Energie Cottbus 2. Liga
: Explodiert die Euphorie gleich gegen Hannover 96?

Nach zwölf Jahren ist Energie Cottbus zurück in der 2. Bundesliga. Zum Auftakt wartet mit Hannover 96 ein Aufstiegskandidat – doch der FCE setzt auf Offensive und eine große Kulisse.
Von
Frank Noack,
Brian Schmidt
Cottbus
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CLaus-Dieter Wollitz

Comeback nach zwölf Jahren: Energie Cottbus und Trainer Claus-Dieter Wollitz starten am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Hannover 96 in die 2. Bundesliga.

Frank Hammerschmidt
  • Energie Cottbus kehrt nach zwölf Jahren in die 2. Bundesliga zurück – Auftakt gegen Hannover 96.
  • Präsident und Fans sind hochmotiviert, der Vorverkauf liegt bei gut 18.000 Tickets.
  • Trainer Wollitz setzt auf offensiven Fußball und spricht von einer großen Chance für den Verein.
  • Personell kann Cottbus zum Start aus dem Vollen schöpfen, Linksverteidiger bleibt offen.
  • Hannover 96 gilt als Aufstiegskandidat, besonders torgefährlich ist Lars Gindorf.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwölf Jahre hat die Lausitz auf diesen Moment gewartet. Am Sonntag (13.30 Uhr) kehrt Energie Cottbus mit dem Heimspiel gegen Hannover 96 in die 2. Bundesliga zurück. Erstmals seit 2014 rollt im Leag Energie Stadion wieder der Ball in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Die große Frage zum Auftakt: Explodiert die Euphorie gleich im ersten Spiel gegen Hannover?

Die Vorfreude auf das Zweitliga-Comeback ist riesig. „Alle, die hier arbeiten – Spieler, Staff, Geschäftsstelle und Gremien –, aber auch die Fans und Mitglieder sind angezündet und heiß auf Sonntag, wenn es endlich losgeht“, erklärte Präsident Sebastian Lemke. „Wer nicht motiviert ist, am Sonntag hier alles auf den Platz zu schmeißen, der wäre falsch. Alle haben, wenn man das so sagen darf, tierisch Bock auf diese 2. Liga.“

Der Vorverkauf zeigt, wie groß die Begeisterung rund um den Aufsteiger ist. Für das Spiel gegen Hannover sind bereits gut 18.000 Tickets verkauft. Mehr als 6500 Fans haben sich eine Dauerkarte gesichert.

Große Kulisse bei Energie Cottbus gegen Hannover

Energie Cottbus will sich in der 2. Liga nicht verstecken und weiterhin offensiven Fußball spielen. „Wir wollen weiterhin Spektakel, wir wollen modernen, attraktiven, offensiven Fußball spielen. Die Menschen kommen nicht hierhin, um 0:0-Spiele zu sehen“, kündigte Trainer Claus-Dieter Wollitz an.

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Auch für den 61-Jährigen ist es ein Comeback in der 2. Bundesliga mit Energie Cottbus. Von Juli 2009 bis Dezember 2011 trainierte er den FCE bereits in der zweithöchsten Spielklasse. In dieser Zeit führte Wollitz die Lausitzer auch ins Halbfinale des DFB-Pokals.

„Wir sind gekommen, um zu bleiben.“
Claus-Dieter Wollitz
Trainer von Energie Cottbus

Ein Blick zurück zeigt, wie lange die Wartezeit war. Das bislang letzte Zweitliga-Tor für Energie erzielte Paul Röwer im April 2014 bei der 1:3-Niederlage gegen den FSV Frankfurt. Wenig später stieg der FCE ab. Es folgte ein Jahrzehnt mit sportlichen Rückschlägen und finanziellen Existenzsorgen. Nun ist Energie Cottbus zurück.

Dieser Aufstieg ist aus Sicht von Wollitz auch für die weitere Entwicklung des Vereins eine große Chance. „Es geht darum, die Infrastruktur weiterzuentwickeln, wirtschaftliche Stabilität zu schaffen und die sportlichen Möglichkeiten zu verbessern“, erklärte der Trainer. „Dazu gehört auch, Top-Talente für den Verein zu gewinnen und zugleich die eigenen Prinzipien sowie die eigene Handschrift in dieser Liga zu bewahren. Das ist eine der großen Herausforderungen.“ Gleichzeitig könne die Region jetzt zeigen, dass sie weiterhin geschlossen hinter dem Verein stehe.

26.04.2014 Frankfurt am Main, Frankfurter Volksbank Stadion 2. Bundesliga Herren, Saison 2013/2014 Heimspiel FSV Frankfurt gegen FC Energie Cottbus Aktion Torwart Tim Heubach (FSV Frankfurt) am Boden gegen Paul Röwer (Cottbus)

26 04 2014 Frankfurt at Main Frankfurt People\u0026#39;s Bank Stadium 2 Bundesliga men Season 2013 2014 Home game FSV Frankfurt against FC Energy Cottbus Action shot Goalkeeper Tim Heubach FSV Frankfurt at Bottom against Paul Röwer Cottbus

Historischer Treffer: Am 26. April 2014 erzielte Paul Röwer (links) im Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt den vorerst letzten Treffer für Energie Cottbus in der 2. Bundesliga.

Imago/Hartenfelser

Zum Auftakt kann Wollitz personell aus dem Vollen schöpfen. Auch Erik Engelhardt, der Mitte der Woche im Training pausiert hatte, meldete sich fit. Offen ließ Wollitz bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag, wer die Linksverteidigerposition übernimmt. Hassan Zaydan oder Fousseny Doumbia – es wird auf jeden Fall eine sehr junge Lösung. Wollitz hatte bereits angekündigt, dass Kapitän Axel Borgmann nach seiner Verletzungspause zunächst auf der Bank sitzen wird.

Mit Hannover 96 wartet gleich eine schwere Aufgabe. Die Niedersachsen belegten in der vergangenen Saison Platz vier. Zum direkten Aufstieg fehlten ihnen nur zwei Punkte. Auch dieses Mal zählt die Mannschaft von Trainer Christian Titz zu den Aufstiegskandidaten. Besonders torgefährlich ist Lars Gindorf. Der Drittliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison erzielte 28 Treffer. Auch Kolja Oudenne und Benjamin Källman trafen in der Vorbereitung. Källman kam in der vergangenen Zweitliga-Saison auf 14 Tore.

Für Energie beginnt die Saison damit gegen einen der stärksten Gegner der Liga. Es ist eine große Aufgabe vor großer Kulisse. Am Sonntag muss Energie die Begeisterung auf den Rasen bringen. Dann zeigt sich, ob sie den Aufsteiger auch gegen Hannover trägt. Wollitz hat für den Kampf um den Klassenerhalt ein klares Motto ausgegeben: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“

Energie Cottbus - Hannover 96 (Sonntag, 13.30 Uhr)

Energie Cottbus (mögliche Aufstellung): Lotka - Rorig, Manu, Erlein, Zaydan - Bittencourt, Michelbrink - Cigerci, Boziaris, Copado - Engelhardt

Es fehlen: kein Spieler

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