Energie Cottbus: Besonderes Plakat – was die Fans von FCE und Union Berlin verbindet

Rot und Weiß – nicht nur in den Farben vereint: Es gibt Verbindungen zwischen den Fanszenen des 1. FC Union Berlin und Energie Cottbus.
Andreas Gora/dpaDen 1. FC Union Berlin und Energie Cottbus trennen in sportlicher Hinsicht derzeit mehrere Ligen. Die Eisernen aus Köpenick kämpfen in der Fußball-Bundesliga um den Klassenerhalt. Der FCE will endlich die Regionalliga Nordost verlassen und in die 3. Liga aufsteigen. Zwischen den Fans beider Vereine gibt es jedoch einige Verbindungen – zum Beispiel beim Thema Tradition.
Beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Mittwochabend im Stadion An der Alten Försterei feierten die Union-Fans nicht nur den 2:0-Sieg, sondern präsentierten auch eine ganz besondere Plakat-Botschaft. „Traditionelle Stadionnamen erhalten – pro Stadion der Freundschaft“, war auf dem Plakat der Anhänger auf der Waldseite im Stadion An der Alten Försterei zu lesen.
Der Hintergrund: Energie Cottbus hatte beim am vergangenen Samstag die Umbenennung des Stadions der Freundschaft in Leag Energie Stadion verkündet. Der Energiekonzern Leag hat den Stadionnamen für vier Jahre gekauft und baut damit seine strategische Partnerschaft mit dem Verein aus.
„Alle in Cottbus sehnen sich nach Profifußball. Wenn man das möchte, dann gehören die Strukturen dafür auch dazu. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit dem Namen eine gute Wahl getroffen haben“, erklärte Sebastian Lemke als Präsident von Energie Cottbus.

Dieses Plakat zeigten die Fans von Union Berlin am Mittwoch beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln.
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Gemischtes Bild bei LR-Umfrage
Aber: Nicht alle Fans sind angesichts der Umbenennung in Jubel ausgebrochen. Bei der Verkündung der Umbenennung beim Weihnachtssingen waren vereinzelte Pfiffe und „Stadion der Freundschaft“-Rufe zu hören. Ansonsten gab es zumindest vor Ort keine großen Regungen. Deutlich gemischter fällt die Stimmung in der Umfrage auf LR.de aus. Hier sprechen sich 45 Prozent für die Umbenennung aus. 42 Prozent sagen dagegen „Finde ich nicht gut“. Der Rest ist nach eigenem Bekunden „unentschlossen“.
Die Fan-Verbindungen zwischen Union Berlin und Energie Cottbus in der Ultraszene reichen mittlerweile weit über die am Mittwoch gezeigte Plakat-Botschaft hinaus. Auch bei den Auswärtsspielen im Europacup gehörten FCE-Fans zur Berliner Reisegruppe.
Und noch eine Gemeinsamkeit verbindet bekanntlich die Fanlager: Beide Clubs müssen derzeit hart kämpfen. Union Berlin um den Klassenerhalt in der Bundesliga, Energie Cottbus um den Aufstieg in die 3. Liga. Für die Anhänger ist also mehr denn je Zittern und Daumendrücken angesagt.