSport.
Der 30-Jährige erzählt von seiner Reaktion nach dem Tor („vogelwild“), dem Verhältnis zu Trainer Claus-Dieter Wollitz („hat auch eine ausgeglichene Seite“), seiner Karriere vor Energie Cottbus („kam lange Zeit kein Angebot“) und über die Pläne für die Zeit nach der Lausitz („irgendwann wieder zu unserer Familie“). Axel Borgmann über...
Axel Borgmann war von der Reha zwischenzeitlich genervt
...das Tor gegen Aachen: „Jetzt kann ich das endlich mal nachempfinden, wenn man so emotionale Tore sieht. Ich bin da vogelwild rumgelaufen. Es war komplett verrückt. Du denkst da auch gar nicht drüber nach, ob du das Trikot ausziehst oder nicht, das geht alles so schnell. Die Geschichte ist auch einen Tick geiler, wenn man sieht, dass ich das Tor gemacht habe. Beim ersten Ligaspiel nach elf, zwölf Monaten.“
...seine Reha nach Kreuzbandriss: „Ich habe echt versucht, viel positiv zu sein. Ich habe auch das Glück, dass ich gute Freunde und meine Familie dahinter habe. Es gab aber auch Momente, in denen ich stagniert habe und mir gedacht habe, was soll das hier, das nervt mich jetzt und ich will wieder auf den Platz.“
...die private Seite seines Trainers Claus-Dieter Wollitz: „Das Gute ist, wenn man länger mit ihm zusammenarbeitet und die Ehre habe ich ja, dann lernt man beide Seiten kennen. Er hat auch eine ausgeglichene Seite, diese menschliche, ruhige Art. Trotzdem hat er auch das Emotionale. Er lebt den Fußball.“
Aus einem Jahr bei Energie Cottbus sind fünf geworden
...seinen Wechsel nach Cottbus 2019: „Ich hatte eine wunderbare Zeit auf Schalke im Ruhrpott. Ich war dann im Ausland und hatte in der Schweiz drei wundervolle Jahre. Dann bin ich nach Holland gegangen, was mich in Nachhinein ein Stück meiner Karriere gekostet hat. Dann kam lange kein Angebot, dann hatte ich mit Pele ein Gespräch. Ich habe mir gedacht, wir versuchen aufzusteigen, dann spiele ich da ein Jahr und kann dann immer noch gehen. Daraus sind dann fünf Jahre Regionalliga geworden.“
...die Lausitz und Unterschiede zur Heimat in Nordrhein-Westfalen: „Am Anfang war das schon ein Abenteuer – wo geht es jetzt hin, mal schauen. Ich bin aber ein Mensch, der erstmal offen ist und positiv an die Dinge rangeht. Man hat relativ schnell gemerkt, was dieser Verein für eine Bedeutung hat. Dieser Verein hat so viel Strahlkraft und gibt der Region so viel.“
...eine Rückkehr in die Heimat nach der Zeit in Cottbus: „Ich kann nicht sagen, dass ich für immer in Cottbus bleibe. Rein familiär will ich mit meiner Frau und meinem Sohn irgendwann wieder zu unserer Familie, die alle im Westen wohnen. Rein sportlich fühle ich mich hier aber extrem wohl und habe mich in den vergangenen Jahren bewusst gegen einen Wechsel entschieden.“
Hinweis: Die komplette Podcast-Folge von MagentaSport mit Axel Borgmann ist auf Spotify hier nachzuhören.


