Energie Cottbus 3. Liga: Fans beeindrucken Spitzenreiter – „Ein Bundesliga-Stadion“

Trainer Sreto Ristic vom SV Sandhausen gibt zu: Vor dem Spiel bei Energie Cottbus musste er seine Mannschaft auf die spezielle Atmosphäre im Leag Energie Stadion einstellen. Der FCE erreichte erneut eine fünfstellige Zuschauerzahl.
Steffen Beyer- Energie Cottbus beeindruckt Spitzenreiter SV Sandhausen vor 11.113 Zuschauern mit einem 1:1.
- Trainer Sreto Ristic lobt die Bundesliga-Atmosphäre im Leag Energie Stadion.
- Fans unterstützen ihre Mannschaft lautstark und feiern sechstes ungeschlagenes Spiel in Folge.
- FCE-Trainer Wollitz fordert mehr Unterstützung und höhere TV-Gelder für die 3. Liga.
- FCE-Fans reisen zahlreich zu Auswärtsspielen und zeigen beeindruckende Choreografien.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fünfstellig – dieses Ziel hat der FC Energie Cottbus im Topspiel der 3. Liga gegen den SV Sandhausen erreicht. Beim 1:1 (1:0) am Samstag beeindrucken die Lausitzer ihren Gegner auf und neben dem Spielfeld. 11.113 Zuschauer, darunter nur wenige Anhänger aus Sandhausen, sorgten für einen würdigen Rahmen für diese Partie gegen den Spitzenreiter. Die FCE-Fans trieben ihre Mannschaft lautstark voran und konnten das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage feiern.
Nach der Partie gab Gäste-Spieler Sebastian Stolze bei Magenta-Sport zu, dass die Atmosphäre im Leag Energie Stadion beeindruckend gewesen sei. Er betonte nach dem Remis: „Vor dieser Kulisse musst du erstmal bestehen.“ Sandhausens Trainer Sreto Ristic hatte seine Mannschaft schon vor der Partie auf die zu erwartenden Verhältnisse eingestimmt. „Das ist einfach ein Bundesliga-Stadion, da geht es ein bisschen anders zur Sache", so Ristic bei Magenta-Sport.
Mit den 11.113 Zuschauern sortiert sich Energie Cottbus an diesem Spieltag fast genau im bisherigen Gesamtschnitt der 3. Liga ein. Dieser liegt bei knapp 11.000 Zuschauern. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz mit Blick auf diesen Schnitt mehr Unterstützung für die 3. Liga gefordert. Die Unterstützung sei nur „stiefmütterlich“ und das Fernsehgeld angesichts der Attraktivität der Liga viel zu gering.
FCE-Fans solidarisieren sich mit Hannover am 9. Spieltag
Mehr als 1500 Energie-Fans hatten ihr Team zum Auswärtsspiel bei der U23 von Hannover 96 (0:0) begleitet. Die Szenerie in der großen Hannoveraner WM-Arena wirkte fast schon surreal, da die Gästefans die wenigen Anhänger der Heimmannschaft im großen Stadion deutlich übertönten.
Eigentlich waren auch etliche Anhänger von Hannover 96 erwartet worden, weil es einen Fan-Boykott fürs zeitgleich ausgetragene Zweitliga-Derby zwischen Braunschweig und Hannover gab. Doch anstatt die Reserve zu unterstützen, trafen sich die 96-Fans in der Nähe des Stadions, um das Derby via Public Viewing zu verfolgen. Die FCE-Fans solidarisierten sich trotz aller Rivalitäten mit den Anhängern von Hannover und Braunschweig und forderten mit Blick auf das Derby via Banner eine „freie Fankultur“.
Polizei-Durchsuchungen gegen Saarbrücken am 8. Spieltag
Im Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken konnten die FCE-Fans den Viererpack von Timmy Thiele bejubeln. Für die Gäste-Fans war die 1:4-Niederlage wenig erfreulich. Zudem gab es Durchsuchungen der Polizei bei einigen Anhängern der Saarbrücker.
Daraufhin gab es über weite Strecken der ersten Halbzeit nur Schweigen im Gästeblock, während die FCE-Fans den vierten Sieg in Folge feiern konnten.
Pyro und großer Jubel am 7. Spieltag beim VfL Osnabrück
Etwas mehr als 500 Fans waren am Dienstagabend im weit entfernten Osnabrück dabei. Sie wurden für ihre Anreise über 513 Kilometer aus Cottbus mit fünf Auswärtstoren des FC Energie und drei Punkten im Stadion an der Bremer Brücke belohnt. Es gab großen Jubel nach dem Spiel und dann eine lange Abreise. Wegen einer Vollsperrung auf der Autobahn waren die Mannschaft wie auch viele Fans erst gegen 5 Uhr morgens wieder zurück in der Heimat.
Ein Wermutstropfen aus Sicht des Vereins: In der zweiten Halbzeit wurden mehrere pyrotechnische Erzeugnisse gezündet. Dem FCE droht ein Strafe vonseiten des DFB.
Besonderes Motto am 6. Spieltag gegen den VfB Stuttgart II
Mit 9077 Zuschauern war das Leag Energie Stadion wieder gut gefüllt, anders als an den ersten Spieltagen hatten die FCE-Fans dieses Mal aber keine Choreo vorbereitet. Dennoch stand die Partie unter einem besonderen Motto, denn der Spieltag war zum Nachhaltigkeitsspieltag ausgerufen worden. Für den hatte Energie Cottbus die Eintrittspreise für Kinder gesenkt, die das Spiel für fünf Euro (Sitzplätze) beziehungsweise drei Euro (Stehplätze) oder sogar für nur zwei Euro (F2-Block) verfolgen konnten.
Des Weiteren hatten mehrere Partner des Vereins Eintrittskarten für den Familienblock A erworben und diese in karitativen Einrichtungen verteilt. Zudem gab es weitere Aktionen für Kinder rund um das Spiel und Energie Cottbus sammelte wie üblich wieder für den guten Zweck mit 100 Euro pro geschossenem Tor – angesichts des 4:0-Heimsieges eine erfolgreiche Aktion.

