Energie Cottbus 3. Liga
: Emotionales Banner für verstorbenen FCE-Fan in Köln

Die Fans von Energie Cottbus denken an einen verstorbenen Freund – ein Teil der Fanszene kommt auch zum Spiel bei Viktoria Köln wieder mit Verspätung.
Von
Jan Lehmann,
Frank Noack
Köln
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Die Fans von Energie Cottbus denken beim Spiel bei Viktoria Köln am Freitagabend an einen verstorbenen FCE-Anhänger.

Die Fans von Energie Cottbus denken beim Spiel bei Viktoria Köln am Freitagabend an einen verstorbenen FCE-Anhänger.

Leah Koring/Imago
  • Fans von Energie Cottbus gedachten beim Spiel gegen Viktoria Köln einem verstorbenen Anhänger.
  • Ein emotionales Banner mit den Worten „Hier warst du zu Hause – Energie war dein Verein. Landsi unvergessen“ wurde enthüllt.
  • Trotz Reisechaos und Polizeikontrollen trafen viele Fans verspätet ein.
  • Maximilian Pronichev erzielte das Siegtor in der 44. Minute.
  • Insgesamt waren 4166 Zuschauer vor Ort, davon etwa 750 Cottbuser Fans.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem emotionalen Banner haben Fans des FC Energie Cottbus am Freitagabend beim 1:0-Auswärtssieg bei Viktoria Köln in der 3. Fußball-Liga an einen verstorbenen Cottbuser Anhänger gedacht. Nach der Halbzeitpause entrollten sie einen weißen Schriftzug auf schwarzem Grund: „Hier warst du zu Hause – Energie war dein Verein. Landsi unvergessen“, war dort zu lesen.

Im Vorjahr war der glühende FCE-Fan, der unter anderem im Internet-Fanforum „Pinwand der Energie-Fans“ mit seinem Spitznamen „Landskrone“ aktiv war, verstorben. Nun wurde an ihn gedacht – nicht wenigen seiner Freunde kam dabei in den Sinn, dass der etwas glückliche Auswärtssieg im Sportpark Höhenberg mit vielen späten Großchancen der Kölner womöglich auch von höheren Mächten begleitet worden sei.

Laut FCE-Fanbeauftragtem Jens Petereins waren etwa 750 Fans im Gästeblock zugegen, zudem saßen noch etliche Cottbuser Anhänger auf der Haupttribüne. Ein beachtlicher Teil der insgesamt 4166 Zuschauer am Freitagabend drückte also dem FC Energie die Daumen.

Energie Cottbus: Chaos bei der Anreise mit der Bahn

Zu den vorherigen sieben Auswärtsspielen waren im Schnitt 1731 Energie-Fans mit angereist. Die größte Cottbuser Fanschar hatte es beim Derby in Dresden gegeben. Die kleinste, aber dennoch imposante Auswärtskulisse hatte es am Dienstagabend beim 5:2-Sieg im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück gegeben.

Wer am Freitagabend aus Cottbus nach Köln mit der Bahn reisen wollte, der musste einige Planänderungen in Kauf nehmen. Weil der Cottbuser Hauptbahnhof wegen der Bombenentschärfung gesperrt war, gab es nur Schienenersatzverkehr in Richtung Calau. Allerdings: Die Weiterfahrt über Leipzig in Richtung Köln funktionierte nicht – ein Notarzteinsatz auf der Strecke ließ die Züge über mehrere Stunden ausfallen. In Richtung Berlin gibt es aus Cottbus aktuell ohnehin Schienenersatzverkehr bis Lübbenau.

Energie Cottbus: Fanszene mit Verspätung im Stadion in Köln

Eine kaputte Brücke in Leverkusen sowie eine Zugkollision bei Aachen sorgten für zusätzliches Chaos bei der Bahn. Auf den Autobahnen gab es ebenfalls lange Staus. Teile der Cottbuser Fanszene kam auch wieder mit großer Verspätung ins Stadion. Dem Vernehmen nach war daran aber nicht der Verkehr schuld. Die Cottbuser Anhänger waren länger von der Kölner Polizei kontrolliert worden.

Wie bereits beim Auswärtsspiel in Aue hatten sie in Köln gerade erst ihr Banner aufgehängt und die ersten Gesänge angestimmt, da erzielte Energie Cottbus das Führungstor. Maximilian Pronichev gelang in der 44. Minute das Siegtor. Vielleicht hatte er bei dem glücklichen Treffer, bei dem der Ball dem Kölner Torhüter Dudu aus den Händen geflutscht war, ja etwas Energie-Beistand von oben.

Energie Cottbus – der Spielplan in der 3. Liga 2024/25

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