Energie Cottbus 3. Liga
: Kapitän Axel Borgmann hat wichtige Botschaft für FCE-Fans

InterviewEnergie Cottbus kämpft gegen Ingolstadt um den Relegationsrang drei. So blickt FCE-Kapitän Axel Borgmann auf dieses wichtige Spiel und die Unterstützung der Fans.
Von
Frank Noack
Cottbus
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Fussball 3. Liga 2024/2025 FC Energie Cottbus - Alemannia Aachen: Energie feiert den Sieg - 20 Axel Borgmann (Energie Cottbus) auf dem Capopodest

Kapitän Axel Borgmann (Energie Cottbus) setzt auch gegen Ingolstadt auf die Unterstützung der Fans.

Steffen Beyer

Axel Borgmann, wir führen dieses Interview dem Training am Donnerstag bei Energie Cottbus. Es sind noch zwei Tage bis zum Spiel gegen den FC Ingolstadt. Die Spannung steigt bei allen. Woran merken Sie persönlich, dass dieses wichtige Spiel immer näher rückt?
Tatsächlich nur am Wochentag. Wir versuchen, ganz ruhig zu bleiben. Wir haben ganz normal unsere Abläufe, haben heute mit dem Videostudium angefangen, also mit der Gegneranalyse. Wir haben heute ein etwas lockeres Training gehabt, gestern hatten wir einen intensiven Tag. Von den Abläufen her ist es so wie immer.

Schauen wir auf den Gegner am Samstag. Der FC Ingolstadt ist mit großen Erwartungen in die Saison gegangen. Die Mannschaft konnte die Ziele hochgesteckten Ziele jedoch nicht erfüllen und hat den Aufstieg verpasst. Was erwarten Sie für einen Gegner am Samstag?
Ich erwarte trotzdem einen Gegner mit brutaler individueller Qualität. Wenn man sich die Namen anguckt, dann ist das eine der besten Mannschaften in der Liga. Klar, sie haben nicht die erhofften Ergebnisse erzielt. Ich glaube, nach der Hinrunde waren wir noch ungefähr gleich. Ich glaube, sie verabschieden auch ziemlich viele Spieler. Aber das sind alles Sachen, die für das letzte Spiel keine Rolle spielen. Ob Ingolstadt jetzt befreit aufspielen kann? Auch damit beschäftigen wir uns nicht. Wir schauen nur auf uns und darauf, was wir machen wollen und können, um von den ersten Minuten an auf den Sieg zu gehen.

Mit Tim Heike kehrt auch ein Ex-Cottbuser mit dem FC Ingolstadt zurück, der sich vor einem Jahr sehr emotional verabschiedet hat. Hatten Sie vorab schon Kontakt mit ihm? Nach dem Motto: Junge, du bist hier zwar herzlich willkommen, aber du musst gegen uns nicht unbedingt treffen?
Nein, ich habe keinen Kontakt zu ihm. Tim ist ein super Junge, wir verstehen uns auch, aber es ist nicht so, dass man regelmäßig schreibt. Ich habe trotzdem seine Situation in Ingolstadt beobachtet. Er hat ja vor Kurzem ein paar Tore machen können, das hat mich für ihn persönlich gefreut. Aber am Samstag spielt diese Vergangenheit keine Rolle.

Energie Cottbuser geht zwar als Tabellendritter in das letzte Spiel, hat aber nur zwei Tore Vorsprung gegenüber Saarbrücken. Wie beurteilen Sie diese Ausgangsposition?
Stimmt, es sind nur zwei Tore. Aber wir haben mit dem Sieg in Rostock überhaupt erst dafür gesorgt, dass wir diese Ausgangslage haben dürfen. Hätten wir verloren, wäre der dritte Platz schon weg gewesen. Deshalb ist das eher ein Segen, eine Belohnung für uns. Wir wollen jetzt mit dieser Kulisse auf Sieg spielen. Was in den anderen Partien passiert, wird sich dann im Verlauf des Spiels zeigen.

Axel Borgmann dankt den Fans

Es könnte sogar die Konstellation geben, dass Energie Cottbus im Verlauf des Spiels noch mehr Tore benötigt, aber andererseits hinten kein Gegentor kassieren darf, um nicht auf Platz fünf abzurutschen. Ein irres Szenario – hat man das irgendwie im Hinterkopf?
Nein. Ich glaube, das wäre der falsche Weg, an so ein Spiel heranzugehen und schon über Eventualitäten zu reden. Im Gegenteil, ich bin mir ziemlich sicher: Wenn wir das Spiel gewinnen, wird es sich darstellen, wie wir uns das wünschen. Und wenn es dann während des Spiels irgendwelche Informationen gibt, kann man immer noch darüber reden.

Das Stadion wird am Samstag richtig voll sein. Außerdem gibt es einen Fanmarsch vor dem Spiel. Welche Erwartungen oder welche Hoffnungen haben Sie an die Kulisse?
Die Erwartungen wurden doch schon längst übertroffen. Ich bin mir sicher, dass die Fans uns wieder so unterstützen werden, wie sie es in den vergangenen Jahren auch getan haben. Ich glaube, dass wir überhaupt diese Chance haben, in die Relegation zu kommen, verdanken wir auch den Fans.

Ihr Wunsch an die Fans?
Jetzt gilt es, noch einmal gemeinsam alles rauszuhauen und auch wieder vielleicht vor dem Spiel schon diese Gesänge aufsaugen zu können. Das hat uns extrem viel Kraft gegeben. Auch beim Spiel in Rostock hat man diese Verbundenheit noch einmal gespürt – sie haben uns nach dem Spiel gefeiert. Das ist etwas ganz Besonderes, was wir auch in diesem Spiel wieder brauchen.

Energie Cottbus

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