Spieltagsmotto: Das Heimspiel von Energie Cottbus gegen den VfB Stuttgart II stand unter einem Nachhaltigkeits-Motto. Unter anderem wurde für den guten Zweck gesammelt.
Steffen BeyerLautstarke FCE-Fans am 5. Spieltag auswärts beim SC Verl
Eine große Choreografie hatten die Fans von Energie Cottbus zum Spiel beim SC Verl (3:0) nicht mitgebracht, mit 575 Zuschauern war der Gästeblock aber gut gefüllt. Dabei übertönten die FCE-Fans den Rest der insgesamt 2618 Zuschauer in der Sportclub-Arena deutlich und sorgten akustisch für ein Heimspiel-Gefühl.
Immer wieder stimmten sie Energie Cottbus-Fangesänge an, obwohl auch die Verler Fans Grund zum Feiern hatten und anlässlich des 100. Geburtstages ihres Vereins eine kleine Choreo zeigten. Akustisch übernahmen aber die Gästefans das Kommando. „Das ist unfassbar, was sie im Moment auf die Beine stellen. Die Stimmung um die Mannschaft ist sehr gut und sehr wichtig“, freute sich FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Gästeblock: Die Fans von Energie Cottbus sind auch zum Auswärtsspiel beim SC Verl in der 3. Liga wieder zahlreich angereist. Die Dankbarkeit beim FCE über diese Unterstützung ist groß.
Jan LehmannChoreografie am 4. Spieltag gegen SV Wehen Wiesbaden
Das erste Auswärtsspiel seit 2019, das die Fans von Energie Cottbus über den Nordosten hinausführte, stand unter einem besonderen Motto. Die Cottbuser Fanszene hatte bereits einige Tage vor der Anreise augenzwinkernd das Motto „Republikflucht – mit Energie in den Westen“ ausgegeben und angekündigt, die „NVA-Strichtarn-Klamotten sowie FDJ-Hemden aus dem Keller“ zu holen.
Aufgrund einer Buspanne waren Teile der Fanszene zu spät gekommen, hatten ihr Banner aber kurz vor der Halbzeitpause noch ausrollen können. Insgesamt waren gut 700 FCE-Fans zum Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden (1:2) gekommen.

