Energie Cottbus: „Unfassbar“, Wollitz schwer genervt von Trikot-Tick des Schiris

Schiedsrichter Justin Hasmann aus Neunkirchen im Saarland zog sich beim Spiel Energie Cottbus gegen Regensburg den Unmut von FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz zu.
Steffen Beyer- Energie Cottbus-Trainer Wollitz kritisiert Schiedsrichter Hasmanns Fokus auf Kleiderordnung.
- Hasmann bewertete seine eigene Leistung nach dem Spiel gegen Regensburg als „überragend“.
- Wollitz lobte die Kommunikation mit Schiedsrichterin Lutz im vorherigen Spiel trotz Fehlentscheidungen.
- Hasmann leitete 2022 das Finale der Deutschen U19-Meisterschaft und pfeift in der 3. Liga.
- Wollitz wünscht zu Weihnachten Gesundheit und ein Ende des Krieges in Europa.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Diese beiden Schiedsrichter-Auftritte werden Trainer Claus-Dieter Wollitz wohl auch in er Weihnachtspause der 3. Fußball-Liga noch Kopfzerbrechen bereiten. Bei der 1:3-Niederlage in Wiesbaden stand Schiedsrichterin Davina Lutz aus Poppenhausen mit einigen unglücklichen Entscheidungen im Mittelpunkt. Am Freitag gegen Jahn Regensburg wurde Wollitz nach eigenem Bekunden von der persönlichen Einschätzung durch Schiedsrichter Justin Hasmann (Neunkirchen) regelrecht überrumpelt.
„So etwas habe ich selten erlebt: Der Schiedsrichter hat direkt nach dem Spiel zu mir gesagt, er hat ein überragendes Spiel gepfiffen. Riesenkompliment, dass er seine Leistung so beurteilen kann“, wunderte sich Wollitz. Zudem monierte er im Interview bei Magentasport eine Szene, in der seiner Mannschaft angeblich ein Handelfmeter verweigert worden sein. Das wiederum überraschte auch die Magentasport-Moderatoren.
Ins Visier seiner Kritik nahm Wollitz aber nicht die sportliche Leistung des Referees, sondern dessen Tick in puncto Kleiderordnung: „Unfassbar, er hatte nur damit zu tun, dass Hemd und Hose richtig sitzen. Ich habe den vierten Offiziellen mehrmals darauf hingewiesen, dass ein Schiedsrichter von sich überzeugt und nicht so nervös sein sollte. Dass er sich dann auch noch selbst so hochgradig lobt, lassen wir mal so stehen.“
Justin Hasmann (26) hatte sich in den vergangenen Jahren steil nach oben gearbeitet. Der Unparteiische aus dem Saarland leitete 2022 das Finale der Deutschen U19-Meisterschaft und ist jetzt Schiedsrichter in der 3. Liga sowie Assistent in der 2. Bundesliga. Die Partie in Cottbus war seine achte Drittliga-Partie in dieser Saison. Der Noten-Durchschnitt beim Fachmagazin „Kicker“ beträgt 3,17. Er liegt damit in der oberen Hälfte im Ranking der Drittliga-Schiedsrichter.
Wollitz lobt Austausch mit Schiedsrichterin Davina Lutz
Der Austausch zwischen Wollitz und dem Schiedsrichter verlief offenbar ganz anders als am vergangenen Wochenende in Wiesbaden. Dort hatte Davina Lutz zwar unter anderem Energies Dominik Pelivan mit Gelb-Rot vom Platz gestellt und vor dem ersten Tor der Gastgeber fälschlicherweise auf Ecke statt Abstoß entschieden.
Die Kommunikation mit der Schiedsrichterin – auch in der Halbzeitpause – sei jedoch sehr gut gewesen, lobte Wollitz. Über Justin Hasmann und dessen Auftreten am Freitag gegen Regensburg sagte er indes: „Damit wir uns nicht falsch verstehen – es hatte keinen Einfluss auf das Ergebnis. Trotzdem ist mir eine junge, ehrliche Frau wie in der vergangenen Woche lieber.“
Immerhin fand Claus-Dieter Wollitz im letzten Spiel vor der Winterpause dann auch noch versöhnliche, aber auch nachdenkliche Worte. „Ich wünsche allen einen schönen vierten Advent und schöne Weihnachten. Vor allem natürlich Gesundheit. Und hoffentlich ein Ende des Krieges in Europa. Es werden jeden Tag Menschen umgebracht, was für ein Schwachsinn. Gerade jetzt zu Weihnachten, wo es besinnlich wird.“

