Energie Cottbus 3. Liga: Enttäuschung beim MSV Duisburg - „verlorene Punkte“ in Aue

Der MSV Duisburg (hier Alexander Hahn) spielt am vorletzten Spieltag der 3. Liga nur 0:0 bei Erzgebirge Aue.
Robert Michael/dpa- Duisburg spielt in Aue 0:0 – im Aufstiegsrennen sind es „verlorene Punkte“ für den MSV.
- Durch das Remis rückt der MSV vorübergehend auf Platz zwei. Cottbus kann am Sonnabend kontern.
- Energie Cottbus trifft zu Hause auf Wehen Wiesbaden und kann den Vorsprung auf zwei Punkte ausbauen.
- Duisburg drückt, vergibt Chancen durch Kother und Töpken. Aue feiert das Remis im letzten Heimspiel.
- Trainer Hirsch und Kapitän Hahn zeigen Enttäuschung, doch „die anderen müssen erst mal punkten“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gute Nachrichten im Aufstiegskampf der 3. Liga für Energie Cottbus: Der MSV Duisburg stolpert bei Erzgebirge Aue und muss sich am Freitagabend mit einem torlosen Remis bei den schon abgestiegenen Veilchen aus dem Lößnitztal begnügen. MSV-Stürmer Lex-Tyger Lobinger schüttelte beim Gang in die Kabine fassungslos den Kopf und auch Torhüter Maximilian Braune war die Enttäuschung anzusehen. „0:0 in Aue – das ist immerhin ein Punkt, aber wahrscheinlich in unserer Situation sind es auch zwei verlorene Punkte“, erklärte Braune.
Der Kampf um den Aufstieg spitzt sich immer mehr zu. Hinter dem bereits aufgestiegenen VfL Osnabrück springt der MSV Duisburg mit 67 Punkten zwar vorübergehend auf Platz zwei, aber Energie Cottbus (66) kann am Sonnabend gegen den SV Wehen Wiesbaden den direkten Aufstiegsrang zurückerobern und mit einem Sieg seinen Vorsprung sogar auf zwei Punkte ausbauen. Rot-Weiss Essen (64) trifft ebenfalls am Sonnabend auf den SC Verl (jeweils 14 Uhr).
„Jeder kennt die Tabelle. Wir haben gesagt: Um die Wahrscheinlichkeit groß zu halten, dass wir direkt aufsteigen, brauchen wir sechs Punkte. Das haben wir jetzt leider nicht geschafft“, konstatierte Duisburgs Trainer Dietmar Hirsch nach dem spannenden Fußballabend vor 10.334 Zuschauern im Erzgebirgsstadion. Hirsch machte keinen Hehl aus der Enttäuchung: „Die Jungs sitzen in der Kabine und sind enttäuscht. Aber die anderen müssen erst mal punkten.“
Für Erzgebirge Aue war es im letzten Heimspiel der Saison ein erwartet emotionaler Abschied aus der 3. Liga. Die Mannschaft um Kapitän Marcel Bär wurde von den Fans mit viel Beifall empfangen. „Es ist eine Menge Wehmut dabei“, räumte Aue-Präsident Thomas Schlesinger im Magentasport-Interview ein. Auf dem Rasen gaben die von rund 1500 Fans begleiteten Gäste aus Duisburg sofort den Ton. Sie hatten auch die erste Chance durch einen Schuss von Dominik Kother (3.). Kurz vor der Halbzeitpause rettete Aue-Torhüter Louis Lord zweimal großartig gegen Thilo Töpken (38., 42.).

Voller Einsatz: Jonah Fabisch (hinten) und Julian Günther-Schmidt von Erzgebirge Aue kämpfen hier mit vereinten Kräften gegen den Duisburger Thilo Töpken.
Robert Michael/dpaDuisburg machte zwar auch in der zweiten Halbzeit viel Druck, aber der MSV kam in dem immer wilder werden Spiel kaum noch zu klaren Situationen. In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorn – Aue hatte jetzt große Räume für Konter und verpasste in der Nachspielzeit mehrmals den Führungstreffer. Das Fazit von Aue-Coach Khvicha Shubitidze: „Ich weiß gar nicht mehr, wann wir dann alle zuletzt zu Null gespielt haben. Deswegen eher zufrieden als unzufrieden.“
Die Gastgeber feierten das Remis in ihrem letzten Drittliga-Heimspiel wie einen Sieg – der MSV Duisburg trat enttäuscht die Heimreise an. „Ob uns der eine Punkt was bringt, werden wir am Sonnabend sehen“, erklärte MSV Kapitän Alexander Hahn.
Jetzt ist Energie Cottbus im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden am Sonnabend gefordert. Das Leag Energie Stadion wird mit rund 20.000 Zuchauern ausverkauft sein. „Es gilt jetzt, unsere Mannschaft, unseren Klub, unsere Region in die 2. Liga zu bringen“, erklärte FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz voller Vorfreude.