Banner: Unter dem Motto "Republikflucht" war die Fanszene von Energie Cottbus am 4. Spieltag zur Partie beim SV Wehen Wiesbaden gereist.
Fotostand / WeilandChoreografie am 3. Spieltag gegen Alemannia Aachen
Beim 2:1-Heimsieg gegen Alemannia Aachen hatte es eine große Choreografie der Fans von Energie Cottbus auf der Nordwand im Leag Energie Stadion gegeben. Diese Choreografie bestand aus drei Elementen. Unten war der Schriftzug zu lesen: „In der Lausitz fest verankert – des Märkers größtes Gut“. Über diesem Schriftzug wurde eine große Figur mit rotem Trikot und dem FCE-Logo auf der Brust hochgezogen. Als Hintergrund formten die Fans mit roten und weißen Tafeln noch einmal das Vereinslogo mit den markanten Streifen.

Choreografie für die Mark: Die Choreografie der Fans von Energie Cottbus am 3. Spieltag gegen Alemannia Aachen.
Frank NoackChoreografie im DFB-Pokal gegen Werder Bremen
Mit hunderten Farbtafeln in Rot, Weiß und Gelb formten die FCE-Fans im Pokalspiel gegen Werder Bremen (1:3) das Logo des FC Energie Cottbus. Von den Fans auf den anderen Tribünen gab es viel Beifall für diese Choreografie.

Choreografie mit Gold: Die Fans von Energie Cottbus feierten das DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen mit einer großen Choreografie.
Sebastian Räppold/Matthias KochChoreografie am 2. Spieltag gegen Dynamo Dresden
Beim prestigeträchtigen Ostderby im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion hatten beide Fanlager eine beeindruckende Choreo gezeigt. Die 3000 Gästefans im Cottbuser Block hatten einen überdimensionalen Wimpel mit dem Vereinsemblem sowie der Aufschrift „Stolz der Lausitz“ entrollt, der K-Block von Dynamo Dresden hatte eine Blockfahne komplett über die Fläche hinter dem Tor präsentiert. Sportlich hatte Dynamo die Nase in einem intensiven Derby mit 4:2 (2:2) vorne.

Choreografie mit Wimpel: Die Choreografie der Fans von Energie Cottbus beim Spiel der 3. Liga gegen Dynamo Dresden.
Frank NoackChoreografie am 1. Spieltag gegen Arminia Bielefeld
Zum Saisonauftakt gegen Arminia Bielefeld hatten die FCE-Fans die Nordwand mit roten und schwarzen Folien verhüllt und hatten dazu mit weißen Folien das Wort „Aufsteiger“ gebildet. Etwa 13.000 Zuschauer waren am 4. August ins Leag Energie Stadion gekommen, um die Rückkehr von Energie Cottbus in die 3. Liga nach 1904 Tagen Abstinenz zu verfolgen. Durch einen späten Treffer in der Nachspielzeit war Energie Cottbus knapp mit 1:2 (1:0) unterlegen gewesen.

Choreografie nach dem Aufstieg: Die ganze Nordwand im Leag Energie Stadion zeigt beim Spiel gegen Arminia Bielefeld den Schriftzug: „Aufsteiger“. Energie Cottbus ist zurück in der 3. Liga.
Steffen BeyerDoppelsechs – alle Podcast-Folgen
Einmal in der Woche gibt es bei „Doppelsechs – der Energie-Cottbus-Podcast“ alle wichtigen Nachrichten rund um den FCE nun auch zum Hören. Doppelsechs – der Energie-Cottbus-Podcast gibt es auf allen gängigen Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify oder Amazon Music.


